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Langzeitstudie: Schwache Schüler gehen in starken Klassen unter
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Kinder, die von besseren Mitschülern umgeben sind, lassen sich schneller entmutigen als Schüler in leistungsschwachen Klassen. Die Folgen sind noch 50 Jahre später spürbar.

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fatherted98 17.10.2018, 07:58
1. in Zeiten...

...in denen man noch nicht mal genug Lehrer hat um einen Regelunterricht durchzuführen, in denen man auf Teufel komm raus die Integration von Behinderten Schülern in Regelklassen vorantreibt (unter der vor allem die dann nicht geförderten und ausgegrenzten Behinderten Schüler leiden), ist es wohl ziemlich naiv zu glauben das sich auch nur einer um leistungsschwächere Schüler kümmern wird.
Dazu bräuchte es Klassenstärken von 10 - 15 Schülern, möglichst mit zwei Lehrkräften pro Klasse.

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staubmantel 17.10.2018, 08:10
2.

"Schwache Schüler gehen in starken Klassen unter".... Ach nein, wer hätte das gedacht? Das ist seit Jahren bekannt, nur die Gesamtschulbefürworter wollen das nicht wahr haben, da es nicht in ihre Ideologie paßt.

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salomon17 17.10.2018, 08:12
3. Inklusion?

Das spräche massiv gegen den schulpolitischen Kurs, der in Deutschland zur Zeit gefahren wird (weg vom gegliederten Schulsystem, hin zur Einheitsschule). Wurde auch untersucht, wie gute Schüler in schwachen Klassen untergehen? Das ist nämlich nach meiner Erfahrung auch der Fall.

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Leser161 17.10.2018, 08:13
4. Verständlich

Verständlich, wer will schon immer korrigiert werden, dann geht man lieber auf Tauchstation.
Diese Erkenntnisse sprechen meines Erachtens jedoch gegen Inklusion von lernbenachteiligten Schülern und die Abschaffung der Hauptschule.
Wir sollten weg von Judge-a-book-by-the-cover (Inklusion=Gut, Hautptschüler=Arbeitsmarktungeeignet)

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phthalo 17.10.2018, 08:20
5. Wer hätte das gedacht?

Ich bin Lehrer und kann das bestätigen - auch ohne Studie.
Daher sind Gemeinschaftsschulen auch großer Unsinn!
Ach ja. Die Lehrer sollen gegensteuern und die schwachen Schüler gezielt fördern. So wird es während des Referendariats gelehrt und so auch gehandelt. Zumindest, bis das Ref vorbei ist. Danach ist dann Schluss damit, weil es aus Zeitgründen utopisch ist, so zu unterrichten. Da bekommt jeder Schüler den gleichen Arbeitszettel und wer dann stiller ist, weil er es nicht versteht, der bekommt dann die schlechteren Noten.

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central_wise 17.10.2018, 08:21
6. Wahnsinn

Und für diese Erkenntnis bedurfte es "Spezialisten".

Einfach Wahnsinn...

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martine-primus 17.10.2018, 08:21
7. aber es wird doch...

.. immer propagiert, dass die Gesamtschule, oder ISS soooo toll sei....

In den 80ern hab ich diese Erfahrung schon gemacht - auf einer Gesamtschule. Ich wollte Abitur machen, aber diese Schule war auch eine Ganztagsschule. Also landete ich dort. Dann kam die Pubertät und viele der Mitschüler (würde sagen: die Meisten) hatten an Schule eher weniger Interesse. Und man wollte nicht als Streber dastehen... ich glaube, aus der Klasse (oder genauer: Kerngruppe) von 33 Mitschülern hat eine Schülerin (Aussenseiterin) das Abitur gemacht. Ich bin dann einen Umweg gegangen und rate seitdem nur davon ab, auf eine ISS zu gehen, wenn man vor hat, das Abi machen zu wollen. Unsere drei Kinder sind aufs Gymnasium gegangen, und die allermeisten der Kinder haben es bis zum Abi durchgezogen, weil das Ziel eben dasselbe ist!

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irgendwieanders 17.10.2018, 08:21
8. Autsch

Das passt ja so gar nicht in die in Deutschland weit verbreitete Meinung, dass vor allem schwächere Schüler von einem gemeinsamen Unterricht mit Stärkeren profitieren.
Meine Beobachtung mit eigenen Kindern ging auch immer in die andere Richtung. Das Unterrichtsniveau wird von den Lehrern eher gesenkt, um die Spannungen und Frustrtionen in der Klasse zu minimieren.
Also, Schwächere profitieren dadurch nicht, aber Stärkere werden benachteiligt.

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Krokodilstreichler 17.10.2018, 08:22
9.

Angesichts dieser Ergebnisse macht es wohl wenig Sinn, höchstbegabte Schüler mit Hauptschülern in Gemeinschaftsschlen in eine Klasse zu stecken. Aber klar, man lässt ja auch keinen Sechsjährigen in der Nationalmannschaft mitspielen.

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