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Länder-Ranking der Wirtschaftslobby: Sachsen ist Bildungssieger
DPA

Die Betreuung der Schüler ist sehr gut, die Qualität der beruflichen Ausbildung vorbildlich: Sachsen schneidet im Bildungsmonitor 2014 am besten ab - und hängt andere Bundesländer ab.

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novasun 20.08.2014, 06:11
70. Finde es schlimm,

dass hier einige wirklich diesen "vermeintlichen" Begriff von Bildung der hier verwendet wird - schützen.
Bildung hat in erster Linie mal nichts mit unserer Wirtschaft zu tun. Trotzdem, wenn wir unsere Kinder wikrlich zu gebildeten Menschen erziehen/heranführen wird auch die Wirtschaft provitieren - vielleicht nur nicht so, wie die sich das wünscht....

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frankasten 20.08.2014, 06:54
71. Mietmaularbeit...

der unternehmerverbandseigenen INITIATIVE für NEUE SOZIALE MARKTWIRTSCHAFT. Da steht genau das drin, was der Herr Kapitalist seinen lohnabhänigen Arbeitssklaven als Denkweise nahebringen möchte. Bestimmt nichts anderes.

ZITAT Wikipedia:
"Die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) ist eine im Jahr 2000 vom Arbeitgeberverband Gesamtmetall gegründete und von Arbeitgeberverbänden getragene advokatorische Denkfabrik. Sie verfolgt das Ziel, durch Öffentlichkeitsarbeit ihre ordnungspolitischen Botschaften bei Entscheidern und in der Bevölkerung zu verankern. In der Bevölkerung soll die Bereitschaft für wirtschaftsliberale Reformen erhöht werden, ein unternehmensfreundliches Klima erzeugt werden und Eigenverantwortung, Wettbewerb und unternehmerische Freiheit als positive Werte betont werden.[5]" ZITATENDE

Sehr empfehlenswert, den INSM Artikel in der Wikipedia in Gänze zu lesen.

Meiner Auffassung nach diskredititert die Tatsache der Herkunft bzw. der Auftraggeber diese "Studie" völlig. Oder auf Deutsch: Sie ist nicht das Papier wert, auf das sie geschrieben wurde.

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h-i-2224 20.08.2014, 07:24
72. Anders herum wird ein Schuh daraus,

Zitat von ir²
Nordrhein-Westfalen leidet unter großen Klassen, schlechter Schulqualität und fehlender Bekämpfung von Bildungsarmut. 40 Jahre rot-grüne Politik; ich schäme mich für dieses Bundesland!
die Länder der Ostzone sind durch die Bildungspolitik der Bundesrepublik soweit im internationalen Niveau abgefallen, dass diese sich nun mit den vormals mittelfeldbestzten Bundesländern der ehemaligen BRD messen müssen.

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wuehli 20.08.2014, 07:26
73. Hallo j. Vantast (15)

neidisch? Ich bin stolzer Sachse, habe ABI und selber bezahlte zusätzliche Ausbildungen. Ich habe meiner Heimat, der ich zutiefst verbunden bin und bleibe, wegen der Arbeit den Rücken gekehrt: WEIL mir mein Stolz verbietet, auf unterbezahlt oder "zu-Hause- bleiben" zu machen. Das machen viele meiner Kumpel so. Vielleicht läuft ja doch einiges vorteilhafter bei der Bildung in Sachsen. Das auf Zuschüsse und Forderungen zu schieben, halte ich fuer eine beschränkte Sichtweise. Nicht jammern und lamentieren und philosophieren, sondern Arsch hoch und vielleicht auch mal selbstkritisch hinterfragen, ob man manchmal auch was von anderen, die das offenbar besser machen, lernen kann.

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Oberlausitzerin 20.08.2014, 07:57
74. Sie sind wohl nicht ganz auf dem Laufenden

Bildung hat nicht nur etwas mit Geld zu tun. Gearbeitet wird auch in Sachsen, es soll sogar Betriebe geben, die produzieren. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 8,1 %. Außerdem sind wir Sachsen flexibel, so schnell wie wir im Notfall unsere Tasche gepackt und der Arbeit hinterhergereist sind können Sie gar nicht gucken.

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danubius 20.08.2014, 09:21
75. @ wuehli

Bravo, genau das ist die richtige Einstellung - nur durch die Bereitschaft zur Veränderung durch Eigeninitiative kann man etwas für sich selbst erreichen!

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goedemar 20.08.2014, 09:33
76. Sachsen vorn?

Bei den Schulen und der betrieblichen Ausbildung mag das ja tatsächlich zutreffen. Aber bei den Universitäten sieht die Realität anders aus, da wird gespart, wo es nur möglich ist. Dort sollen bis zum Jahr 2020 mehrere hundert Stellen gestrichen bzw. nicht wieder neu besetzt werden. Das geht vor allem zu Lasten der Fächervielfalt, so sind derzeit an der Uni Leipzig mehrere der sog. "kleinen Institute" von der Schließung bedroht, obwohl die jeweils angebotenen Studiengänge gut frequentiert sind. Aber es handelt sich größtenteils um Fachgebiete, die für die Wirtschaft nicht sonderlich interessant und deshalb offenbar entbehrlich sind. Auch dies ein deutliches Zeichen dafür, daß sich die sächsische Hochschulpolitik vor allem nach den Wünschen der Wirtschaft richtet. "Brotlose Künste" wie Theaterwissenschaften, Archäologie und andere Geisteswissenschaften bleiben dabei natürlich auf der Strecke.

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PerciGang 20.08.2014, 09:58
77. Kein Wunder

In Sachsen lebten 2012 90000 Ausländer. Das ist ein Anteil von 2,2%. Integrationsprobleme hat man dort nicht. Dafür ein massives mit braunem Mob und ausländerfreien Zonen.
In der besagten Studie gibt es auch ein Kriterium Internationalisierung. "Das Handlungsfeld Internationalisierung gibt Auskunft über die Orientierung der Bildungsinstitutionen an den Anforderungen einer international vernetzten Wirtschaft und Gesellschaft". Dort landet Sachsen auf einem 7. Platz. Ich würde meine Kinder in Sachsen eher nicht zur Schule gehen lassen.

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rbn 20.08.2014, 10:47
78. solange die Bildung Ländersache bleibt, wird es Sterne und Pfeifen geben

Zitat von deichgraffe
So lange die Bildung Ländersache ist, so lange wird sie auch der Spielball vieler profilsüchtigen Provinpolitiker. Versuchen sie mal einen entsprechnden Verantwortlichen zu überzeugen, dass das geändert wird. Die Meisten sehen das als eine persönliche Provokation an. Armseelig!
Sobald jedoch die Pfeifen in Berlin gesamtdeutsche Bildungspolitik machen, werden die Sterne unter den Ländern verschwinden und wir werden nur noch Pfeifen haben.

Zum Glück haben wir die stabilen Südländer. Bayern wird nie seine Bildungspolitik ändern und in BaWü wird eher die Regierung ausgewechselt, als dass dort eine rot-grüne Bildungspolitik toleriert würde.

Südlich des Mains schreibt man übrigens "armselig", wie die Süddeutschen Goethe und Schiller es einführten, dort wird anscheinend doch das richtige Deutsch gelehrt. Wie es bei einer zentralistischen Bildungspolitik geschrieben würde, daran denke ich nur mit Grausen.

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leonardo01 20.08.2014, 19:36
79. Das Argument trägt nur bedingt...

Zitat von PerciGang
In Sachsen lebten 2012 90000 Ausländer. Das ist ein Anteil von 2,2%. Integrationsprobleme hat man dort nicht. Dafür ein massives mit braunem Mob und ausländerfreien Zonen. In der besagten Studie gibt es auch ein Kriterium Internationalisierung. "Das Handlungsfeld Internationalisierung gibt Auskunft über die Orientierung der Bildungsinstitutionen an den Anforderungen einer international vernetzten Wirtschaft und Gesellschaft". Dort landet Sachsen auf einem 7. Platz. Ich würde meine Kinder in Sachsen eher nicht zur Schule gehen lassen.
Ihr Ausländerargument zieht nur bedingt. Thüringen und Sachsen-Anhalt müssten mit Ihrem Argument eigentlich ganz vorne liegen. Und wie erklären Sie die riesigen Unterschiede zwischen NRW und Bayern bei fast gleichem Ausländeranteil?

http://www.statistik-portal.de/statistik-portal/de_jb01_jahrtab2.asp

Es ist unbestritten, dass es Probleme mit einigen Gruppen von Migranten gibt. Aber auch diese Probleme sind großenteils hausgemacht. Das Erlernen der deutschen Sprache wurde von rot/grünen Politkern lange als Zwangsgermansisierung verteufelt. In Bundesländern wie NRW pampert man Integrationsunwillige geradezu. Man lässt auch Schüler auf die Gymnasien, die nach vielen Jahren in Deutschland keinen einzigen deutschen Satz fehlerfrei aufschreiben können. Das Benotungsniveau wird dann eben darauf angepasst.

Und natürlich beeinflusst die Art des Schulzugangs zu den weiterführenden Schulen das Bildungsniveau. Da, wo die Mehrheit der Schüler zum Gymnasium strebt und dort gehalten wird, wie in NRW, sinkt einfach das Niveau massiv. Dazu kommen ineffektive Lehrmethoden (jedes Kind darf so schreiben, wie es will) und sinnbefreite Experimente (jahrgangsübergreifendes Lernen in den Klassen 1 bis 4, geistig Behinderte auf Gymnasien…), mit denen sich in Bundesländern wie NRW Eltern, Schüler und Lehrer herumschlagen müssen. Dass Sachsen sich auf diesen Blödsinn nicht einlässt, spricht für sich.

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