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Lehrer-Umfrage zur Inklusion: Behinderte Schüler? Bitte nicht in meiner Klasse
DPA

Eine neue Umfrage zeigt: 41 Prozent der Lehrer lehnen den gemeinsamen Unterricht von Schülern mit und ohne Behinderung ab. Vor allem die Gymnasiallehrer möchten mit Förderschülern nichts zu tun haben.

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brunnersohn 20.05.2015, 10:08
40. Wer behinderten Kinder unter dem Deckmantel

der Inklusion die bestmögliche Förderung an extra eingerichteten Fördereinrichtungen verweigert und die Kinder einfach wahllos auf andere Schulen verteilt, der gefährdet das Kindswohl. Wer das Kindswohl gefährdet muss strafrechtlich verfolgt werden ohne wenn und aber..
Was sagen denn die Jugendämter dazu?

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EmilSonnemann 20.05.2015, 10:08
41.

Zitat von peschi.mittelamerika
vor mehr als 25 Jahren haben wir uns als Eltern und die Klassenlehrerin stark gemacht für die Aufnahme eines körperlich und auch mental behinderten Mädchens – gegen den erbitterten Widerstand der Schulverwaltung. ...
" ... Wann begreift Deutschland endlich, dass alle ein Recht auf Förderung habe, ob Menschen mit Lernschwächen oder „Hochbegabte“, und dass es die verdammte Pflicht des Staates ist, alle mit adäquaten, finanziellen, insbesondre mit personellen Mitteln auszustatten, zu fördern! und nicht nur Schulen, Gymnasien, Hochschulen mit neuen Etiketten zu versehen? ..."

Genau das ist der Punkt! Da fehlt es aber am gesellschaftlichen Willen.

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heidi-glump 20.05.2015, 10:09
42. Warum nur so negativ

Zitat von Brutella
Wieder mal ein Beispiel von linker Meinungsmanipulation und ideologischem Wunschdenken: Die UN Resolution fordert "nur" das Recht an der Möglichkeit zur Teilnahme an unent*geltlichen und oblig*a*torischen Grund*schu*lun*ter*richt oder am Besuch weit*er*führen*der Schulen. Da steht nichts davon dass man dies nur mit gemischten Klassen erreichen kann. Diese Konvention bezieht sich auf Länder die gar keinen Schulunterricht für Behinderte anbieten. Diese Konvention kann sehr wohl mit den derzeitigen speziell auf Behinderte zugeschnittenen Schulen erreicht werden. Sollen geistig Behinderte auch noch in Hörsälen der Unis zur Dekoration sitzen, und körperlich Behinderte Lukas Podolski in der Nationalmannschaft ersetzen? Und irgendwann werden die auch noch einen gleichwertigen Diskurs der Tübinger Versuchsaffen mit ihren Professoren fordern. Und was ist mit dem Bundestag? Warum sitzen dort nicht geistig Behinderte. Ja, hm... Irgendwann muss auch noch dem letzen linken Träumer aufgefallen sein, dass diese Welt aus Individuen besteht. Und diese sind nicht gleich, können nicht gleich gemacht werden und wollen auch nicht gleich gemacht werden.
Wie können sie nur diese Initiative so schlecht reden. Natürlich ergibt es einen Sinn, Behinderte an allen Schulen und wegen mir auch an den Unis gleichberechtigt teilnehmen zu lassen. Warum sollten geistig Behinderte nicht auch im Bundestag sitzen. Ich denke auch, dass man für alle Berufe feste Quoten für alle Behinderte haben sollte. Warum sollten den nicht in einem Ballett auch Rollstuhlfahrer mitmachen können. Und warum haben wir nicht schon längst gemischte Teams beim Fußball. Ich fände das super.

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Leser161 20.05.2015, 10:09
43.

Zitat von EmilSonnemann
... Im Kern geht es darum, dass Behinderten der Zugang zu Bildung nicht erschwert werden darf. ...
Und inwieweit versperrt eine Sonderschule in denen die Kinder individuell gefördert werden den Zugang zu Bildung?

Versperrt nicht eher dekoratives Herumsitzen in einer Gymnasialklasse dem Behinderten Zugang zu Bildung?

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ni_maitre_ni_dieu 20.05.2015, 10:12
44. bitte mal aufmerksam lesen

Zitat:" Eine Mehrheit von 55 Prozent findet sogar, dass alle Sonderschularten bestehen bleiben sollten - also auch Schulen für behinderte Kinder, die verhältnismäßig leicht in den Unterricht an einer normalen Schule integriert werden könnten."
Bei einer geistigen Behinderung kann man durchaus noch diskutieren, inwieweit eine Teilnahme an der Regelschule möglich ist, wobei man auch hier sich die Behinderung genau anschauen sollte. Eine LRS oder Dyskalkulie ist noch kein Grund, das Gymnsium nicht zu besuchen.
Das obige Zitat zeigt aber, dass Lehrer selbst Schüler ablehnen, die trotz ihrer Behinderung dem Unterricht folgen könnten. Das kann der Rollstuhl sein, dass kann eine Seh- oder eine Hörbeeinträchtigung sein. Mit welchem Recht sollte diesen Kindern die bestmögliche Ausbildunng verwehrt werden? Ja, das bedeutet im Zweifelsfall, dass Lehrer ein bisschen Rücksicht nehmen müssen. Das bedeutet aber auch, dass die Klassenkameraden soziales Verhalten lernen und Schwächeren helfen.
Wer allerdings von linker Gleichmacherei faselt und stolz auf sein Elitendasein ist, dem ist natürlich Rücksichtnahme und soziales Verhalten fern.

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hape72 20.05.2015, 10:15
45. Ich vermute andere Ziele

So kann die "Elite" weiterhin ihre Sprösslinge in teuren Privatschulen unterrichten lassen während das allgemeine Bildungsniveau immer tiefer sinkt!

Eine Kette ist so stark wie das schwächste Glied. Vorsorglich sorgt man von oben für einige Sollbruchstellen.

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kratzdistel 20.05.2015, 10:24
46. irrig

ihre frau ist auch gleichberechtigt und wäre es früher nicht gewesen. behinderung ist nicht gleichzusetzen mit geistesschwäche. lernen ist ein komplizierter neurobiologischer vorgang. was einem vorenthalten wird, kann auch nicht erlernt werden. ich komme wieder auf die frauen, die nach alter auffassung für technisch
wissenschaftliche berufe nicht so geeignet erschienen. heute sind sie bauleiterinnen auf Großbaustellen, Verputzerinnen auf Baustellen, leitende polizeibeamtinnen
professorinnen in naturwissenschaftlichen fächern usw.
.

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Martin Ogger 20.05.2015, 10:33
47. Schultypen

Mal ein Beispiel aus dem Alltag einer Förderschule:

Eine Klasse besteht hier aus zehn Schülern und, zusammen mit Unterrichtshilfen, PU und Referendar, 5 Erwachsenen.
Schüler A schreit ununterbrochen in wechselnder Lautstärke, 4 Stunden am Stück. Schüler B im Rollstuhl hat massives Übergewicht und muss beim Toilettengang von drei Erwachsenen begleitet werden. Schüler C und D (EH) sind eigentlich nicht geistig behindert, sondern ein klarer Fall für die Lernförderschule, verweigern sich dem Unterricht allerdings komplett, stören, bedrohen, klauen, schlagen. Schüler E neigt zu unkontrollierbaren Gewaltausbrüchen und hat bereit eine Lehrerin dauerhaft arbeitunfähig geprügelt. Schüler F und G sind klassisch geistig behindert und können am Ende ihrer Schulbesuchszeit wohl bis 10 zählen. Schüler H verletzt sich selbst, versucht ständig aus dem Fenster zu springen. Schüler I braucht ständige medizinische Kontrolle. Und Schüler J kommt nur zu kostenlosen Vergünstigungen der Schule (Frühstück, Mittag, Feste, Veranstaltungen) und ist krankhaft kleptomanisch.

Welcher Schüler soll es denn für die Gymnasialklasse sein?

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usa911 20.05.2015, 10:40
48. Man sollte bitte schon diferenzieren...

Körperlich Behinderten, die die gleiche Aufnahmefähigkeit wie nicht körperlich Behinderte Kinder haben sollten umbedingt integriert werden, denn da ist die Leistungskompetenz die gleiche. Bei Schülern, die eine geistige Behinderung haben und nicht die gleichen geistigen Vorraussetzungen haben, bringt eine normale nicht die Förderung, wie sie die an den Sondernschulen bekommen, da die Lehrer dort auf deren Bedürfnisse hin ausgebildet sind. Da sollte man doch bitte schon unterscheiden, denn nicht jeder hat die gleichen Vorraussetzungen, selbst wir normalos unterscheiden uns von der Geistigenreife stark. (Trotzdem sind alle Behinderten ein genauso wichtiger Teil der Gesellschaft wie jeder andere auch!)

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nica27 20.05.2015, 10:40
49. ...

In Deutschland werden geistig normale Kinder mit körperlichen Behinderungen systematisch am Besuch von normalen Schulen ausgeschlossen. Für viele Lehrer und andere Schulbehördenmitarbeiter bedeuteten körperliche Einschränkungen gleich auch geistige, selbst wenn das erwiesenermaßen falsch ist. Ich habe im Urlaub Leute kennengelernt die mir folgenden Fall schilderten: Kind saß im Rollstuhl konnte aber auch kurze Strecken mit Krücken laufen, die Schuluntersuchung ergab normale geistige Fähigkeiten, dennoch wurde die Sonderschule empfohlen. Zum Glück haben die Eltern das nicht akzeptiert und konnten sich durchsetzen.

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