Forum: Leben und Lernen
Lehrergeständnisse: Ehre, wem Ehre gebührt
Corbis

Manche Schüler erscheinen hoffnungslos, wenn familiäre Katastrophen oder pubertäre Unlust die Noten in die Tiefe reißen. Da helfen gute Lehrer weiter. Aber wer dankt es ihnen? Eine Hauptschullehrerin erhielt eine überraschende Antwort.

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Ein_Vater 11.06.2014, 13:39
50. Das eigentliche Problem ...

Zitat von fatherted98
....sind doch nicht die Lehrer oder die mangelnde Art und Weise sich bei diesen zu bedanken. (...)
sondern die deutsche Bevölkerung, wenn die Kommentatoren hier einen Querschnitt durch ebendiese darstellen sollten ...

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Wunderläufer 11.06.2014, 13:59
51. Danke

Eine zugegebenermaßen oberflächliche Lektüre der Forum- Einträge erstaunt mich dann doch:
Vielen Nörglern (z.B. "Jeder muss im Job Leistung bringen") ist gar nicht bewusst, dass diese Lehrerin sich weitaus mehr engagiert hatte, als zu erwarten ist.
Eine mögliche Erklärung: für diese Klientel ist es selbstverständlich, dass Lehrer auch Defizite aller Art im Umfeld der Schüler ausbügeln

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hemithea 11.06.2014, 14:06
52.

Unsere Gesellschaft - so sie in den Kommentaren über die Lehrer wiedergespiegelt wird - ist ARMSEELIG...

"Andere kriegen doch auch kein Danke für ihren Job"

Und das halten einige hier für richtig?!
Nur weil einem selbst nicht gedankt wurde??? Wie ARMSEELIG ist das denn?!

Wie schwer doch einigen das Wort "Danke" über die Lippen kommt.
Beim Brötchenkauf USW, ein Danke tut nicht weh und macht einen anderen Menschen für die Sekunde glücklich. Schon alleine dafür lohnt es sich, sich zu bedanken!!!

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grafkoks2002 11.06.2014, 14:08
53. Lassen Sie mich raten

Zitat von Fackel01
pharisäerhafte Getue vieler Lehrer nicht ertragen. In anderen Berufen wird einem auch nicht andauernd auf Knien gedankt und gesagt wie toll man ist und dass man die Welt gerettet hat. Das Leben ist nun mal kein Ponyhof. Ausserdem habe ich aus persönlicher Erfahrung nie diese Einsatzwut von unzähligen Gesprächen erfahren. Mein Eindruck war eigentlich in der Mehrheit eher faul und phlegmatisch. Ich warte auf den Erfahrungsbericht bei SPON wo mal ungeschminkt die harte Realität beschrieben wird.
Lassen Sie mich raten: Sie sind Mitarbeiter eines Ordnungsamtes einer mittelgroßen bis großen Stadt in Deutschland und wünschten sich nur ein einziges Mal ein Dankeschön für ein geschriebenes Knöllchen...

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herrgottmargott 11.06.2014, 14:31
54.

Zitat von Ein_Vater
sondern die deutsche Bevölkerung, wenn die Kommentatoren hier einen Querschnitt durch ebendiese darstellen sollten ...
Das gleiche ging mir auch durch den Kopf, als ich mir hier die Kommentare durchgelesen habe.

Nette Geschichte einer engagierten Lehrerin, die man sicher auch auf andere Berufe übertragen könnte (z. B. Altenpflegerin, Putzfrau, Krankenschwester, Kindergärtnerin, etc.) und die einem verdeutlichen KÖNNTE, dass mit einem Hauch an Aufmerksamkeit seiner Umwelt gegenüber, sich dieselbe auf recht einfache Art und Weise verschönern ließe.
Ein Lob hier, ein Danke dort, mitunter mal ein Lächeln schenken und schon wäre unser Alltag oft einfacher zu bewältigen.

Aber wieso etwas Positives aus solch einer Geschichte mitnehmen, wenn man doch auch auf jammernde Lehrer schimpfen (wo kann man um Himmels Willen aus dieser Geschichte ein Jammern herauslesen, ??), Lob als etwas völlig überflüssiges hinstellen oder gar die Sehnsucht nach einem einfachen Danke schön als "Einfordern von Dank" diffamieren kann? Ja wieso wohl?

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elizar 11.06.2014, 14:40
55.

Zitat von trevi
Der gute Pädagoge -und es gibt sie noch, leider jedoch in der Minderzahl- hat es nicht nötig um Lob etc. zu buhlen. Er sieht Lob und Ehre in den vom ihm gebildeten guten Schülern und deren Leistungen. Warum also schon wieder ein "Anbiederungs-Artikel" einiger "Pisa-Leistungsträger" ?
Wo steht denn bitte, dass die Artikelschreiberin um Lob gebuhlt hätte?
Sie hat es zurecht bekommen, und dafür hat sie sich gefreut.
Aber Lehrerbasher lesen halt nur das, was sie lesen wollen (auch wenn es gar nicht da steht).

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meinemeinung: 11.06.2014, 14:47
56. Fragwürdige Berichterstattung

Ich bezweifle das diese Art der Berichterstattung ein realistisches Bild des Geschehens in der Schule vermittelt.
Dies fängt bereits bei dem "Symbolbild" an, das in äusserst klischeehafter Weise geeignet ist bestehende Vorurteile zu bestätigen.
Auf die vielfältigen Probleme von Jugendlichen in der Pubertät wird so nicht eingegangen. Stattdessen ist in einem oberflächlichen Vorurteil von pubertärer "Unlust" die Rede.
Inwiefern Leistungs- und Anpassungszwänge sowie Erwartungen der Lehrer und Eltern, Druck auf die Kinder aufüben und so viel Schaden anrichten wird mit keinem Wort erwähnt.
So wird ein fragwürdiges auf Leistungsmaximierung und Anpassungszwängen fixiertes Schulsystem gelobt, anstatt bestehende Strukturen zu hinterfragen und notwendige Reformen in Gang zu bringen, die auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen und die Lust am Lernen fördern.

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Fackel01 11.06.2014, 15:12
57.

Zitat von aforster
Jetzt kommen Sie mit Ihrem "Mi mi mi. Mir hat nie jemand geholfen". Verstehe nicht, warum deshalb o.g. Lehrerin jetzt eine Pharisäerin ist ..
Ach was, das ist nicht das Thema. Das Thema ist dieses sich hinstellen und "Ach was opfere ich mich für meine Schüler auf und leiste mehr als ich muss und bekomme nicht mal mehr ein Danke" Propaganda anstatt einfach zugeben, dass es der Majorität der sogenannte Pädagogen einen Schiet interessiert ob Schüler abrutschen. Und diese Diskrepanz in der Selbstdarstellung nennt sich dann sehr wohl "PharisäerInnen"

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liborum 11.06.2014, 15:32
58. @donmeier

Zitat von donmeier
Soziale Kompetenz scheinen Sie in der Schule nicht erworben zu haben
Und zu Hause scheinbar auch nicht.

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herrgottmargott 11.06.2014, 15:40
59.

Zitat von Fackel01
Ach was, das ist nicht das Thema. Das Thema ist dieses sich hinstellen und "Ach was opfere ich mich für meine Schüler auf und leiste mehr als ich muss und bekomme nicht mal mehr ein Danke" Propaganda anstatt einfach zugeben, dass es der Majorität der sogenannte Pädagogen einen Schiet interessiert ob Schüler abrutschen. Und diese Diskrepanz in der Selbstdarstellung nennt sich dann sehr wohl "PharisäerInnen"
Ich ahne, was Ihr Problem sein könnte. Offensichtlich haben Sie den vorliegenden, relativ simplen Text und dessen Botschaft völlig misinterpretiert.
Ich gehe davon aus, dass Ihnen das in Ihrer Schulzeit leider auch häufiger passiert ist. Die daraus resultierenden schlechten Noten haben Sie zutiefst verletzt. Dieser seelische Schmerz muss nun heraus und wo ginge dies einfacher als in anonymen Foren? ;-)

Ich gebe Ihnen noch einen ernstgemeinten Rat: Unzufriedenheit entsteht fast immer in einem selbst. Erst wenn man dies erkannt hat und nicht mehr die Umwelt für alles schlechte verantwortlich macht, kann man nachhaltig glücklich werden.

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