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Lehrer zum Streikverbot: "Ich bin lieber verbeamtet, als zu streiken"
DPA;Privat

Das Bundesverfassungsgericht prüft das Streikverbot für Beamte, die Entscheidung hat weitreichende Konsequenzen. Das sagen Betroffene.

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dodgerone 17.01.2018, 18:33
1.

Der Beitrag zeigt leider die ganze Vielfalt von Beamten und Angestellten (im gleichen System). Diese Ungleichbehandlung ist eine riesen Sauerei.

Meine Frau ist selbst Lehrerin und der Einblick in dieses System ist erschreckend und anwiedernd. Ob es nun um ungleiche Bezahlung von Angestellten und Lehrern geht (am besten noch bei gleichen Aufgaben im gleichen Bereich) oder Arbeitsverteilung geht.

Aber ob mit oder ohne Streikrecht... an diesem mittelalterlichen System wird sich nichts ändern.

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Velbert2 17.01.2018, 18:42
2. Beides geht nicht

Streiken können wollen und gleichzeitig Beamte sein, das geht nicht. Schliesslich sind Beamte unkündbar. Als Angestellte könnten sie zwar streiken, könnten aber gekündigt werden. DIese Rosinenpickerei, d.h. das Unangenehme nicht akzeptieren, aber das Angenehme aber gerne annehmen, das geht in einer solidarischen Gesellschaft auf die Dauer nicht.

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charly05061945 17.01.2018, 18:45
3. Wo ist das Problem?

Verbeamtete Lehrer die für sich das Recht auf Streik in Anspruch nehmen möchten sollten ganz einfach in das Angestelltenverhältnis wechseln. Als sie die Beamtenlaufbahn einschlugen dürfte ihnen (ich gehe davon aus dass Lehrer zumindestens mit einem Mindestmaß an Intelligenz gesegnet sind) bekannt und bewusst gewesen sein dass sie damit auf das Streikrecht verzichten. Dieser nunmehr ausbrechende Streit entspricht der heutigen Rosinenpickereitentenz frei nach dem Motto: "Jedem das Seine und mir das Meisste"!!

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R.Ts 17.01.2018, 18:47
4. Ich will auch kein Streikrecht

Ich finde, dass Lehrer kein Streikrecht haben sollten, aber es sollten ALLE (!) Lehrer verbeamtet werden. Man denke sich, dass die Lehrer bei den Zeugniskonferenzen und vor allem dem Landes-Abitur streiken. Täten dies alle Lehrer, wäre bei genügender Dauer für einen ganzen Jahrgang mindestens ein Semester verloren, da die Schüler kein Abitur bekommen hätten.

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ClausB 17.01.2018, 19:09
5. Ganz egal, wie das Bundeverfassungsgericht entscheiden wird:

Das völlig überholte Berufsbeamtentum gehört abgeschafft bis auf wenige Stellen mit "hoheitlichen" Aufgaben, wie zB Polizei, Militär und ähnlichen Sparten. Dies wird aber in D kurz -oder langfristig nicht geschehen, die Lobby der Beamten ist zu stark und im Bundestag und den Länderparlamenten, wo die Gesetze gemacht werden, sind Beamte überproportional vertreten.
Vielleicht irgendwann mal in der Zukunft, wenn die Gehälter und vor allem die Pensionen mit jeweils ihren Vergünstigungen und Beihilfen den Rahmen der Haushalte sprengen werden auf Bundes und Landesebene.

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hadwerker 17.01.2018, 19:11
6. Verbeamtete Lehrer

Es ist schon komisch, es geht nicht ums Geld. Das ich nicht lache. Wenn es nicht ums Geld geht, dann empfehle ich einen Wechsel ins Angestelltenverhältniss. Welcher normal verdienende Arbeitnehmer kann sich einen Prozess leisten, das können nur gutsituierte Beamte. Es ist ja für sie auch keine Risiko vorhanden. Der normale Arbeitnehmer kann sich danach schon mal auf die Kündigunge vorbereiten. Ich höre immer ,wie sehr Beamte arbeiten, z.B Schularbeiten korrigieren. Viele Beamte machen Dienst nach Vorschrift, haben kein Rissiko, werden regelmässig in höhere Gehaltstufen befördert und vor der Pension gibt es noch eine Gefälligkeitsbeförderung. Sie können ein Jahr am Auszeit nehmen, zahlen weniger z.B. bei Versicherungen, haben fette Pensionen, werden wegen psychologischen "Problemen" arbeitsunfähig und gehen früher in Ruhestand. Sie zahlen nicht für ihre Pension. Welche normale Arbeitnehmer hat diese Privilegien. Ich bin wirklich für ein Streikrecht der Beamten, aber bei gleichzeitigen Wegfall der vielen Privilegien oder zumindest der Pflicht in die Renten und Pensionskassen einzuahlen zu müssen.

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dietmarrottmann 17.01.2018, 19:14
7. Die Lehrer

Was aber ist mit den Beschäftigten der Tendenzbetriebe?
Warum dürfen die Angestellten der Kirchen nicht streiken?

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oidahund 17.01.2018, 19:15
8.

Niemand wird gegen seinen Willen verbeamtet und jeder der verbeamtet wird, der weiß was dies bedeutet. Auf der einen Seite Streikrecht, gesetzlich Renten- und Krankenversicherung und kündbar sein - auf der anderen Seite kein Streikrecht, uU etwas mehr Arbeitsstunden, Beamtenversorgung und unkünbar sein. Dies Rumgehacke auf dem Streikrecht wird im Endeffekt dazu führen, dass Sozialarbeiter und Lehrer nur noch in ein Angstelltenverhältnis übernommen werden. Dann kann sich Ver.di auf die Schulter klopfen. Aber ob es mehr Mitglieder bringt wage ich zu bezweifeln.

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nawai 17.01.2018, 19:26
9.

"Ich habe gestreikt, damit meine vorgeschriebene Arbeitszeit leicht gesenkt wird". Haha noch weniger Arbeitszeit und Lehrer brauchen gar net mehr zur Schule zu kommen. Da sieht man mal wieder wie weit Lehrer von der tatsächlichen Arbeitswelt abgeschnitten sind. Also bitte gebt ihnen das Streikrecht und nehmt ihnen den Beamtenstatus. Lehrer sollen bitte nach Leistung eingestellt und gehalten werden. Wenn ein Lehrer nach 25 Jahren sagt, so jetzt gehe ich in den Unterricht und les Zeitung, so muss man solche Lehrer entlassen, um der Schüler willen. Das Beamtenverhältnis ruft gerade zu, zur Schlechtleistung auf und erzeugt auch ungleiche Bezahlung. Lehrer müssen besser bezahlt werden und das muss öffentlich debattiert werden und nicht im Hinterzimmer der Minister.

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