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Lehrergeständnis zum neuen Schuljahr: Warum einige Lehrer so lasch benoten
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Viele Lehrer scheuen sich davor, schlechte Noten zu geben - und das liegt nicht an den guten Schülern. Sondern daran, dass sie beliebt sein wollen, keinen Ärger mögen und sich gern wenig Arbeit machen.

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g_bec 01.09.2017, 11:35
120. Na und?

Zitat von Nobody X
Das beginnt in der Grundschule und zieht sich bis hin zum Arbeitszeugnis - warum durch eine realistische Bewertung Ärger riskieren, wenn es auch einfacher geht? Und in der heutigen Zeit, in der sich jeder Dämel als diskriminiert betrachten kann, wird sich das auch nicht ändern.
Auch Lehrer sind halt kundenorientiert. Wenn die Eltern das so haben wollen, warum nicht? Zudem gilt: Man muss sich auch helfen lassen wollen. Diese Bereitschaft und Einsicht ist bei denen, deren grundgesetzlich verbrieftes Recht die Kindererziehung ist, allerdings nicht weit verbreitet.

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Currie Wurst 01.09.2017, 11:36
121.

Zitat von elvira.arbogast
erfreulicherweise abgewählte Frau Kraft sagte einst: Wir lassen kein Kind zurück. Richtigerweise hätte sie sagen müssen: Wir lassen kein Kind voran, DAS war und ist rot-grüne Schulpolitik.
Folgerichtiger Umkehrschluss. Genau deswegen wird es bei Kraft/Löhrmann auch nicht mal für einen Eintrag in irgendein Geschichtsbuch reichen.

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dajafung 01.09.2017, 11:36
122. 100 Prozent die Wahrheit

Ich war an einem privaten Gymnasium, dort gab es unter ca. 120 Abiturienten nicht 1 mal die Gesamt-Note von 1,0.
Bestes Abi war 2* 1,4 Gesamtnote.
Das war übrigens in Kassel/Hessen. Ich kann es nicht beschwören ob es jemals nen 1.0 er Abi gab aber von 1990- 1994 ganz sicher nicht.
Mittlerweile gibt es auch dort regelhaft für mehr als 10% der Schüler die Note 1,0 und besser. Ich haben selbst 3 Kinder, der Große besucht aktuell die 5. Klasse am Gymnasium. Die Anforderungen an der Grundschule waren unterirdisch. Er hat fast nur 1en gehabt - für Diktate geschmiert, gekliert und mit 20 Fehlern gespickt gab es Vielleicht mal ne 2 - manchmal trotzdem ne 1.
es sind amerikanische Verhältnisse, die Leidtragenden ehrliche Lehrer und unsere Kinder.

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just_another_person 01.09.2017, 11:37
123.

Ich bin auf einem bayrischen Gymnasium und ich erlebe das nicht wirklich so.
Vieleicht eher im mündlichen Bereich, da sind die Noten 4-6 nicht existent bzw werden sehr selten vergeben, aber die meisten Schüler sind mündlich auch nicht schlecht. In Schulaufgaben kann man ja auch nicht wirklich 'Kuschelnoten' geben, das geht ja nach Punkten.

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Freifrau von Hase 01.09.2017, 11:39
124.

Zitat von Zoroaster1981
Daher: ich halte Bildung in Form von Wissen für wesentlich weniger entscheidend als Intelligenz und gerade in Zeiten, in denen man jegliche Information sofort abrufen kann, ist die Fähigkeit zum komplexen Denken wichtiger als Wissen.
Ja, denn Informationen gibt es bei Wikipedia und Nachrichten bei Facebook. Und dann wundern sich alle über die Wahlergebnisse unserer Zeit.

DAS war wohl eher ein Eigentor.

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Currie Wurst 01.09.2017, 11:39
125.

Zitat von der_gärtner13
So haben das einige Lehrer in der direkten Nachkriegszeit schon geregelt! Da gabs ein Zeugnis und unten drunter ein Kommentar mit "Fritz ist sau dumm und blödsinnig" !
Naja, immerhin gibt es ja Lehrerkonferenzen. Und wenn die alle einhellig der Meinung sind, dass Fritz saudumm ist, dann wird es wohl so sein :-)

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Freifrau von Hase 01.09.2017, 11:40
126.

Zitat von nadennmallos
... einen neuen Job suchen.
Warum? Er ist vielleicht nicht besonders motiviert. Aber das sind mindestens noch weitere 50% aller Arbeitnehmer nicht. Sollen die jetzt alle gegenseitig ihre Jobs tauschen?

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bayernistdasmallerding 01.09.2017, 11:42
127. Was

hätte man denn sonst von Lehrern erwarten dürfen?
So wenig Arbeit wie möglich aber dicke Bezüge als Beamte.
Es gibt Lehrer, die sich schon gedanklich in den Herbstferien befinden.

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Forist2 01.09.2017, 11:42
128. Für was braucht es dafür verbeamtete Lehrer ?

Wenn das so ist, kann man ebenso eine Notentombola einrichten.
Schlage vor, nach dem Wort zum Sonntag im TV auszustrahlen.

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darksystem 01.09.2017, 11:44
129.

Zitat von schwarzlichtgestalt
Letztlich schade ich meinen Schülern aber, wenn ich ihnen schlechte Noten gebe, das kann keine Rhetorik ("Wiedergabe des Leistungsstandes") glaubhaft verschleiern. Das macht die Rolle des Lehrers als Pädagoge, als Helfer und Unterstützer, nicht glaubwürdiger.
Wieso schaden schlechte Notem dem Schüler? Weil er sich dadurch schlecht und unmotivierter fühlen könnte? Sie finden es also besser für die Schüler wenn der Lehrer sie, obgleich schlechter Leistungen, anlügt damit sie sich besser fühlen?

Das halte ich (zugegeben, nur als Ausbilder) für pädagogisch unterste Schublade. Ein guter Lehrer weiß wie er mit schlechten Schülern umgehen muss und diese zu besseren Leistungen motivieren kann.

Das setzt aber voraus dass der Lehrer ehrlich mit seinen Schülern ist. Sich mit schlechten Schülern "plagen" macht mehr Arbeit, aber eben das sollte die Kernkompetenz und Aufgabe eines Lehrers sein. Wie Sie selber sagen, helfen und unterstützen. Das kann ein Lehrer aber nur, wenn er um den echten Leistungsstand seiner Schüler weiß, seine Schüler das wissen und beide gemeinsam daran arbeiten dass diese Schüler sich verbessern können.

Dieses Helfen und Unterstützen macht aber mehr Arbeit, welche man mit guten Noten einfach vermeiden kann. Da Lehrer verbeamted werden/sind, können sie ja eh machen was sie wollen...

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