Forum: Leben und Lernen
Lehrer-Umfrage: Zu wenig Demokratie in der Schule
DPA

Schüler sollen demokratische Werte lernen, so steht's in den Schulgesetzen. Doch das Fach Demokratie findet sich nicht auf dem Stundenplan. Eine neue Studie zeigt, wie vernachlässigt das Thema im Schulalltag ist.

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slartibartfass2 16.11.2018, 17:47
50. Familie Bertelsmann...

Familie Bertelsmann spielt also wieder Bildungsinnovator - prima. Studiengebühren... hat nicht geklappt... Bologna-Prozess... eine einzige Katastrophe... G8-Abitur... will keiner und ist sinnfrei... Nun aber! Demokratie. Da will uns eine undemokratische Institution, die sich mittlerweile als Ersatz eines Bundesschulministeriums daherkommt nun also erzählen wie wahre Demokratie anerzogen werden soll... Monty Python hätte es nicht besser erzählen können.

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slartibartfass2 16.11.2018, 17:58
51. Ganz ehrlich...

Ganz ehrlich? Das was sie beschreiben, ist ein ganz schlimmer Abklatsch vin Demokratie. In der Schule gibt es keine echte Demokratie. Echt demokratisch wäre eine Schule, wenn die Schüler den Lehrkörper bestimmen könnten. Ob das eine gute Idee wäre, steht auf einem anderen Blatt. Die von Ihnen geschilderten demokratischen Elemente suggerieren Demokratie, sind aber keine Beispiele dafür. Wenn man jemanden wählt, wie z.B. Klassensprecher, der über keinerlei wirklichen Entscheidungsspielraum verfügt, hat höchstens nur das Wahlprozedere erwas von Demokratie zu tun, mehr aber auch nicht.

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slartibartfass2 16.11.2018, 18:17
52. Es könnte sein...

Zitat von olicrom
Die Selbstgerechtigkeit mancher Foristen verschlägt einem wirklich die Sprache. Und ihre offensichtliche Ferne zur Realität an den Schulen auch. Die mir gerade ganz aktuell in einem langen Gespräch mit dem Lehrer meines Kindes an einem Gymnasium Klasse 7 vor Augen geführt wurde: Mindestens 90% der Kinder fehle nicht nur radikal jede Art von Vorbildung zu den Themen Staat und Politik der Gesellschaft , in der sie leben. Sondern in gleichem Masse auch jegliches Interesse an diesem Thema. Das ist das, was sie von zu Hause mitbringen. Faktisch bedeutet das es fehlt im Grunde jede Voraussetzung, um Demokratie persönlich auch nur im Ansatz aktiv mit Leben füllen zu können. Oder anders formuliert: Das Demokratiedefizit wird nicht nur durch Migration und den deutschen Osten manifest, sondern ist längst auf dem Weg in die Mitte und den Kern. Alle die da nun von "Indoktrination" und "Raushalten" der Schulen faseln, arbeiten an dieser katastrophalen Erosion kräftig mit. Über AfD-Erfolge braucht sich dann aber auch niemand mehr wundern.
Nun, die Ostdeutschen mit einem allgemeinen Demokratiedefizit unter Verdacht zu stellen bei der einzigen friedlichen Revolution in der deutschen Geschichte... ich finde Ihre Argumentation unerträglich arrogant. Im Gegensatz zu den Bewohnern der alten BRD, haben die Leute in der DDR für (!) die Einführung ihrer Demokratie gekämpft. Bei uns Wessis haben wir gar nichts dazu getan - das haben unsere damaligen Besatzer für uns erledigt. Und - das mag Ihnen nicht gefallen - die AfD ist als Korrektiv entstanden aufgrund einer fundamentalen Fehlentwicklung in der Asyl- und Einwanderungsfrage; das ist tatsächlich gelebte Demokratie. Man muss kein Freund der AfD sein, aber dass es die Möglichkeit gibt eine neue Partei zu gründen, ist an sich doch ein gutes Zeichen für unsere Demokratie.

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petra_tisch 18.11.2018, 22:02
53. Welche Demokratie?

In der Schule gibt es an sich schon keine Demokratie. Schüler haben keine Wahl in die Schule zu gehen. Sie können nicht bestimmen welche Themen sie bearbeiten. Sie dürfen sich meißtens nur in den kurzen Pausen austauschen. Ihnen wird ein Schulprogramm übergestülpt das kaum Raum für eigene Gestaltung läßt.

Manchmal sind Lehrer aber durchaus bereit Schüler anzuhören. Das ist jedoch sehr von der Lehrperson abhängig. Ihr Schüler versucht euch gehör zu Verschaffen zu euren Themen, redet mit Lehrern und Schulleitern über Demokratie und fordert eure Rechte auf Mitbestimmung in der Bildung ein!

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austenjane1776 19.11.2018, 22:10
54. Auch Aufgabe der Eltern

Kinder sind bis zur Schule zu 100% ihren Eltern überlassen. Während der Schule stehen jährlich ca 40 Wochen mal ca 30 U-Stunden = 1200 Unterrichtsstunden gegen ca 5000-6000 Wachstunden unter dem Einfluß der Eltern.
Bertelsmannegitiert hier wie gewohnt gegen unsere Schulen - aber die Eltern haben gemäß Art 6 grundgesetz die Verantwortung für die Erziehung ihrer Kinder - und Demokratie gehört dazu. Vorgesehen ist schulrechtlich, dass Eltern und Schule dabei an einem Strang ziehen.

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