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Lehrergeständnisse: Eltern, warum vertraut ihr uns nicht?
DPA

Was würden Lehrer ändern, wenn Sie einen Wunsch frei hätten? Jan-Martin Klinge, 32, wünscht sich vor allem eins: Eltern sollten ihm und seinen Kollegen endlich wieder mehr vertrauen.

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Olaf 19.05.2014, 11:11
1.

Zitat von sysop
Was würden Lehrer ändern, wenn Sie einen Wunsch frei hätten? Jan-Martin Klinge, 32, wünscht sich vor allem eins: Eltern sollten ihm und seinen Kollegen endlich wieder mehr vertrauen.
Wann kommen eigentlich mal die Eltern zu Wort? Die haben sicherlich auch ein paar Döntjes zu Lehren und Schulen zu erzählen.

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sitiwati 19.05.2014, 11:14
2. ach Gott

wieder ein Gejammer, nun bin ich Elternspecher und Mitglied des EB Vorstandes, zum Schuljahreende bin ich fertig damit, alles nutzlos vergeutet Zeit, die HUnde ( Eltern) die Karawane ( Schule ) zieht weiter, Eltern zur Mitarbeit in den Schulen-klar zum Kuchenbacken und Wochenendarbeiten !

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TomRohwer 19.05.2014, 11:17
3.

Vertrauen kann man nicht "fordern", Vertrauen muß man sich verdienen.

Wenn Lehrer das eines Tages begreifen, hätten sie schon einen ersten gewaltigen Schritt auf dem Weg dahin getan, daß Eltern (und Schüler) ihnen vertrauen.

Und ganz am Rande angemerkt: es war schon vor 40 Jahren ein absoluter Mißstand, daß die Schule der letzte Hort des Absolutismus in Deutschland ist - der Lehrer ist bei Fehlverhalten von Schülern, Ermittler, Ankläger, Richter und Strafvollstrecker in einer Person. Berufung gegen seine - oft genug willkürlichen oder völlig falschen Entscheidungen - ist im Regelfall nicht möglich.

Und Disziplinarmaßnahmen vorher, zu Beginn eines Schuljahres, mit den Schülern und ihren Eltern abzusprechen, so daß jeder weiß, was welche Folgen hat, ist auch nicht zu viel verlangt. Sondern im Jahr 2014 eine schlichte Selbstverständlichkeit.

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karx11erx 19.05.2014, 11:18
4. Vertrauen muss man sich verdienen!

Bei den Eltern schlagen Informationen darüber, wie Ihr Kind von den Lehrern gesehen wird, viel zu spät auf. Wieso bekommen nicht alle Eltern wenigstens einmal im Monat eine standardisierte Bewertung ihrer Kinder, sodass sie rechtzeitig erkennen können, ob ein Handlungsbedarf vorliegt - oder wenigstens dann, wenn ein Kind die Lehrer erkennen lässt, dass die Eltern mit einbezogen werden müssen? Ihr Lehrer seid die Profis, ihr werdet für Eure Arbeit bezahlt, und dazu gehören auch das Monitoring und das rechtzeitige Alarm schlagen, wenn ein Kind auffällige Schwächen zeigt. Wenn die Eltern dann nicht oder inadäquat reagieren, wäre das deren Sache, und Ihr wärt aus dem Schneider. Ihr wollt Vertrauen? Verdient es Euch!

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nadennmallos 19.05.2014, 11:19
5. Nicht zu unrecht, wie ich meine!

Zitat von sysop
Was würden Lehrer ändern, wenn Sie einen Wunsch frei hätten? Jan-Martin Klinge, 32, wünscht sich vor allem eins: Eltern sollten ihm und seinen Kollegen endlich wieder mehr vertrauen.
Ja, den Mann hat recht, ohne Vertrauen lässt sich so eine wichtige Arbeit nicht erfolgreich erledigen. Und ein Lehrer ist nun mal, was die schulische Ausbildung angeht, kompetenter als die Eltern. Vertrauen will jedoch verdient werden und nun kommen wir zur anderen Seite der Medaille. Wie sehen die Bemühungen der Lehrer aus, sich neben dem Lernstoff auch mit anderen Gegebenheiten auseinander zu setzen? Zum Beispiel dem sinnvollen Einsatz neuer Medienß Schließlich gehen die Kinder damit tagtäglich um!

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vielflieger_1970 19.05.2014, 11:19
6. optional

Dieser Artikel entspricht ganz meiner Wahrnehmung! Einige meiner Freunde sind Lehrer und berichten im Prinzip das selbe. Ich kann mich noch gut an das etwas verdutzte Gesicht des Grundschullehrers meines Sohnes erinnern, als ich ihm erklärt habe, er sei eine Respektsperson und dies müsse mein Bengel auch lernen zu akzeptieren. Er meinte darauf hin, dass er eher als derjenige verstanden wird, der Erziehungsmängel ausgleichen soll und dafür Sorge trägt, dass jeder aufs Gymnasium kommt und wehe nicht....

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TomRohwer 19.05.2014, 11:19
7.

Zitat von
Leider potenzieren sich die Probleme mit der Zeit: Die Kinder lernen, dass "Papa mich schon raushaut" und wissen nicht um die Konsequenzen ihres Handelns: In Bayern ging der Vater eines Achtklässlers gegen den zeitweiligen Unterrichtsausschluss vor, nachdem der Sohn in der Mädchentoilette die Mitschülerinnen fotografierte. Was lernt der Junge daraus?
Dasselbe, was auch die Lehrer daraus lernen könnten: daß Deutschland ein Rechtsstaat ist, in dem jeder Bürger gegen Verwaltungsakte und Strafmaßnahmen von Behörden vor Gericht ziehen und sie von den Gerichten überprüfen lassen kann.

Eigentlich doch ein erstrebenswerter Lernerfolg...

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Olaf 19.05.2014, 11:23
8.

Zitat von TomRohwer
Dasselbe, was auch die Lehrer daraus lernen könnten: daß Deutschland ein Rechtsstaat ist, in dem jeder Bürger gegen Verwaltungsakte und Strafmaßnahmen von Behörden vor Gericht ziehen und sie von den Gerichten überprüfen lassen kann.
Wovon gerade Lehrer gerne Gebrauch machen.

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ludna 19.05.2014, 11:24
9. Unterricht

Wenn ich erlebe, wie bei meinen Kindern auf dem Gymnasium Untericht gehalten wird ...:
Youtube Videos ansehen;
wortwörtliches Auswendig lernen wird belohnt, da der Lehrer zu faul oder zu blöd ist, sich inhaltlich auseinander zusetzen;

in Englisch wird keine Grammatik gelehrt, da kein Englischlehrer da ist;

politisch korrektes Verhalten in Projektarbeit erzwungen statt tatsächlicher offener, freier Diskussion;
Unfähigkeit Sachverhalte auf verschiedene Weise zu vermitteln;
Unfähigkeit exakte Fragen in schriftlichen Test zu formulieren, so dass mehrere Antworten möglich sind, aber nur eine gelten lassen.
die Liste liesse sich fortsetzen.

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