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Landwirtschaft, Klimaschutz, Ernährung : Neues Schulfach "Alltagswissen" in Bayern ge
DPA/Armin Weigel

Bayern plant ein neues Schulfach: Darin soll es um praktisches Alltagswissen gehen. Über die Inhalte wird noch diskutiert - Schüler und Lehrer sind trotzdem schon skeptisch.

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pink15 26.06.2019, 18:14
1. Zu viel Freizeit?

Die Stundenpläne sind doch jetzt schon dicht gedrängt, wie passt da ein zusätzliches Fach hinein, das zudem derart nebulös ist? Welche Fächer erfahren dadurch Stundenkürzungen? Wer definiert Alltagswissen? Für den einen gehört die Ausfüllung eines Hartz4-Antrags dazu, für den anderen die Berechnung des KGV vor dem Kauf einer Aktie. Fazit: Wenn Schüler konkrete Fragen zu Dingen des Alltags haben, können sie die Lehrer auch außerhalb des Unterrichts ansprechen, dafür benötigt man kein zusätzliches Unterrichtsfach.

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kai-ser210 26.06.2019, 18:18
2. Ja warum denn nicht?

Find ich gut. Klar sollten das grundsätzlich auch die Eltern beibringen, aber es gibt leider genug, die viele elementaren Dinge selbst nicht wissen oder ihren Kindern sogar falsch beibringen, also warum sollte man diese Lücken nicht mit so einem Schulfach schließen? Schaden würde es sicherlich niemandem. Und wer weiß, vielleicht belehren dann sogar ein paar Kinder ihre Eltern in positiver Hinsicht. Ich sehe diese Überlegung aus Bayern jedenfalls absolut nicht skeptisch. Bitte dann aber bundesweit einführen.

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shotaro_kaneda 26.06.2019, 18:31
3.

Das neue Fach wird ja vorrangig auf Grundlage des Volksbegehrens Artenschutz eingeführt. Und da wird gefordert, dass den Schülern Landwirtschaft und Umwelt näher gebracht werden soll. Daher sollte sich das Fach auch vorrangig um diese beiden Bereiche drehen. Und das ganze ist bei weitem nicht so trivial, wie es zunächst klingt. Fraglich auch, wo die ganzen Lehrer herkommen sollen. Ich denke mal die Wenigsten (selbst Biologielehrer) kennen sich da aus.

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Wolfilein 26.06.2019, 18:32
4.

Prinzipiell halte ich das für eine gute Idee, allerdings heisst 'gut gemeint' noch lange nicht 'gut gemacht'.
Hoffen wir mal daß der zukünftige Lehrplan in enger Zusammenarbeit mit den Betroffenen (also den Schülern) ensteht und nicht irgendwelche 'Profis' (aka Politiker) das ganze Thema im Glauben an ihre eigene Unfehlbarkeit gegen die Wand fahren.

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kayakclc 26.06.2019, 18:35
5. Populismus pur durch die CSU:"Alltagskompetenz und Lebensökonomie"

So ein Schwachsinn habe ich selten gehört. Die CSU meint wohl ernsthaft die heutigen Schüler sind so unreif, dass man dafür Deutsch und Mathestunden opfern kann, um sie in "Alltagskompetenz und Lebensökonomie" zu unterrichten. Das ist eine Beleidigung der heutigen Jugend, die schon das Wahlrecht mit 16 fordert. Gleichzeitig wird überall die Anforderungen an das Matheabitur gesenkt, weil Leute nicht einmal die elementaren Dinge beherrschen. Welches Fach sollen eine Lehrkraft zur "Alltagskompetenz" studiert haben, oder reicht da der gesunde Menschverstand?

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fahrgast07 26.06.2019, 18:40
6. Ausmisten

Schafft erst mal den Religionsunterricht ab - das gehört wahrlich ins Elternhaus.

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jujo 26.06.2019, 18:42
7. ....

Zu meiner Zeit nannte man das Gemeinschaftskunde, da wurde alles was in der Gemeinschaft relevant ist behandelt. Es kam natürlich auf den Lehrer an, ob die Zeit mit laberlaber vertrödelt wurde oder die Zeit mit sinnvollen, den Horizont erweiternden, Dingen gefüllt wurde.

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rant.biden 26.06.2019, 19:00
8. Süffisant

Muhahahaaaa, die militanten Verstaatlicher vom Spon merken hier nun an, die verhassten Bayern seien staatshörig - mit süffisantem Unterton!

Ich finde das Fach prima. Ich würde den Absolventen unseres von der Linken völlig verrotteten Schulsystems zum Beispiel kurz vorm Abi ein Glas Milch und das Bild einer Kuh zeigen und darunter schreiben "Das ist aine Ku!" Sprechschrift also, damit die nicht erschrecken.

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TomTheViking 26.06.2019, 19:23
9. Alltagswissen? Ich glaub es nicht.

Alltagswissen erwirbt man im Alltag, nicht in der Schule. Wer nicht liest und verblödet, da hilft Schule dann auch nicht mehr.

Das Wort Klimaschutz gehört verboten. Es ist das unwissenschaftlichste Wort das man absondern kann.
Zum Thema Landwirtschaft, davon können Städter natürlich keine Ahnung haben. Das war früher akzeptiert und war kein Drama. Bis die "Eliten" in den Städten meinten zu wissen wie Landwirtschaft zu gehen habe. Wo ich sage dann macht doch ihr Idioten. Diese Defizite wird Unterricht eher verstärken denn beseitigen.

Ansonsten wird Meteorologie und Natur in der Schule ja durchaus behandelt. War früher jedenfalls so wie Heimatkunde in den ersten Klassen, später Erdkunde dann Geographie.

Bayernsonst immer ein Vorzeigestaat des immer weiter an Bildung verlierenden Deutschland wurde schon vor Jahren von Sachsen und Thüringen abgehängt. Wird sich weiter fortsetzen.

Die Abgründe, Berlins, Bremens oder Hamburgs wird man trotzdem nicht erreichen.

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