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Ländervergleich in Mathe und Naturwissenschaften: Was die Ost-Schulen stark macht
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Psycho Dad 13.10.2013, 14:02
340. Soso

Zitat von Ingmar E.
Ich hab einen Lösungsvorschlag gebracht: Vorschulpflicht für jeden ab dem 4ten Lebensjahr, und Einschulung mit 5 bis 7 je nach Stand der Fähigkeiten. Da hat man 1 bis 3Jahre Zeit Defizite auszugleichen.
Also müssen auch "deutsche" Kinder ab dem 4. Jahr in die verpflichtende Vorschule, nur weil eine bestimmte Gruppe sich nicht mit den örtlichen Gepflogenheiten arrangieren kann / will?
Nicht Ihr Ernst...
Unbestritten wäre das für manche Kinder sinnvoll, aber warum soll der Rest darunter leiden?

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hemipower 13.10.2013, 14:03
341. Augenwischerei

Die Anforderungen in den Bundesländer variieren so stark,dass ein Leistungsvergleich
momentan nicht sinnvoll ist . Aus eigener Erfahrung weiss ich das in den alten Bundesländern die Anforderung an die Schüler viel höher sind ,als Die in den Neuen . Bundeseinheitliche Pruefungen werden die Statistik stark beeinflussen

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dickebank 13.10.2013, 14:06
342. Frösche und Teich trocken legen

Zitat von Ingmar E.
Und das wars jetzt für sie? Problem benannt und damit ist Schluss? Wo ist die Lösung? Oder sagen Sie: "das müssen die Grundschulkinder schon irgendwie selbst hinbekommen mit der Integration", oder wahlweise "da sind sie halt selbst dran schuld, wenn sie sich solche Eltern gewählt haben"?
Ja und, Lehrkräfte fragt so oder so niemand nach Lösungsvorschlägen.

Wir sind dazu da, halbgare Konzepte umzusetzen, wobei das Wichtigste die Dokumentation der eingeleiteten Maßnahmen sowei die halbjährliche Evaluation ist.

Alle reden über Inclusion, nur Tatsache ist, dass die Bundesländer mit den höchsten Quoten an Fördrschulen in einem Geburtsjahrsgang die besten Ergebnisse bei den länderrankings erreichen. Wie verhält man sich denn jetzt konkurrierenden Zielvorgaben gegenüber?

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Psycho Dad 13.10.2013, 14:08
343. Kultur?

Zitat von Ingmar E.
So ein Unsinn. Wenn die Eltern Lederhosen tragen und Bratwurst essen, ist den Kindern kein bißchen geholfen. Deutsch müssen die Eltern sprechen, dann ist es auch egal welche Kultur sie haben, siehe Iraner, siehe Asiaten.
Also ich würde die deutsche / mitteleuropäische Kultur nicht auf Bratwurst und Lederhosen herunterbrechen wollen. Das ist zu billig.
Es geht nicht um Nahrung oder Kleidung sondern um Werte und Ziele. Und das ist genauso wichtig wie Sprache. Nur deutsch Sprechen alleine reicht da bei weitem nicht, das ist der Anfang. Sonst dürfte es ja auch keine "deutschen" Problemfälle geben.
Was habe ich von jemandem, der unseren Lebensstil in feinstem hochdeutsch in Bausch und Bogen verdammt?

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Psycho Dad 13.10.2013, 14:32
344. "Unmenschlich"

Zitat von Ingmar E.
Was ist denn die Konsequenz? Ich hätte gerne dass diese Kinder mir mal meine Rente bezahlen. Die Konsequenz ganze Generationen einfach abzuschreiben und zu sagen: "die sind verloren", das finde ich unmenschlich. Vor allem da es sich um Kinder handelt, die nicht für die Fehler der Eltern verantwortlich sind.
Das hätte ich auch gerne...aber nicht alle Wünsche gehen in Erfüllung :-). Die Alternative eines staatlichen Zwangserziehungsprogramms für ALLE 4-jährigen halte ich für noch weniger wünschenswert.

Zitat von Ingmar E.
Sie wiederholen nur das Problem, und anstatt es korrekterweise mit dem sozialen Umständen und dem Bildungsgrad des Elternhaus zu erklären, fangen Sie an irgendwelche abstrusen Theorien über Kultur zu erfinden. Dabei können Sie das doch gar nicht belegen, auch bei den türkischen Einwanderern wächst der Anteil an Abiturienten. Läge es an der Kultur, gäbe es doch so eine Entwicklung gar nicht.
Also erst einmal steigt die Abiturientenquote generell in D. Und die Zahl der türkischen Schüler auch. Von daher sagt das erst einmal GAR NICHTS aus, das ist zwangsläufig so. Und eine Steigerung wäre auch alles andere als verwunderlich, vor allem wenn man bedenkt, von welchem Niveau gestartet wurde.
Dass es (vorzugsweise bei Aleviten) durchaus Erfolgsgeschichten gibt, bestreitet auch niemand. Aber auch in diesem Fall gerade deswegen, weil diese in der Regel nicht so ideologisch aufgestellt sind. Von daher bleibt weiterhin die Regel der Unvereinbarkeit der islamischen Kultur mit der offenen Leistungsgesellschaft bestehen.

[QUOTE=Ingmar E.;13974473]Im übrigen ist der Vorwurf auch oft konstruiert. Erst sagt man: passt euch an, lernt deutsch, macht einen akademischen Abschluss. Haben die LEute dann aber einen akademischen Abschluss, ist das dann plötzlich auch nicht genug, dann heisst es: "Sie können drei deutsche Pässe haben, für mich bleiben Sie der Türke".
Arbeitsmarkt: Jung, gut und unerwünscht - SPIEGEL ONLINE

Dass das vorkommt, kann sein; halte ich aber für eine Ausnahme, die dann ganz gerne instrumentalisiert wird um die Opferrolle einzunehmen.
Unternehmen, die so bekloppt sind, nach Namen/Aussehen/Nationalität und nicht nach Leistungsprofil zu gehen, werden über kurz oder lang verschwinden. Bin schon ein paar Jahrzehnte im Berufsleben und habe so etwas noch nie erlebt oder gehört (außer über die Medien natürlich). Indianerehrenwort.
Deswegen kann es natürlich trotzdem vorkommen...aber nicht als Standard.

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stormking 13.10.2013, 16:39
345.

Zitat von Psycho Dad
Also müssen auch "deutsche" Kinder ab dem 4. Jahr in die verpflichtende Vorschule, nur weil eine bestimmte Gruppe sich nicht mit den örtlichen Gepflogenheiten arrangieren kann / will? Nicht Ihr Ernst... Unbestritten wäre das für manche Kinder sinnvoll, aber warum soll der Rest darunter leiden?
Inwiefern "leiden" Kinder denn bitte unter dem Besuch eines Kindergartens oder einer Vorschule?

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Geko 13.10.2013, 17:05
346. Lesekompetenz

Ich habe gerade die neun Fragen beantwortet, die wohl auch Teil des Tests waren. Naturwissenschaftliches Wissen setzt m. E. keine dieser Fragen voraus. Was man braucht, um sie richtig beantworten zu können, sind Lesekompetenz und ggf. die Fähigkeit zum logischen Denken. Das man anhand solcher Fragen Rückschlüsse auf die naturwissenschaftlichen Kenntnisse von Schülern, und noch merkwürdiger auf die Vermittlungskompetenz von Lehrern zieht, finde ich etwas befremdlich. Wie kann man anhand dieser Fragen zu solchen Schlüssen kommen?

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Emil Peisker 13.10.2013, 17:29
347. ein Leben als "Sohn"

Zitat von WILHHERDE
Meine beiden Kinder haben jetzt beide schon den Bachelor an der Universität absolviert, sind jetzt im Masterstudium. Sie profitieren nicht nur davon, dass ich selbst ein Hochschulstudium abgeschlossen habe, sondern sie profitieren vor allem auch von meiner Intelligenz, die ich ihnen vererbt habe. Und meine Frau war auch eine intelligente. Meine Eltern hatten dagegen beide nur die Volksschule absolviert, trotzdem habe ich das Gymnasium ohne jede Nachhilfe absolviert. Meine Mutter konnte nicht mal einen Dreisatz rechnen und mir dabei helfen. Das musste sie auch nicht. Glücklicherweise hat sie und mein Vater mir genügend Intelligenz vererbt. Mehr Unterstützung benötigte ich nicht.
Wenn Ihre Mutter keinen Dreisatz konnte, dann hat sie Ihnen wahrscheinlich nicht die Intelligenz vererbt, von der Sie hier sprechen. Denn auch in der frühereren Volksschule wurde der Dreisatz gut gelehrt.

Dann war es vielleicht Ihr Vater, oder der Freund Ihrer Mutter.

Allerdings ist Ihre Ansicht, dass das Potential für Bildung grundsätzlich vererbt wird, ein wenig zu simpel.
Es sind eine Reihe von sozialen Einflüssen und individuellen Anreizen bekannt, die dazu führen, dass auch Kinder aus benachteiligten Schichten sehr gute Leistungen erbringen.

So wie Sie, dachte früher der Adel.

Und ich kenne auch genügend Sprösslinge, die sich ihren Bildungsweg wegen massiver Faulheit verbauten.

Die müssen dann daruf hoffen, dass ihre Väter ihnen eben was vererben.

Nicht Intelligenz, denn die müssten sie ja schon haben, wenn man Ihren Thesen folgt, nein, die hoffen aufs das Erbe, was ihnen dann ein Leben als "Sohn" ermöglicht.

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paps 13.10.2013, 18:57
348. in Niedersachsen

war die Kompetenz der Lehrkräfte auch nicht gut.
Ich bin in Sachsen-Anhalt aufgewachsen und 1991 aus beruflichen Gründen nach Ba-Wü gezogen, wo unsere Tochter eingeschult wurde. Dort gab es in den ersten beiden Klassenstufen keine üblichen Schulstunden mit Klingelzeichen und so, um die Kinder nicht zu sehr zu stressen. Auch durften die Kleinen jederzeit den Unterricht unterbrechen, wenn es ihnen zu viel wurde.
Dann bin ich nach Niedersachsen umgezogen. Jetzt wurde es noch besser: die Klassenlehrerin meiner Tochter behauptete im Biologieunterricht, dass es zwischen Spinnen und Insekten keinen Unterschied gäbe. Den Einwand einer Schülerin macht sie lächerlich. Erst nach aufwändigem Schriftverkehr mit dem Direktor meinerseits musste sie das Mädchen vor der Klasse rehabilitieren.
Mein Sohn hat Realschulabschluß, Mechanikerlehre, Technikerabschluß und studiert jetzt Maschinenbau.
Ungelogen hört er jetzt zum erstenmal von Vektorrechnung und grundlegenden physikalischen Betrachtungsweisen wie Energieerhaltungssatz usw.,
Mit diesen Themen wurde man in der DDR schon ab der 7.Klasse konfrontiert, was sein Mathedozent auch betont.
Wie wollen wir denn unsere zukünftigen Ärzte, Ingenieure und Wissenschaftler auf das Studium vorbereiten? Wo sollen die Lehrpläne für die Hochschulen ansetzen?
Viele Grüße

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caliper 13.10.2013, 19:52
349.

Zitat von hemipower
Die Anforderungen in den Bundesländer variieren so stark,dass ein Leistungsvergleich momentan nicht sinnvoll ist . Aus eigener Erfahrung weiss ich das in den alten Bundesländern die Anforderung an die Schüler viel höher sind ,als Die in den Neuen . Bundeseinheitliche Pruefungen werden die Statistik stark beeinflussen
Erstens geht es hier nicht um die Anforderungen sondern um die Ergebnisse, die man erzielt. Und zweitens, Sie schreiben es ja selber, gibt es auch innerhalb der alten Bundesländer erhebliche Unterschiede.

Wenn es Bundesländer gibt, die bei vergleichbaren Voraussetzungen bessere Ergebnisse erzielen, dann muss man den Ursachen nachgehen und daraus die richtigen Massnahmen ableiten.

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