Forum: Leben und Lernen
Lehrergeständnis: Ein paar Störenfriede - und die Mitschüler weinen
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Kooperativ, aufgeweckt, interessiert - von solchen Schülern träumen Lehrer. Doch wer zu gut erzogen ist, kann im rauen Schulalltag untergehen. Unser Autor ist Lehrer und sagt: Schuld daran bin auch ich.

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domino3116 24.01.2019, 21:41
140. Und es ist wahr, dass es das gibt.

Zitat von ole#frosch
Da kann jemand also nur mit fleißigen und höflichen Schülern. Denen kann ich auch alles bis zur 10 Klasse beibringen möchte ich behaupten. Lehrer aber studieren und machen Praktika und dann sind sie überfordert, wenn die Kinder nicht brav Danke sagen für das tolle Bildungsangebot. Peinlich. In meiner Realschulklasse ging es mitunter auch laut und unruhig zu. Es gab Problemschüler, vorallem in der 6., 7. und 8. Klasse. Aber einige Lehrer hatten Wege dies in den Griff zu bekommen, andere nicht. Lag es nun nur an lernunwilligen Kindern oder auch an unfähigen Lehrern. Wäre super, wenn alle Kinder höflich, schlau und fleißig sind. Ist aber Utopie und als Lehrer sollte ich das wissen und einen entsprechenden Plan haben, was ich mache, um lernen möglich zu machen.
Auch Bauingenieure haben studiert. Und Sie haben recht, da gibt es gute und schlechte. Und die von Genua, ich meine von einiger Zeit gehört zu haben, dass da eine Brücke nicht mehr steht. Und ja, die Hinterbliebenen der Todesopfer sind auch zu Recht wütend. Auch gibt es da Ingenieure, die bauen Dieselmotoren- und weil sie die vorgesetzten Grenzwerte nicht einhalten können, manipulieren.
Ja, so ist das. Überall gibt es gute und schlechte. Am schlimmsten aber sind die, die wissentlich betrügen.

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Gleichstrom 24.01.2019, 21:53
141.

Erziehung hab ich natürlich auch genossen - zum selbst Denken! Dazu, mich zu fragen, ist das in Ordnung? Nur weil es erlaubt oder verboten ist, läßt sich das nicht beantworten...

Absurd wurd es, wenn die Schule involviert war - blieb es abstrakt, fern praktischer Beispiele, bescheinigte man mir ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden. Ging es um irgendwas, das ich - vermeintlich, real, egal - angestellt hätte, oder um die Verteilung der Pflichten in Gruppen, wurd mir Egoismus vorgeworfen, schon wenn ich mich für was gemeldet hab, das ich gut konnte - ich konnte einen intakten Stromkreis besser herstellen als ein Häuschen bemalen... Man hielt mich für intelligent, aber ich gehörte auf die Sonderschule, die damals eine Verwahranstalt war, auf der man geistig Behinderte zusammen mit sogenannten Verhaltensauffälligen unterrichtete. Die schonmal nicht alle in dieselbe Klasse gehörten.

Ein Mitforist (dessen Zitat leider aus obiger Antwort, der Länge wegen, entfernt wurde) schrieb, heute sei das besser... Weniger Gleichmacherei und so.

Mit der Gleichmacherei hat man Problemschüler doch erst selbst generiert - zumindest einen Teil. Den Teil, den man verdient hat - und den, den man damals am Energischsten loszuwerden versucht hat.

Ist es wirklich bestrafenswert, wenn der Einwand, Schokolade schade einer Maus, von oben herab abgetan wird, und man dann die Schokolade aus der Hand der Streberin zu Boden haut, und sie aus dem Fenster wirft? Ich find, ich hab richtig gehandelt. Würd ich wieder machen - oder die Schokolade einfach selbst essen. Genannte Streberin hat daraufhin laut losgeheult, als wäre ihr irgendwas passiert, mußte zum Weiterweinen ins Krankenzimmer - und hat mir auf dem Weg aus dem Klassenraum noch hämisch zugezwinkert, dann tief eingeatmet und weitergeflennt. Am Abend hat die Furie, die sie "Mama" nannte, meine Mutter, die ich beim Vornamen nannte, angerufen und ohne Pause ins Telephon gebrüllt, ich gehörte in ein Straflager nach Sybirien - denselben Wortlaut hat am nächsten Tag unsere Klassenlehrerin gebraucht, als sie das Fehlen dieser Musterlisa erklärte. Ich hab sie so erschreckt, daß sie nicht in die Schule kommen kann, ich würde mich doch hoffentlich schämen. Daß auch lautes Gebrüll nicht unbedingt dem Wohlbefinden einer Maus zuträglich ist, ist nichtmal mir damals eingefallen.

Die Lisas, die lieben braven Lisas, haben es zuweilen nicht nur faustdick hinter den Ohren, sondern wissen ihren guten Ruf bei Lehrkräften auch manipulativ einzusetzen. Da sollte man sich nicht irreführen lassen - bessere Menschen sind die auch nicht. Obigkeitskompatibel sind sie (ein Glück find ich meine Arbeit sinnvoll - ich täte sonst nicht mehr, als es braucht, auszusehen, daß ich arbeite - das würd am Tag ne Stunde dauern, ich hab ne Gitarre im Büro, ich find was zu tun...).

Mich wundert, daß es offenbar sonst keinem in den Kopf kommt, daß Problemschüler nicht immer zurecht als Solche gelten, daß die Folgen, die deren Entsorgung für sie haben wird, kaum wen interessieren - und keiner auf die Idee kommt, daß die Lisas sicher nicht stolz zuhause ankommen und berichten "Mama, ich hab heute den Mario ins Nachsitzen geweint - geil, ne?"

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Gleichstrom 24.01.2019, 22:05
142.

Zitat von domino3116
Auch Bauingenieure haben studiert. Und Sie haben recht, da gibt es gute und schlechte. Und die von Genua, ich meine von einiger Zeit gehört zu haben, dass da eine Brücke nicht mehr steht. Und ja, die Hinterbliebenen der Todesopfer sind auch zu Recht wütend. Auch gibt es da Ingenieure, die bauen Dieselmotoren- und weil sie die vorgesetzten Grenzwerte nicht einhalten können, manipulieren. Ja, so ist das. Überall gibt es gute und schlechte. Am schlimmsten aber sind die, die wissentlich betrügen.
Die Bauingenieure kommen aber nicht daher und beschweren sich über das viele Gerechne!

Die Dieselingenieure stehen - leider - unter der Knute von Kaufleuten. Wenn man das mal grob überdenkt ... mit entsprechender Software werden die Grenzen eingehalten, die Hardware also kann es ... es verbraucht nur zuviel Harnstoff, den die Kunden nicht gern nachfüllen wollen.

Ein Ingenieur ist, dem Wesen nach, an Funktionalität interessiert. Ein Wirtschafter daran, viel Gewinn zu machen, und ein Werber daran, etwas gut aussehen zu lassen. Den Ings kann man hier vorwerfen, daß sie sich vor deren Karren haben spannen lassen - kein Ingenieur käme selbst auf so eine Idee, der das kleinste Bißchen Berufsehre und stolz auf seine Arbeit empfindet!

Aber das schweift ab - ich höre immernoch keine Ingenieure darüber jammern, ihre Aufgabe sei zu schwer, weil der Boden nicht immer so beschaffen ist, wie es für Brücken optimal ist.

Man konnte es sich lange Zeit sehr bequem machen als Lehrer - auch das ist einer Folge einer amtsbedingten Autorität, die gefälligst hinzunehmen ist, sie verführt auch das hellgrauste Schaf zur Selbstschwärzung, immer und immer wieder, und irgendwann gibt der eine oder andere dem eben nach...

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abortus_bang 24.01.2019, 22:12
143. Ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen,

Zitat von Gleichstrom
Wenn das heute besser ist, ist das schonmal ein Anfang - aber wie ich hier das unreflektierte Aburteilen sogenannter Problemschüler lese ... ich hab das alles selbst gehört und gelesen. Als Problemschüler.
aber Sie schienen, anders oder "speziell" zu sein, was sicherlich in der Vergangenheit eine große Bürde war. Daraus hat man mittlerweile gelernt und ergreift frühzeitig Maßnahmen wie sonderpädagogische Überprüfungen, Testen auf Hochbegabung oder z.B. auch Autismus.
Heutzutage kann Kindern, wie Sie es damals waren, gut geholfen werden, wenn die Eltern kommunizieren und mitmachen. Tut mir leid, aber Sie haben wirklich immer noch ein völlig überholtes Bild vom Lehrertum, weil Sie es mit Ihrem persönlichen Schicksal verknüpfen. Es sei Ihnen versichert, es hat sich dort Enormes getan und diese Pauschalaburteilungen, die Sie hier meinen erkannt zu haben, sind absolut nicht zutreffend, Sie nehmen diese in einem falschen Kontext war, weil in einem Medium wie diesem Forum niemand auch nur annähernd die relle Situation eines Störers in allen Facetten darstellen kann.
Kein Schüler wird heute noch von Vornherein abgestempelt oder sofort in eine Schublade gesteckt. Wenn etwas heftig schiefläuft, dann weil eben die Eltern absolut keine Kooperation und keinen Willen zeigen mit der Schule zusammenzuarbeiten. Es gibt mittlerweile so viele Angebote und Hilfen für (überforderte) Eltern, sie müssen eben auch angenommen werden. In den allermeisten Fällen kriegen Sie die Eltern aber maximal an den Telefonhörer; Elterngespräche werden entweder kurzfristig abgesagt oder aber es kommt einfach niemand ohne Absage zum Termin und das wiederholt sich dann, ohne dass sie als Schule auch nur die Möglichkeit haben eine Verbesserung herbeizuführen. Das Jugendamt wird Ihnen oft entgegnen, selbst wenn es denn mal nach ellenlangen Gesprächen und Begleitung Zugang zur Familie hat: "Es liegt keine Kindeswohlgefährdung vor, demnach haben wir keine Handhabe."
Irgendwann, und das ist definitiv NICHT nach der ERSTEN Prügelei oder negativen Auffälligkeit, haben Sie als Schule generell keine Ressourcen mehr (Maßnahmen + Ausdauer der Lehrkräfte), in gewisse SuS zu investieren. Die Schule ist mit Ihrem Latein am Ende. Es mag durchaus sein, dass früher zu schnell abgeurteilt wurde, aktuell ist es leider so, dass gar nichts mehr entschieden wird, erst bei extremen Gewalttaten und darunter 20+ Kinder inkl. Lehrpersonal endlos leiden. Aus meiner persönlichen Sicht ist dies nicht hinnehmbar. Solche SuS kommen auf keinen grünen Zweig und der Rest der Klasse hat extreme Nachteile in Bezug auf das Lernen. Dies können Sie auf keinen Fall gutheißen!

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Gleichstrom 24.01.2019, 22:51
144.

Zitat von abortus_bang
aber Sie schienen, anders oder "speziell" zu sein, was sicherlich in der Vergangenheit eine große Bürde war. [...] Aus meiner persönlichen Sicht ist dies nicht hinnehmbar. Solche SuS kommen auf keinen grünen Zweig und der Rest der Klasse hat extreme Nachteile in Bezug auf das Lernen. Dies können Sie auf keinen Fall gutheißen!
Nein, das tue ich ja nicht ... speziell, ja, das trifft es. Kürzung, damit es überhaupt dableibt, die ist inhaltlich nicht von Bedeutung.

Naja, hier im Forum schreiben doch auch einige Lehrer mit. Institutionalisierte Hilfen und sowas, das gibt es heute sicher umfangreicher als damals - aber da braucht man auch zwei Seiten. Nötigenfalls über die Eltern hinweg...

Hier liest man aber auch den Ruf nach der Rückkehr alter Autorität - und deren Nachteile hab ich in ihrer Endphase gesehen, vorigen Generationen ist es noch ganz anders ergangen als mir... Mein Vater hat einen Schlag eines Lehrers, nach einer Fehl-Petzung einer männlichen Lisa, abgewehrt - daraus wurde ein tätlicher Angriff auf den Lehrkörper und damit das Ende der Schullaufbahn. Da gab es nichtmal wen, wo man hätte widersprechen können...

Dahin zurück ... macht es schlimmer, als es ist! Wir korrigieren doch nicht einen neuen Fehler, indem wir einen Alten wiederholen. Dazwischen gab es eine Art stufenlosen Übergang, der offenbar auch nicht durch ein Optimum gelaufen ist, also stehen meines Erachtens nicht allein die Extrempositionen in Frage, sondern der ganze Ansatz. Es brüllt sich so leicht nach Strafen, Recht und Ordnung, aber wohin führt das? Recht und Ordnung waren in keiner Diktatur je Mangel... Eigenständiges Denken zu unterdrücken, lächerlich zu machen (wenn schon der Rohrstock verboten war, kann man sich immernoch über die Sorge um die Gesundheit einer Maus lustig machen - als Lehrerin ... und giftige Fütterungspläne gnadenlos durchziehen ... Schokolade IST Gift für Hund, für Katze, für Maus...), scheint der Weg der nicht so gut geeigneten Lehrer, wenn sie zwar die alte Macht, nicht aber die alten Mittel haben.

Es fängt, meine ich, schon da an, wo Uniformität an sich und für sich selbst hochgehalten wird als Ziel, als etwas Gutes, und nicht die Individualität berücksichtigt wird ... woher kommen denn die Konsumsüchtigen, deren Lebensinhalt sich in Kauferei erschöpft? Auch daher, daß ein Gleicher unter Gleichen positive Bestärkung erfahren hat - daß Widerspruch in Verlächerlicherung endete. Das ist ja nicht nur ne Gaudi für die Lisas und Marios, wenn der doofe Gleichstrom sich um ne Maus sorgt, die sowieso wieder abgegeben wird, um in irgendeiner anderen Schulklasse im Rahmen einer Mutprobe aufgefressen zu werden, da bleibt auch hängen ... Kritik an Obrigkeiten ist nicht - das wird lächerlich gemacht oder bestraft oder beides! Solche Lektionen, kleine und kleinste Lektionen dieser Art ... sind die heute wirklich abgeschafft?

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Gleichstrom 24.01.2019, 22:51
145.

Und ... es ist nicht 50 oder 100 Jahre her ... es ist etwa 27 Jahre her, daß ich (inzwischen weiß ich das genau, damals nicht) mit einem IQ, der den von 98 % übersteigt, dahin hätte entsorgt werden sollen, wo die, deren IQ den von 98 % unterschreitet, aufbewahrt werden ... und - ich kannte einen, der da war - mit erschreckender Überheblichkeit behandelt wurden ... ein kleiner Fehlgriff bei irgendwas, und dann steht sone arme Figur vor der Klasse und muß einen Schuh-Zubinde-Reim aufsagen und mit übertriebener Gestik genau dies auch tun. Klar, die werden keinen Nobelpreis gewinnen, aber solche Demütigungen waren dort normale Praxis.

Wer entscheidet nun, wer dahinkommt? Formell irgendeine Behörde, aber man verließ sich auf des Lehrers Wort, der ist am Nächsten dran.

Ich vermute, hätte das geklappt, wär ich nicht nur kein Ingenieur, sondern hätte angesichts derartiger Bloßstellungen mein Ticket in den Jugendknast gelöst...

... und am Ende ... bin ich nur anders - lerne anders - weiß aber doch nicht weniger. Ich brauche kurze Pausen, egal wie kurz (eine der Ausreden, nicht mit dem Rauchen aufzuhören, eine Gitarre im Büro zu haben, ... das geht auch nicht überall, klar, da hab ich Glück gehabt, daß mein Chef damit einverstanden ist ...), da tun es drei, vier Züge Schach und ich bin wieder fokussiert, aber ich muß den Fokus lösen ... wenn es aber schon für den Blick aus dem Fenster einen drauf gibt, jedes verdammte Mal, wird das nichts - das und wie ausgeliefert ich mir da vorkam, machte mich natürlich sauer. Heute nehm ich an, sogar das war mir anzusehen und ist nicht ohne einen gewissen Genuß vollzogen worden, na, sehen wir mal, wie der diesmal austickt... Einfach ein paar Sekunden, vielleicht mal ne Minute aus dem Fenster schauen, woandershindenken, das hätt schon so dermaßen viel bewirkt, sowas Kleines, so ein Bißchen...

Wie auch immer - alles, wirklich alles ist besser als das.

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dilayl 25.01.2019, 03:21
146.

Also, wenn ich so manchen Forenbeitrag lese, stehen mir die Haare zu Berge! Klar, die Schule hat auch einen Erziehungsauftrag, kann aber nicht aufholen, was über Jahre hinweg im Elternhaus vernachlässigt wurde. Wie sollen Lehrer solche Defizite im Hinblick auf Sozialverhalten, Aufmerksamkeit und Lernverhalten beheben? Die Forderung mancher Foristen, dass Lehrer doch bitte auch dafür Sorge zu tragen hätten, dass jeder Schüler (egal mit welchem Hintergrund) in der Schule die wichtigsten Umgangsformen in sozialen Kontexten und angemessenes Verhalten im Klassenzimmer lernen soll, ist schlichtweg nicht zu leisten! Ich unterrichte selber an einem Gymnasium (!) und in meinen Klassen sitzen durchschnittlich 26-32 Schüler. In manchen Lerngruppen gibt es mehr als nur einen „Problemfall“ (ich wehre mich eigentlich gegen eine solche Bezeichnung). Wenn ich neben der Vermittlung von Unterrichtsstoff, bestimmter Werte und Perspektiven noch dazu verpflichtet wäre, mich darum zu kümmern, die Versäumnisse des Elternhauses in einzelnen Fällen auszubügeln, würden am Ende die übrigen Schüler und die Qualität des Unterrichts darunter leiden. Die Schule kann und soll einen Beitrag leisten im Hinblick auf Erziehungsarbeit, steht aber nicht alleine in der Verantwortung. Wenn die Eltern da nicht mitziehen, stößt auch die Schule an ihre Grenzen. Die Folgen solcher Versäumnisse werden oben passend und ausführlich beschrieben!

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anna cotty 25.01.2019, 03:36
147. Bitte?

Zitat von spmc-131457042643520
ein entscheidendes problem der grundschule ist,dass es keine LEHRER dort mehr gibt. die schüler haben vor lehrerinnen weniger respekt als vor lehren. den frauen fehlt einfach die durchsetzungsfähigkeit und das kosequwent sein.die schüler kennen das schon von zuhaus,wo die mütter auch ständig drohen,ohne dass konsequwenzen folgen.
Das ist einfach Unsinn. Meiner Erfahrung nach sind Muetter heutzutage strenger mit ihren Kindern als die Vaeter. Die Zeiten, wo mit ' warte bis der Papa nach Hause kommt' den Kindern droht, sind schon lange vorbei.
Ich bin Mutter von Vieren, die allerdings mittlerweile alle ueber 30 Jahre alt sind und ich war eindeutig strenger und konsequenter mit meiner Bande als mein Mann (der uebrigengs Lehrer war und vor dem kein Schueler Angst hatte).
Einige der strengsten Grundschullehrer, die ich kenne, waren Frauen ( und ich kenne nicht nur wegen meiner eigenen Kinder eine Menge) und eine der mildestens , Maenner.
Auch bei meinen Kindern muss ich sagen, dass die Maedchen strenger, konsequenter und zaeher sind, als meine Jungen ( und einer ist Grundschullehrer.).

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wildebeast 25.01.2019, 04:47
148. Defizite des Elternhauses

Diese Defizite kann die Schule in der aktuellen Form leider nicht auffangen, zulasten aller Kinder. Die Klassen sind zu groß, die Lehrer (nicht alle, aber zu viele) oft ausgebrannt und lustlos. Viele Lehrer, leider auch Grundschullehrer, sehen sich nicht in Verantwortung für die ihnen anvertrauten Kinder als Menschen, sondern lediglich in der Verantwortung für die Übermittlung von Wissen.

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durchsichtig 25.01.2019, 05:57
149. Passt

da kommen einem die Tränen. Einerseits Mitleid mit den Lisas, andererseits auf das deutsche Schulsystem. Ein dutzend verschiedene Süppchen brodeln da vor sich hin, sog. Föderalismus... Warum ist Bildung Ländersache? Warum müssen die Schüler leiden, weil alle paar Jahre ein paar Ideologen die Schule "reformieren" dürfen? Inklusion? Ein Wahnsinn. Es müssen wieder Sonderschulen für Sonderschüler her, nennt es wie ihr wollt, es gibt diese Kinder einfach. Die müssen raus aus der Regelschule. Für sich und vor allem für die anderen.
Es muss einen bundesweiten gemeinsamen (hohen) Standart für alle Schulen geben. Alles andere ist Blödsinn. Man sieht es jeden Tag.

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