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Langschläfer-Forschung: Warum frühe Vorlesungen keine gute Idee sind

Bestätigung für Schlafmützen: In einer Metastudie fanden britische Forscher heraus, was viele Studenten schon lange ahnten. Geistige Höchstleistungen sind am*frühen Morgen einfach nicht drin und Vorlesungen um acht Uhr daher verfehlt.

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Lochblech.19 07.05.2011, 09:39
1. Alter Hut, das ...

Wenn der Unterrichtsbeginn (Arbeitsbeginn) so Risikoreich für die Gesundheit ist (Schlaganfall, Herzinfarkt etc.): Wie erklären denn Schlafforscher und Chronobiologen, dass wir immer älter werden (und durchaus ganz fit dabei sind)?

Das Thema Lerchen und Nachtigall ist ein alter Hut. Statt nun generell den Tätigkeitsstart am Tag für alle zu verlegemn, sollte es doch eher dazu kommen, weitestgehenst eine Flexibilisierung möglich sein soll.

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1401ger 07.05.2011, 10:15
2. Medizin

Zitat von Lochblech.19
Wenn der Unterrichtsbeginn (Arbeitsbeginn) so Risikoreich für die Gesundheit ist (Schlaganfall, Herzinfarkt etc.): Wie erklären denn Schlafforscher und Chronobiologen, dass wir immer älter werden (und durchaus ganz fit dabei sind)?
Naja, das ist wohl etwas über einen Kamm geschoren.
Wir werden vor allem im Schnitt immer älter, weil die Medizintechnik das möglich macht. Das heißt nicht dass wir unbedingt gesünder leben als früher.

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myspace 07.05.2011, 10:31
3. #

Zitat von Lochblech.19
Wenn der Unterrichtsbeginn (Arbeitsbeginn) so Risikoreich für die Gesundheit ist (Schlaganfall, Herzinfarkt etc.): Wie erklären denn Schlafforscher und Chronobiologen, dass wir immer älter werden (und durchaus ganz fit dabei sind)?
Gegenfrage - Warum sollten sie? Die Arbeitszeiten haben sich doch für Spätaufsteher nicht verbessert (andere Faktoren wie bessere Ernährung, bessere medizischen Versorgung etc. schon).

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myspace 07.05.2011, 10:37
4. Metastudie

Zitat von Lochblech.19
Das Thema Lerchen und Nachtigall ist ein alter Hut.
Es handelt sich ja auch um eine Metastudie.

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tl-hd 07.05.2011, 10:42
5. Biorhytmus vs. Sozialrhytmus

Ich frage mich bei solchen Studien immer wieder, ob da auch mal der Unterschied zwischen Ländern mit und ohne Sommer-/Winterzeit oder zwischen Ländern am östlichen und am westlichen Ende einer Zeitzone betrachtet wurde. Wenn das ganze allein am Biorhytmus liegt, müssten sich da ja Unterschiede feststellen lassen (am östlichen Ende einer Zeitzone geht die Sonne ja ca. 1 Stunde früher auf als am westlichen Ende, d.h. der durch das Tageslicht gesteuerte Biorhytmus ist um 1 Stunde verschoben, ähnlich bei Sommer-/Winterzeit).

Wieviel Schlaf man bekommt, hängt schließlich nicht nur davon ab, wann man aufstehen muss, sondern auch davon, wann man ins Bett geht. Ich würde einfach mal behaupten, dass viele der Schüler oder Studenten, die über zu frühen Untericht klagen, bei späterem Unterichtsbeginn auch entsprechend später ins Bett gehen und damit genauso unausgeschlafen wären wie bei den jetzigen Regelungen.

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j.g.herder 07.05.2011, 10:53
6. !

Zitat von
Manche Schlafforscher und Chronobiologen halten daher den Unterrichtsbeginn um acht Uhr morgens mit Blick auf die spätere berufliche Karriere der jungen Menschen für wenig förderlich.
Unsinn, gerade im Hinblick auf die berufliche Karriere ist zu frühes Aufstehen mit den beschriebenen Folgen sogar doppelt förderlich! Das spätere Nutzvieh wird erstens schon früh daran gewöhnt, mechanisch dann aufzustehen, wenn es der Halter befiehlt, und dann verdammt nochmal den ganzen Tag zu funktionieren. Und dank fehlender "intellektueller Höchstleistungen" fängt auch keiner der Sklaven an darüber nachzudenken ob es wirklich der Sinn des Lebens sein kann, auf diese Weise ein bis zwei Drittel davon zu verschwenden, damit es einer Riege fein gekleideter Dickwänste weiterhin gut geht.

Guten Morgen! ;)

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vander1 07.05.2011, 11:03
7. Einfach mal richtig hinsehen!

Zitat von Lochblech.19
...Wie erklären denn Schlafforscher und Chronobiologen, dass wir immer älter werden (und durchaus ganz fit dabei sind)? ...
Wer verschiebt denn den Altersdurchschnitt nach oben, der Schichtarbeiter oder der Beamte?

Zum Thema, ich fühle mich dann am besten wenn ich genug Schlaf hatte und den Tag aktiv beginne. Also rechtzeitig schlafen gehen, entspannt schlafen. Nicht morgens einfach aus dem Bett rollen und dann loshetzen, sondern nach dem aufstehen ein kurzes Sportprogramm zum aufwachen und aktivieren des Kreislaufs. Alles ohne Zeitdruck und Stress. Anschließend habe ich das Gefühl viel mehr schaffen zu können.
Selbstverständlich ist das meine subjektive Wahrnehmung und für einen normalen Werktätigen außerdem unmöglich zu realisieren. Aber bei Studenten sollte es möglich sein, wenn aufs abendliche "Studentenleben" verzichtet.

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MartinHa 07.05.2011, 11:12
8. ...

Zitat von tl-hd
Wenn das ganze allein am Biorhytmus liegt, müssten sich da ja Unterschiede feststellen lassen (am östlichen Ende einer Zeitzone geht die Sonne ja ca. 1 Stunde früher auf als am westlichen Ende, d.h. der durch das Tageslicht gesteuerte Biorhytmus ist um 1 Stunde verschoben, ähnlich bei Sommer-/Winterzeit).
Ist sogar deutlich mehr als eine Stunde; sowohl das östliche Polen als auch das nordwestliche Spanien nutzen Mitteleuropäische Zeit. Die lokalen Zeiten sind aber ungefähr 2 1/4 Stunden unterschiedlich!

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CorvusCornix 07.05.2011, 11:14
9. ...

Zitat von tl-hd
Ich frage mich bei solchen Studien immer wieder, ob da auch mal der Unterschied zwischen Ländern mit und ohne Sommer-/Winterzeit oder zwischen Ländern am östlichen und am westlichen Ende einer Zeitzone betrachtet wurde. Wenn das ganze allein am Biorhytmus liegt, müssten sich da ja Unterschiede feststellen lassen (am östlichen Ende einer Zeitzone geht die Sonne ja ca. 1 Stunde früher auf als am westlichen Ende, d.h. der durch das Tageslicht gesteuerte Biorhytmus ist um 1 Stunde verschoben, ähnlich bei Sommer-/Winterzeit).
Das wäre in der Tat mal eine interessante Fragestellung.

Zitat von tl-hd
Wieviel Schlaf man bekommt, hängt schließlich nicht nur davon ab, wann man aufstehen muss, sondern auch davon, wann man ins Bett geht. Ich würde einfach mal behaupten, dass viele der Schüler oder Studenten, die über zu frühen Untericht klagen, bei späterem Unterichtsbeginn auch entsprechend später ins Bett gehen und damit genauso unausgeschlafen wären wie bei den jetzigen Regelungen.
Irrtum: kaum ein Mensch kann einschlafen wenn er nicht müde ist. Also einfach mal 2h früher ins Bett gehen, um dann 2h früher aufzustehen ist nahezu sinnlos. Die Jugendlichen machen es eigentlich richtig: sie werden gegen Mitternacht müde und gehen dann zu Bett. Ob Sie es glauben wollen oder nicht, würde der Unterricht 2h später beginnen, dann würden die jungen Leute diese Zeit eben nicht abends hinten dran hängen - die Jugend von heute ist vernünftiger, als ihr immer unterstellt wird und hört noch auf ihr Müdigkeitsgefühl.

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