Forum: Leben und Lernen
Ländervergleich in Mathe und Naturwissenschaften: Was die Ost-Schulen stark macht
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macfan 11.10.2013, 19:05
100. Stimmt nicht

Zitat von leidenfeuer
In Bayern, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg werden offenbar die Leistungen der Ost-Schulen annähernd erreicht. Die anderen Bundesländer und vor allem auch Berlin haben das Klassenziel verfehlt und sind mit ihren Schülern weit hinten oder ganz am Ende.
Das stimmt nicht. Baden-Württemberg liegt ziemlich genau auf dem Durchschnitt und in jedem Fach hinter dem von Ihnen nicht genannten West-Land Schleswig-Holstein.

Der Anteil der Migranten scheint das Bildungsergebnis leider stark zu bestimmen. Offensichtlich versagt hier unser Bildungssystem.

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sartreetbeauvoir 11.10.2013, 19:06
101.

föderalismus in ehren aber deutschland hat deshalb das schwachsinnigste schulsystem der welt! jedes land kocht sein eigenes süppchen: gesamtschulen da, 3 gliedrig dort etc...und hauptschulen sind relikte aus der zeit der industriellen revolution.die zukunft braucht keine arbeiter, sondern dienstleister mit allgemeinbildung. dazu naturwissenschaftler und high tech.wenigstens sollte ein zentrales abitur eingeführt werden so wie d.eidgenössische matura in der schweiz.

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discipulus_neu 11.10.2013, 19:08
102.

Zitat von Frank N. Stein
... Klar die Pflanze erzeugt aus CO2 den Sauerstoff. Und wo bleibt das "C"? Hä???????
Falsch!
Der Sauerstoff, den die Pflanze mit Hilfe von Chlorophyll und Sonnenlicht erzeugt entstammt dem Wasser: Photolyse des Wassers. Der Wasserstoff wird an den Überträger NADP+ zu NADPH/H+ gebunden. Dieser reagiert über einen komplexen Vorgang mit dem Kohlenstoffdioxid zu Glucose: Calvin-Cyclus.

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Erda 11.10.2013, 19:08
103. Eine kluge Darstellung

Zitat von sysop

Im Osten die Gewinner, im Westen die Verlierer: Schüler in den neuen Bundesländern sind in Mathe und Naturwissenschaften viel stärker als die in den alten. Experten versuchen das mit der Schul-Historie der DDR zu erklären. Und greifen viel zu kurz.

Die Liebe zur Naturwissenschaft im Osten ist groß, so erklären sowohl West-Verlierer als auch Ost-Gewinner den Vergleich der Schülerleistungen in Mathematik und Naturwissenschaften. Das stimmt - und ist doch zu einfach.

Dem Bericht kann ich zustimmen. Zumal die Migrantenquote endlich einmal anerkannt wird. In anderen Threads bin ich deswegen mit der Nazikeule bedoht worden.
Es kommt aber noch ein weiterer Unterschied dazu. Die Technikfeindlichkeit der Lehrerschaft im Westen. Es is ja schon ein Treppenwitz der Geschichte, dass die Schüler in weiten Teilen Mitteldeutschlands in naturwissenschaftlichen Fächern den kapiatlistischen Westländern überlegen sind. Müßte es doch eigentlich umgekehrt sein.
Aber wir erinnern uns an die Wirtschaftsfeindlichkeit und die Naturwissenschaftsfeindlichkeit der Grünen in den 80er und 90er Jahren. Kapitalismus war verpönt und in manchen Ländern konnte man das Abitur ohne Mathematik stemmen. Physik- und Chemiefächer waren von Übel. Das Schöngeistige dominierte.
Aber freuen wir uns über die guten Ergebnisse, also doch blühende Landschaften...

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Andr.e 11.10.2013, 19:08
104.

Zitat von LudBri
Wie entsteht eine Gänsehaut und wann kocht Wasser auf dem Mount Everest!!?? Kenntnisse um diese Sachverhalte sind nur für weltfremde Theoretiker wichtig. Daran Bildung auszumachen ist wohl ein Scherz. Wann ist in China zum letzten mal ein Sack Reis umgefallen? Das ist genau so wichtig zu wissen.
Sie müssen da schon differenzieren. Die Grundlagen das zu wissen, die sollen gebildet werden. Und wie vermittelt man Bildung leichter, als mit der Einstiegsfrage: "Wann kocht Wasser auf dem Mount Everest?" oder "Wie entsteht eine Gänsehaut?" Das sind Fragen, die ein neugieriger Mensch ruhig beantwortet haben darf - gern von einem neugierigen Lehrer.

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braman 11.10.2013, 19:08
105. Gänsehaut

Zitat von katzenheld1
Wer so etwas nicht weiß, ist dumm. Wer so etwas nicht wissen will, ist noch dümmer. Und ißt wahrscheinlich zu wenig Reis. Diese Fragen konnten mir sowohl mein Vater als auch mein Großvater (alles andere als weltfremde Theoretiker) auf Anhieb beantworten, genauso wie ich meinen Enkeln. Was haben Sie eigentlich im Kopf? Ganglien koennen es nicht sein.
Die Frage "Wann kocht Wasser auf dem Mount Everest" ist zweifellos eine ausgesprochen dämliche Fragestellung.
Als Antwort könnte ich ja sagen. um 14 Uhr Dreißig.
"Bei wie viel Grad Celsius kocht Wasser auf dem ME?" wäre wohl etwas eindeutiger. Wenn Sie sich die Fragestellung (z.B. die Benzinpreis Frage) mal ansehen, muss eher gesagt werden, das die Leute, die den Test ausgearbeitet haben, ein ernsthaftes Bildungsproblem haben, nicht die Schüler.

MfG: M.B.

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knulp_u 11.10.2013, 19:09
106. große Skepsis

Nach dem ich nun die Schulpolitik in Sachsen schon mit vier Kindern durchlitten habe, macht mich dieser Artikel nur wütend. Diese Tests sind doch schon so gebaut, dass sie die entsprechenden Ergebnisse liefern. Zum einen fehlen andere Fächer, wie Sprachen, ganz besonders aber Fächer der Gemeinschaftskunde: Wirtschaft, Politik u.ä.
Sachsen möchte vor allem neue Ingenieure heranbilden, weil von denen doch unsere Zukunft abhängt. Darum braucht man viel Mathe, Physik, etc.
Die Lernmethode ist am besten mit Bulimielernen bezeichnen: Viel lernen (am besten auswendig) und viel abfragen. Eigene Lösungen entwickeln, kritisch den Lernstoff bewerten - das geht ja nicht, denn es muss weiter gelernt werden.
Der eklatante Lehrermangel mit den damit verbundenen Ausfällen tut sein übriges.
Das System verbindet die wohl aus DDR Zeit kommende Kontrollwut, mit der neumodischen Pisa- und Karrieregeilheit.
Menschen zu erziehen, dass sie Lernstoff eigenverantwortlich anwendenund kritisch damit umgehen ist nicht gefragt. Hauptsache man kann das wiedergeben, was einem gesagt wird.
Sachsen kann in dieser Untersuchung mal wieder vorne liegen, das ist aber beileibe kein Kompliment sondern ein Alarmzeichen für ein krankes System. Es geht um Menschen, nicht um Lernautomaten!

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Andr.e 11.10.2013, 19:10
107.

Zitat von Andreas Rolfes
Und dem ist nichts hinzuzufügen. Aber wahrscheinlich dann doch nicht politisch korrekt genug, daß Zuwanderer unser Bildungssystem mit schlechten Leistungen bereichern...
Sie antworten ja grundsätzlich nicht auf Beiträge, die länger als zwei Zeilen sind. Aber ich versuch es mal kurz: Können Sie auch eine Meinung verfassen, ohne über die politische Korrektheit zu jammern? Oder brauchen Sie das für Ihr Selbstbewusstsein? (Falls die zweite Frage Sie überfordert, brauchen Sie darauf auch nicht einzugehen)

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leepzscher 11.10.2013, 19:12
108. Na gut, eine ganze Note

Zitat von payton_m
Ich kann diesen angeblich gewaltigen Unterschied irgendwie nicht entdecken. Das schlechteste Bundesland hat 471 Punkte, das beste 536... also reden wir über keine 15% Unterschied. Wären es Noten mit 0 Punkte = 6 und 600 Punkte = 1 sprechen wir also von einer 2 plus vs. einer 2 minus oder so. ... und zwischen den Extremen nicht mal 15% ab. Wie so oft: Viel Lärm um wenig.
Wenn 600 Punkte erreichbar sind, dann sind 480 eine 1 und 480 eine 2. Nix mit plus und minus. Wenn also duchschnittliche jeder sächsische Schüler eine Note besser ist, dann halte ich dies für auffällig und mit Schwankungen nicht erklärbar.
P.S. Im Abitur sind 15% 3 Notenpunkte. Nicht unwichtig.

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warumeigentlich 11.10.2013, 19:12
109. Deutsches Problem ist

immer wieder das selbe. Egal um welche Diskussionen es geht. Es wird immer um den heißen Brei geredet. Ich bin selbst ein nach Deutschland emigriert und kann diese Diskussion nicht mehr hören. Hier wird mal wieder Ost gegen West ausgespielt anstatt das Problem beim Namen zu nennen. Überall da wo viele Migranten die Schule besuchen ist die Leistung schwächer. Punkt. Es leben in Osten nun mal weniger Migranten. Man könnte da noch genauer ins Detail gehen, denn nicht alle Migranten Gruppen gleich Bildungsschwach sind, es gibt durchaus Unterschiede aber das will keiner hören. Auch wenn Sarrazin total ungeliebt ist und es zu guten Ton gehört sich über ihn zu empören, so hatte er in einigen Punkten (Bildung) nun mal Recht.

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