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Lammerts anonymer Plagiatsjäger: Robert Schmidt, Phantom der Fußnoten
Corbis

Pedantischer Besserwisser oder akademischer Superheld? "Robert Schmidt" nennt sich der anonyme Plagiatsjäger, der Bundestagspräsident Lammert unsaubere Methoden in dessen Doktorarbeit vorwirft. Was treibt ihn an? Wie arbeitet er? Und was genau hat er entdeckt?

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cafecreme 01.08.2013, 06:52
131. Genau aus diesem Grund, @peterkamm-mueller,

arbeiten Menschen wie "Robert Schmidt" so, um eben die Politiker zu "ermuntern" "Ehrlich sein, gute Arbeit leisten und richtig zitieren lernen". Schade vielleicht, dass es nur unter Druck erreicht wird.

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roboterx 01.08.2013, 07:32
132. optional

Die ganze Diskussion offenbart wieder einmal folgendes:
1. Da sind die komplexbeladenen Neider, die keine Promotion hinbekommen haben und schon Zeit ihres Lebens über die "Titelsucht" der Fleißigen und Klügeren gewettert haben.
2. Ihnen kommt "Robert Schmidt" als Robin Hood ihrer Defizite sehr gelegen.
3. Vermutlich ist "Robert Schmidt" ebenfalls dieser Kategorie zuzuordnen. Da es bei ihm zu einer Dissertation auch nicht gereicht hat, betreibt er nun "Doktorschießen", um darüber seine Komplexe abzubauen.

Ich finde es im Übrigen sehr gut, dass plagierte Dissertationen und "Gefälligkeitspromotionen" bekämpft und aberkannt werden. Die Promotion sollte wieder ein richtiger Leistungsbeweis und auch eine besondere Qualifikation werden. Egal, ob nun wieder diese Neider herummäkeln. Jedem steht es in unserem Land frei, ebenfalls zu promovieren, er / sie muss nur die Voraussetzungen erbringen.

Ich bin übrigens promoviert und haben mir meinen Doktortitel sauer und mühsam erarbeitet. Warum sollte ich nun zurückstecken, weil es ein paar Titelneider möchten, um ihren verpatzten Wunschtraum zu nivellieren?

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roboterx 01.08.2013, 07:37
133.

Zitat von wibo2
Ein Doktortitel hat in der Öffentlichkeit immer noch ein hohes Ansehen. Dieser Mann muss zu einer geistigen Elite gehören, denkt sich so mancher Bildungsferne. Berufs- bzw. Fachgebildete. Der Ehrfurcht vor dem Doktortitel empfindet. Schaut man sich den Output der Universitäten an, so wird meist Mittelmaß produziert, letztlich irrelevante Fragestellungen und Scheinergebnisse, die alternativlos als echte wissenschaftliche Leistung ausgegeben werden.
Mein Gott, bei Ihrem Kommentar trieft der Neid nur so aus den Zeilen. Meistens sind Leute wie Sie die Ersten, die Ihren Titel überall kundtuen, wenn es gelingt, einen zu bekommen. Die meisten Promovierten haben hart für ihre Qualifikation, und um das geht es!, gearbeitet. Soll man nun auf den den Doktor verzichten, weil er Sie stört?

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schaeff5 01.08.2013, 07:40
134. Falschparker

sollten nicht vor Schmidts Haus parken. Der ruft bestimmt gleich die Polizei. Und bitte, keinen Lärm in der Mittagszeit...

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bolek1234 01.08.2013, 07:45
135. Held

Der Mann ist ein Held , dieser pseudo Akademiker sollten alle jetzt ziemlich die Hosen voll haben hehe

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don_politicus 01.08.2013, 07:45
136. Oje...

...ich sehe es wieder aufziehen...das Gewitter an stereotypen Meinungsäußerungen...

- Unschuldsvermutung
- Denunziant
- Querulant
- Parteigetöse
- Verjährung
- Halb so wild
- Ganz und gar grässlich
- ...

Ich freue mich schon auf die von halbwissen geprägten Kommentare; Leute, bei denen "etwas Trennunschärfe" hinzunehmen ist; Leute, bei denen die akribische und sehr ausdauernde Arbeit des Anzeigenden mit Handlungsmotiven unterlegt wird, die teilweise sowas von abstrus sind...
Wer sich schon einmal die Mühe gemacht hat, eine wissenschaftliche Arbeit auf Fehler hin zu untersuchen, kann in etwa nachvollziehen, was ich meine....

Die immer wieder auftretende Grundhaltung würde ich am ehesten mit dem Begriff "Erkenntnisresistenz" bezeichnen wollen - weil der akademische Betrieb niemals genossen wurde, weil die eigene Lebensumwelt aus anderen gesellschaftlichen ohne Perspektivenwechsel projiziert wird oder, oder, oder...

Ich für meinen Teil habe resigniert - nicht was die Arbeit an und mit Plagiaten an sich angeht - sondern viel eher mit Blick auf den Anspruch, die Werthaftigkeit und den Nutzen einer funktionierenden wissenschaftlichen Überprüfung einer breiten Masse zugänglich zu machen.
Vielleicht sind es wenige, die aus - m.E. niederen - Beweggründen stets versuchen, den sachlichen Diskurs zu politisieren oder mit "Oma-Irmgard-Vergleichen" zu relativieren...immerhin: es gelingt wohl - vielleicht auch, weil die Argumentationsmuster einfach, greifbar und wenig kategorialen Tiefgang erfahren haben.
Insofern: die erkenntnisresistente Außenwelt, den Schein-Diskurs - geführt von Möchtegern-Akademikern - einfach ausblenden und sachlich weiterarbeiten.
Wenn jetzt noch eine Diskussion über Bildungsqualität, Bachelor-/Masterstudiengänge initiiert wird, rundet sich mein Bild nur noch ab...

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mxdoc 01.08.2013, 07:53
137. Die unterste Stufe der Ehrenhaftigkeit

Die unterste Stufe wissenschaftlicher Ehremhaftigkeit ist erreicht, wenn ein anonymer "Blogger" einem Autor einer Uralt-Doktorarbeit vorwerfen darf, er habe "geschlampt" und die Universität beginnt daraufhin ein Untersuchungsverfahren.

1. Was weiss so einer, was vor 30 Jahren. als Doktorarbeiten noch mit der Schreibmaschine getippt und Grafiken mit der Schablone gezeichnet wurden, unter dem Begriff "geschlampt" verstanden wurde? Und wenn schon, Doktorarbeiten werden mit den Noten "1" bis "4" bewertet, "summa cum laude" bis "cum laude", Halbnoten sind möglich. Vielleicht hat der "Angeklagte" ja damals eine 3.5 statt einer 2.0 bekommmen, woher will der anonyme Denunziant DAS wissen?

2. Die Regeln wissenschaftlicher Praxis wurden etwa 1990 eingeführt. Vorher haben vor allem Chefs seitenweise aus den Arbeiten ihrer Doktoranden zitiert, oder deren Arbeiten veröffentlicht, ohne auch nur deren Namen zu erwähnen. Das ist mir selbst auch passiert. In späteren Arbeiten habe ich dann weiterhin meinen eigenen Gedanken weiterverwendet, ohne meinen damaligen Chef als "Quelle" zu zitieren, und dazu stehe ich heute ncoh und wenn mich ein anonymer Denunziant dafür erschiessen will.
3. Ich will keine Betrüger in Schutz nehmen. Aber vor der Veröffentlichung und verbindlichen Einführung der Regeln guter wissenschaftlicher Praxis wurden auf der ganzen Welt manche Dinge in PUblikationen und Doktorarbeiten etwas lockerer gehandhabt, als heute. Die Altdoktoranden jedoch an den Massstäben zu messen, die danach ein geführt wurden, ist Retro-Justiz. Auch wenn es keinem gefällt, zu deren Zeit war das "gute wissenschaftliche Praxis", heute gilt "bessere wissenschaftliche Praxis" als "gute wissenschaftliche Praxis" und das ist gut so. Aber: Ein Betrüger ist ein Betrüger. Ein "Schlamper" ist kein Betrüger. Und wenn das Papier heute vergilbt ist, dann hat der nicht "unsauber" gearbeitet. Auch Denunziantentum ist schlimm und auch Denunzianten haben Grenzen zu beachten, wenn man sie schon beachten muss.

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gazettenberg 01.08.2013, 08:06
138.

Zitat von B.Lebowski
Wenn er ernsthaft und seriös nach Mängeln suchen würde, täte er es nicht anonym.
Sie haben sicher auch nichts gegen eine Webcam in Ihrem Wohnzimmer, oder? Denn wer nichts zu verbergen hat, braucht auch keine Anonymität.

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gazettenberg 01.08.2013, 08:08
139.

Zitat von eule_neu
Früher galten anonyme Hinweise dieser Art als Krankhaft.
Sie meinen zu Zeiten des "gesunden Volksempfindens"?

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