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Lehren aus dem Schavan-Urteil: Verleiht den Doktor auf Zeit
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Annette Schavan hat den Kampf um ihre akademische Ehre vor Gericht verloren. Die Plagiatsaffäre offenbart die Schwächen des Promotionswesens. Höchste Zeit, dass die Unis Konsequenzen ziehen - und den Doktor nur noch auf Zeit verleihen.

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nizza123 20.03.2014, 17:04
1. Qualitätsjournalismus

"Die Zahl der Doktorarbeiten an deutschen Universitäten lässt darauf schließen, dass vieles einfach durchgewinkt wird: Etwa 25.000 Doktoren verlassen Jahr für Jahr die Unis, nur ein Bruchteil will wirklich in der Wissenschaft bleiben und forscht mit echtem Interesse." - Was für ein Idiotensatz schon als Aufreisser!

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jayan 20.03.2014, 17:07
2.

Also für Frau Schavan kann ich mich nur Fremdschämen. Deshalb ab in den Vatikan dort gibt es soviel Filz da fällt sie nicht mehr auf und ihr Anblick in Talkshows bleibt uns hoffentlich erspart.

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Tajee 20.03.2014, 17:08
3. Blödsinn...

Der Blödsinn wurde hier von Manuel Theisen schon mal verbreitet, mit der Wiederholung wird es nicht besser: "Nach zehn Jahren verlängert sich automatisch das Recht, den Dr. zu tragen - es sei denn, es tauchen Belege dafür auf, der Autor habe geschummelt." Und wer prüft diese Beleg, oder führen diese ungeprüft zum Verlust des Titels? Und wie ist es mit Diplomen, Master und Bachelor-Abschlüssen? Bei der weitaus größeren Zahl an Dimplomarbeiten ist es wohl noch sehr viel wahrscheinlicher, dass dort geschummelt wird. Sollen diese Abschlüsse auch nur auf Zeit verliehen werden?

Das Grundproblem sind externe Doktoranden, die den Titel gerne auf der Visitenkarte tragen (vornehmlich Politiker), für die Erstellung der Dissertation aber eigentlich keine Zeit und Lust haben sowie Professoren, die sich gerne mit diesen Doktoranden schmücken und die Politbeziehungen sichern (da werden wohl auch später ein paar Gutachten abfallen).

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plagiatejäger 20.03.2014, 17:08
4. Ehre und Partei - Guttenberg Maß aller Dinge

Es ist bezeichnend für die Ehre der CSU, daß die den größten Dissertationsplagiator nicht aus der Partei geworfen hat. Eine kleine Schavan, die die Nobelpreisträger in Deutschland wohl gut begleitet hat, sollte aber nicht versuchen irgendwie einen katholischen Professortitel zu nutzen, wenn der Doktortitel entzogen wurde. Einmal Ehre weg immer weg, es sei denn man ist Amigo in der CSU... oder im Fußballverein.

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gsm900 20.03.2014, 17:09
5. Noch so ein unpromovierter Neidhammel

Zitat von sysop
Annette Schavan hat den Kampf um ihre akademische Ehre vor Gericht verloren. Die Plagiatsaffäre offenbart die Schwächen des Promotionswesens. Höchste Zeit, dass die Unis Konsequenzen ziehen - und den Doktor nur noch auf Zeit verleihen.
vermute ich mal.

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christoph bode 20.03.2014, 17:09
6. So ein Unsinn!

Frau Schavan hat plagiiert, also betrogen. Wieso sollte deshalb das Promotionsrecht geändert werden? Hier geht ja wohl einiges durcheinander. Wie bei dem Kollegen, der allen Ernstes meinte: Plagiat ist ein Regelverstoß. Wissenschaftlicher Fortschritt ist manchmal an Regelverstöße gebunden. Ergo... Also, hier werden vor allem die Regeln des logischen Schlussfolgerns verletzt.

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happydwarf 20.03.2014, 17:11
7.

Zitat von sysop
...Der pragmatischste und sinnvollste stammt aber vom Wirtschaftsprofessor Manuel Theisen: Er fordert den Doktortitel auf Zeit. Nach zehn Jahren verlängert sich automatisch das Recht, den Dr. zu tragen - es sei denn, es tauchen Belege dafür auf, der Autor habe geschummelt...
Noch besser wäre es, die werten Doktoren würden ihren wissenschaftlichen Beitrag zur Gesellschaft alle 10 Jahre nachweisen. Andernfalls wird der Titel nicht verlängert.

Der Artikel hat es doch schon angedeutet: Es wird zuviel gelabert und zuwenig geforscht in diesem Land.

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Reziprozität 20.03.2014, 17:12
8. Hier könnte ihr Titel stehen ... ;-o

Zitat von sysop
Annette Schavan hat den Kampf um ihre akademische Ehre vor Gericht verloren. Die Plagiatsaffäre offenbart die Schwächen des Promotionswesens. Höchste Zeit, dass die Unis Konsequenzen ziehen - und den Doktor nur noch auf Zeit verleihen.
Wozu all diejenigen unter Generalverdacht stellen, die sich ihre Promotion durch harte Arbeit ehrlich verdient haben? Es ist die akademische Selbstkontrolle, bei der es hakt, desinteressierte Promotionsbetreuer und Gutachter, die zumeist ermangels Zeit alles durchwinken was nicht auf den allerersten Blick nach Murks aussieht sind da nur die Spitze des Eisbergs. Die Qualitätskontrolle versagt zudem nur ein einigen wenigen Fachbereichen, wieviele Plagiate bei naturwissenschaftlichen Dissertationen sind denn bspw. bis anhin gefunden worden? Hm?

Genau da sollte Wissenschaftspolitik, sollten die Gremien der Hochschulen und Universitäten ansetzen. Eine allgemeine Befristung für alle Promoventen ist sachlich einfach nicht begründbar.

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doitnow 20.03.2014, 17:12
9. Die einzige Lösung..

..ist es einfach weniger Titel zu vergeben und die nicht-wissenschaftlichen Anreize für einen Doktorgrad zu eliminieren!
Angefangen damit, dass der Name nicht mehr öffentlich geführt werden darf und dass Doktoren nicht mehr verdienen dürfen, als gleichwertige Berufskollegen ohne diesen Titel!
Der Doktortitel auf Zeit ist eine Milchmädchenrechnung, denn auch bei diesem muss das Plagiat noch nachgewiesen werden, um a) die automatische Verlängerung zu unterbinden und b) werden wohl die wenigsten Plagiate pünktlich zum 10./20. oder 30. Jubiläum auffliegen!

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