Forum: Leben und Lernen
Leben im Schnelldurchlauf: Ich, der Überflieger

Wie schnell darf die Jugend vergehen? Hinter einem Wunderkind steht manchmal auch eine wundersame Familie. Mirko Fillbrunn, 20, hat seine Schulzeit schon fast vergessen: Abi mit 14, Diplom mit 18, nun die Promotion in den USA - sein Leben rast dahin, nur fürs Achterbahnfahren bleibt keine Zeit.

Seite 10 von 10
Svenner80 11.11.2010, 11:35
90. Schwere Zeit

Zitat von chaoskatze
Wie mir das bekannt vor kommt! ... Was wunder, dass ich -endlich im Studium angekommen- die ersten 2 Semester überhaupt nicht Tritt fassen konnte. Ich war so an Ducken, Vorsicht, .....
Sie hatten's ja wirklich schwer. Also die Genies in der Schule, die ich kenne (und sorry für die Angeberei, aber ich war ein fauler Sack und habe 1,4 Abitur, bin auch net ganz schlecht gewesen), die wurden akzeptiert und keinesfalls gemobbt, solange die sich ansonsten halbwegs normal integrierten.

Wenn das Genie mal wieder völlig gelangweilt in Mathe rumsaß und auf eine plötzlich gestellt Frage der Lehrerin dennoch die richtige Antwort wusste, obwohl es im Geiste auf Planet Melmack schien, dann erntete es ein spöttisch-bewunderndes Lächeln der Klassenkameraden.

Vielleicht haben Sie ja auch selber was falsch gemacht.

Und von Hochbegabten, die an der Uni die ersten 2 Semester verzocken, habe ich auch noch nie gehört. Wann hat man es je besser im Leben? Endlich lernen was und soviel man will. Wenig Druck, da man den Stoff wie so oft schneller als die Kommilitonen versteht. Hat man Bock auf Party macht man das und besteht die Prüfungen trotzdem. Hat man Bock auf Lernen, guckt man sich was abgefahrenes an und schließt sich mit dem Dozenten kurz, der im Normalfall erfreut sein wird und einen weiter fördert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Svenner80 11.11.2010, 11:45
91. Hmm

Zitat von meerkatzeM
Dass der Schüler sein Abi mit Erfolg gemeistert hat und auch im Studium recht gut war, weist ihn sicherlich als grundsätzlich sehr intelligenten und lernfähigen Menschen aus. Ein "Genie" ist er deshalb aber noch lange nicht.
Ich bitte Sie, aber sicher ist er das.

Zitat von meerkatzeM
Keine Freunde zu haben und sich von Abendveranstaltungen, Drogen und Alkohol fernzuhalten, ist ja schon seit alters her als Erfolgsrezept aller Streber bekannt, mit denen Otto Normallerner trotzdem nicht tauschen möchte.
Es gibt Leute, die gehen einfach nicht gern auf Parties. Denen fehlt nichts. Und wenn er Sport macht und sogar DM im Badminton ist, zeigt dass doch, dass er durchaus was mit anderen Menschen anfangen kann.

Zitat von meerkatzeM
Trotzdem ist der Junge für das Berufsleben denkbar unqualifiziert. Denn was als Professor (und auch in vielen anderen Berufen) wirklich entscheidend ist, sind seine Sozialkompetenzen, das Networking, selbständiges Arbeiten und die Vermittlung von Wissen
Ach bitte, hören Sie auf mit dem Sozialkompetenz-, Netzwerk-Blödsinn. Klar geht's nicht ohne. Aber hier scheint es den Fall eines jungen schüchternen Menschen zu geben, der bisher sehr gut durch's Leben kam und einfach GUT ist. Man muss nicht alles kaputt reden.

Das Argument "keine Sozialkompetenz" ist doch nur das der Neider in diesem Fall. Wie sozialkompetent muss man mit 20 sein? "Networking, selbständiges Arbeiten und die Vermittlung von Wissen" - das kommt alles von selbst in den ersten Berufsjahren, machen Sie sich darüber mal keine Gedanken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ingmar E. 11.11.2010, 11:49
92. Die folgenden Fehler traten bei der Verarbeitung auf:

Zitat von person012
Können solche Leute Verständnis dafür aufbringen, wenn andere nicht ihr ganzes Leben in die Arbeit stecken wollen?
Niemand ist so intelligent und versteht dann nicht, dass es verschiedene LEbensentwürfe gibt um zufrieden mit zu sein.

Mein Banknachbar im Deutsch-LK war 15 in der 12.ten, ich glaub auch noch zum Abi. Mit 5 eineschult und 2 Klassen übersprungen.
Klar sagt der einem: "ich hätte in der Jugend auch gerne mit euch rumgehangen und Party gemacht". Aber er leidet nicht darunter, weil er ja noch extrem viel Zeit hat Versäumnisse da nachzuholen. Und er ist trotzdem ein super lockerer Mensch.

Über Hochbegabte zu urteilen aufgrund solcher Vorurteile ist doch armselig. Es gibt genug Studien die Nachweisen dass hoher IQ eben nicht mit niedrigem "EQ", nicht mit niedrigen sozialen Fertigkeiten einhergehen. Das Gegenteil ist der Fall.

Es sind nur Vorurteile, gestützt auf Ausnahmen, auf Inselbegabte völlig ohne soziale Kompetenz, und gestützt auf die Tatsache, dass Hochbegabte seltener gleichgesinnte finden und so als Einzelgänger enden (zwangsweise, nicht weil das ihre Natur ist!).

Die meisten Hochbegabten haben keinerlei Probleme im sozialen Miteinander und keine Defizite bei sozialer Intelligenz, eher im Gegenteil. Warum sollten sie auch? Die meisten Hochbegabten sind keine Savants oder Asperger-Autisten.

Zu Neid besteht trotzdem kein Anlass, jeder Mensch hat Sorgen und Nöte im Leben, und ein Hochbegabter hat mMn mehr mit erzwungenen Einzelkämpferdasein zu leben, weil Gleichgesinnte oft fehlen.

Es besteht Anlass zur korrekten Darstellung: Es ist jeder 50.te hochbegabt, sie haben ein Recht darauf wie andere Minderheiten auch, in der öffentlichen Debatte mit ihren Wünschen mal aufzutauchen.
Sie sind im großen und ganzen keine bemitleidenswerten sozial gestörte Inselbegabten, sondern ganz übliche normale Menschen mit einer so schnellen Auffassungsgabe, dass sie manchmal deswegen vereinzeln. Sie leiden unter der erzwungenen Vereinzelung, wie es jeder tun würde, wählen das aber nicht selbst.
Von aussen wird das einzelgängertum dann als selbstgewählt empfunden, welch Hohn.

Hochbegabte sind im großen Durchschnitt ganz normale Menschen wie Sie oder Ich, bloß halt mit einer sehr schnellen Aufassungsgabe.
Das meiste was über Hochbegabte verbreitet wird, sind nur Projektionen der Normalbegabten. So stellt man sich Hochbegabte vor, so sind sie aber nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
der b 11.11.2010, 17:28
93. So einfach ist das nicht.....

....regelmäßig wird über sog. Wunderkinder berichtet, viele reden mit und die allermeisten davon demonstrieren dabei deutlich, dass sie von der Sache wenig bis gar keine Ahnung haben. Je nach Definition gelten etwa 1-3% der Gesamtbevölkerung als hochbegabt, das wurde schon gesagt. Ob das im vorliegenden Fall so ist, weiß ich nicht, bezweifle ich aber. Denn: Soweit man hier lesen kann und ich weiß, ist Mirko ein Mathegenie, aber darüber hinaus kognitiv eher normalbegabt. Damit erfüllt er zumindest gängige Kriterien für Hochbegabung nicht.....in entspr. Tests nehmen andere Aspekte ebenfalls große Teile ein. Generell sind 2 Punkte wichtig zu klären.

1. 'Echte' Hochbegabte haben häufig erhebliche Probleme im Alltag, im Beruf, mit Menschen usw., ganz unabhängig von Asperger oder Savantismus/Savant Syndrome. Oft sind sie auch keineswegs herausragend (bspw. notentechnisch), sondern für Lehrer/Chefs eher ätzend, weil sie qualitativ anders ticken. Etwas anderes sind die Leute, die in bestimmten Domänen auffallen....sie erscheinen vielen Halblaien (darunter fallen oft Lehrer) als Genies, werden gepushed, dürfen auch Schwächen in anderen Bereichen haben (auch hier: Noten oft unauffälig im Schnitt).
2. Auch ein anderer Punkt sollte sehr kritisch betrachtet werden: 4 von 5 Kindern in Mirkos Familie haben mehr als eine Klasse übersprungen (natürlich alle in der gleichen Schule). Das ist weder statistisch (innerhalb der Gruppe der Mehrfachüberspringer) noch erbgenetisch zu erklären. Noch dazu sind solche überzufälligen Häufungen innerhalb einer Familie nicht ganz ungewöhnlich. Das zeigt deutlich: Die elterliche Förderung (positiv ausgedrückt) spielt eine ganz erhebliche Rolle bei dem Ganzen. Das Kind wird hierbei - trotz aller Genialität - vom Subjekt zum Objekt.

Nun könnte man fragen: Wen juckt's? Der Punkt ist: Sowohl der 'Überflieger' als auch die Gesellschaft leiden im Zweifel darunter. Entweder man scheitert (die Jobsuche in gewissen Branchen ist keineswegs einfach) oder man landet in hochangesehener Position und viele andere - an sich genauso gute - Leute bleiben auf der Strecke (Konkurrenz im jugendverliebten universitären Mittelbau). In diesen Positionen braucht man meist die Fähigkeit zum Blick über den Tellerrand (den bekommt man aberja schon in der Schule erspart, wenn man irgendwas außerordentlich gut kann). Viele hier behaupten: Der ist doch intelligent genug, solche Schwierigkeiten zu vermeiden. Ich spreche aus eigener Erfahrung und kenne darüberhinaus einige ähnliche Biographien und sage: Intelligenz alleine hilft da nicht. Aus der Überflieger-Romantik wird bei vielen spätestens mit 40 ein Horrortrip.
Ich wünsche Mirko alles Gute für Boston und danach, hoffe aber gleichzeitig, dass solche Berichte nicht dazu führen, dass derartige Lebensläufe zum Wunschtraum vieler Eltern für ihre Kinder werden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
melbo 11.11.2010, 18:14
94. ...

Wer um alles in der Welt stimmt zu, einen Artikel ueber sich verfassen zu lassen mit dem Titel "Ich, der Ueberflieger"? Wieviele Artikel von Nobelpreistraegern haben Sie schon gesehen namens "Ich, der Nobelpreistraeger"?

Jedes Jahr schliessen an zig Eliteuniversitaeten dieser Welt in jedem Fach eine Menge aussergewoehnlicher Studenten ihre Faecher mit Traumnoten ab. Irgendwann merkt man, dass es doch ziemlich viele sehr intelligente Leute auf der Welt gibt...die sich dann irgendwann dadurch auszeichnen, was sie zur Gesellschaft (darunter auch die Wissenschaft) beitragen - mal ungeachtet ihres Alters. Ich finde es z.B. nicht weniger beeindruckend, wenn jemand die gleichen Leistungen mit 35 bringt, nachdem er vielleicht erst spaet zu einem Studium gekommen ist! Leider ist Deutschland noch immer so altersfixiert - will der Artikel sagen, dass eine Leistung mehr Anerkennung verdient, wenn sie in juengerem Alter erbracht worden ist?

Es ist doch bloss eine Frage der Zeiteinteilung...Klar, wenn jemand noch 5 Hobbies hat, braucht er vielleicht bis 25 statt bis 18, das heisst aber nicht, dass er schlechter ist! Umgekehrt, wenn jemand eben so grosse Freude an der Mathematik hat dass er sich von jungen Jahren an hauptsaechlich damit beschaeftigt und dann diese Leistung mit 18 bringt, ist dagegen natuerlich nichts einzuwenden. Ich finde es aber weder beeidruckender noch weniger beeindruckend als dieselbe Leistung (ein Unidiplom!) in anderem Alter.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ingmar E. 11.11.2010, 19:41
95. Intelligente haben es nicht schwerer, hört mit Jammern auf!

Zitat von der b
1. 'Echte' Hochbegabte haben häufig erhebliche Probleme im Alltag, im Beruf, mit Menschen usw., ganz unabhängig von Asperger oder Savantismus/Savant Syndrome.
Finden sie mir eine Studie die das belegt. Es gibt mit der Studie von Terman (ja Kritik ist bekannt) ja eine die eher zum Ergebnis hat, dass hochbegabte psychisch und physisch gesünder sind und im sozialen Bereich durchschnittlich.

Wenn ich persönlich nicht zufrieden bin mit meinem Lebensweg such ich natürlich nach Erklärung, und da ist eine Hochbegabung ein dankbare Erklärung. Und klar, ein Teil der Hochbegabten hat je nach Umfeld sicher auch Nachteile, aber dass das für die Mehrheit gilt, hab ich bis jetzt noch nirgends vernünftig begründet gefunden.

Eher gibt es reichlich Studien dass zeigen dass die Korrelation beruflicher Erfolg/finanzielle Situation zu Intelligenz auch bei Hochbegabten gilt. Also das ist ja eher ein starkes Indiz, dass Hochbegabte es Hochbegabte im Durchschnitt leichter haben.

Der Intelligenzforscher Hameister behauptet auch dass Intelligenz und gutes Aussehen korrellieren, also auch hier eher ein Indiz dass es intelligentere leichter haben.


Vermutlich liegen viele Probleme daran, dass man sich zu sehr unter Druck setzen lässt, mit dem Schreckgespenst Underachiever. Klar können Hochbegabte mehr leisten wenn die Bedingungen stimmen, aber es kann auch jedem Menschen passieren, das ihm Hindernisse in den Weg gelegt werden. Ein üblicher Mensch sagt sich dann einfach: ok, waren halt nicht die besten Bedingungen, aber ich mach das Beste daraus.
Manch Hochbegabter kann sich aber von der Anspruchshaltung der Umgebung nicht befreien, und hadert dann mit den Bedingungen die ihm semi-optimal erschienen.

Die Menschen erwarten z.B. von mir (Krankenpfleger Intensivstation, Fernziel Master of Science of Nursing) dass ich Talente und gutes Abi nutze und Medizin studiere (wie der Herr Papa).

Ich muss aber nicht deren Ansprüchen genügen, und ich muss mir deren Ansprüche nicht zueigen machen. Es geht nicht darum seine Fähigkeiten möglichst gewinnbringend einzusetzen.

Wichtiger als großartige Leistungen für die Gesellschaft oder sonstwen zu bringen, wichtiger als das maximal mögliche Einkommen, ist doch sich wohl zu fühlen im Leben. Ich bin kein Underachiever nur weil ich das Ingenieursstudium (als Prüfungsbester in vielen Fächern) nach dem Grundstudium abbrach, oder jetzt kein Mediziner bin. Ich kann meine Hochbegabung auch als Pfleger auf der Intensivstation sehr sinnvoll einsetzen und reell Menschenleben damit retten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
der b 12.11.2010, 00:20
96. @Ingmar E.

Ich habe mich wissenschaftlich als Psychologe mit Hochbegabung (auch im interkulturellen Vergleich) beschäftigt und stimme Ihnen eigentlich in allen Punkten zu. Es gibt bspw. monographische Arbeiten von Michael Howe, die meine These stützen. Andererseits gibt es natürlich auch Daten, die dagegen sprechen, bspw. von Terman und seinen Schülern. Terman hat allerdings auch eine ganz ausgeprägte Meinung, die die Prämisse seiner Forschung war. Außerdem unterliegt eben auch Wissenschaft gewissen Moden, das ist diesen teilweise jahrzehntealten Befunden deutlich anzumerken....ganz generell kann man sagen, dass die Datenlage u. -qualität in dem Bereich relativ schlecht ist, auch aufgrund der vergleichsweise kleinen Population.
Meine Darstellungen hier beruhten mehr auf Beobachtungen, die ich bei Treffen von Mensa und der TNS gewann (bei letzterer wurden dazu auch intern Daten gesammelt), ich hatte auch versucht, dies zum Ausdruck zu bringen. Mein Anliegen ist keineswegs zu behaupten, hochintelligente Menschen seien unzufrieden oder häben es generell schwerer, aber ich plädiere dafür, Hochbegabung u.ä. sehr differenziert zu betrachten (was ist echte Hochbegabung und was einfach hohe Intelligenz?) und dagegen, sie (ähnlich der ADHD) als Modediagnose zu etablieren. Deswegen auch meine Skepsis gegen Dynastien von Hochbegabten......
Dieser Vorbehalt wird eigentlich auch durch meinen Vorposter unterstrichen: Seine Lebensphilosophie ("sich wohlfühlen im Leben" unabhängig von best. Erwartungen) finde ich absolut vorbildlich und beneidenswert (habe ich bisher noch nicht ganz geschafft), sie erfordert aber eine gewisse "Emanzipationsfähigkeit". Diese geht einigen Verordnet-Hochbegabten ab......ist aber wieder eher anekdotisch, sorry.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
AnnaAborigine 13.11.2010, 08:41
97. Unfassbar

Mir persönlich zeigt der Artikel, dass das Leben sog. "perfekter" hochbegabter Menschen nicht so sonnig ist, wie es scheint. Man denkt immer, der eine hat ein so viel besseres Leben als man selbst, beneidet ihn um bessere Zensuren etc., dabei vergessen wir jedoch dass man nicht alles haben kann und diese Überflieger doch ganz schöne Abstriche in ihrem Leben machen mussten und auf vieles, was für die meisten normal ist, verzichten mussten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
F11182 16.11.2010, 15:00
98. Genies scheitern wegen mangelnder Erfahrung

Vorweg, die gute Silvia Dahlkamp scheint ja ganz angetan zu sein, von unserem braunäugien, braven Titelhelden :-) Da liest man ja einen ganzen Roman zwischen den Zeilen.

Zurück zum Thema. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Hochbegabte bei der Jobsuche abgelehnt werden, da Sie zu Ihrer überragenden fachlichen Qualifikation, leider nicht die entsprechende Erfahrung mitbringen. Oft setzten Sie selbst Ihr Wissen und Ihre Intelligenz mit Erfahrung gleich, was ein fataler Trugschluss ist. Erfahrung und Reife sind meist viel wichtiger als fachliche Kompetenz. Es nützt keinem Rennstall ein Spitzenauto zu haben, wenn man einen jungen unerfahrenen Fahrer hineinsetzt.

Ein Ungleichgewicht zwischen Erfahrung und Intellekt führt oft auch zu psychischen Problemen, da man intellektuell seiner eigenen persönlichen Entwicklung weit voraus ist. Manches im Leben kann man aber erst mit der nötigen Erfahrung und Reife richtig verstehen oder in die eigene Persönlichkeit integrieren.

Es gibt viele Meinungen zu diesem Thema, auch die der Nichteinmischung in die natürliche Entwicklung eines Kindes, was nicht die Förderung der Begabungen und Bedürfnisse ausschließt. Ich selbst bin 28 Jahre alt und denke so über dieses Thema aufgrund eigener Erfahrungen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
F11182 16.11.2010, 15:00
99. Genies scheitern wegen mangelnder Erfahrung

Vorweg, die gute Silvia Dahlkamp scheint ja ganz angetan zu sein, von unserem braunäugien, braven Titelhelden :-) Da liest man ja einen ganzen Roman zwischen den Zeilen.

Zurück zum Thema. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Hochbegabte bei der Jobsuche abgelehnt werden, da Sie zu Ihrer überragenden fachlichen Qualifikation, leider nicht die entsprechende Erfahrung mitbringen. Oft setzten Sie selbst Ihr Wissen und Ihre Intelligenz mit Erfahrung gleich, was ein fataler Trugschluss ist. Erfahrung und Reife sind meist viel wichtiger als fachliche Kompetenz. Es nützt keinem Rennstall ein Spitzenauto zu haben, wenn man einen jungen unerfahrenen Fahrer hineinsetzt.

Ein Ungleichgewicht zwischen Erfahrung und Intellekt führt oft auch zu psychischen Problemen, da man intellektuell seiner eigenen persönlichen Entwicklung weit voraus ist. Manches im Leben kann man aber erst mit der nötigen Erfahrung und Reife richtig verstehen oder in die eigene Persönlichkeit integrieren.

Es gibt viele Meinungen zu diesem Thema, auch die der Nichteinmischung in die natürliche Entwicklung eines Kindes, was nicht die Förderung der Begabungen und Bedürfnisse ausschließt. Ich selbst bin 28 Jahre alt und denke so über dieses Thema aufgrund eigener Erfahrungen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 10 von 10