Forum: Leben und Lernen
Lehrergeständnisse: Was macht der Aufschnitt an der Wand?
Corbis

Manche Schüler werfen Stühle, treten gegen Wände oder tapezieren sie sogar mit Wurst. Woran das liegt? Eine Hauptschullehrerin aus NRW hat einen Verdacht - und einen Lösungsvorschlag.

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Steff-for 22.05.2014, 07:40
1.

Zitat von sysop
Manche Schüler werfen Stühle, treten gegen Wände oder tapezieren sie sogar mit Wurst. Woran das liegt? Eine Hauptschullehrerin aus NRW hat einen Verdacht - und einen Lösungsvorschlag.
Interessiert sich eigentlich irgendwer für diese, offengestanden sehr flachen, Erkenntnisse jener, von Selbstmitleid geplagten Pädagogen?
Nun gut, ich habe inzwischen 2 Beiträge gelesen und finde es erschreckend.

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licorne 22.05.2014, 07:53
2. Meine Theorie:

Müll und Unordnung im Klassenzimmer sorgt nicht nur für eine miese Arbeitsatmosphäre sondern auch für Müll und Unordnung im Kopf. In jedes Klassenzimmer gehört ein Besen und eine Kehrschaufel dazu ein wechselnder Klassendienst, der dafür sorgt, dass Raum und Tafel sauber sind. Wenn Schüler selst dafür verantwortlich sind, gehen sie auch nicht mehr so achtlos mit ihrem Arbeitsplatz um.

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handballer1984 22.05.2014, 08:25
3. Hautpschule? Niemals!

Hat sich mal einer die Namen der Kinder durchgelesen. Niemals wird hier von einer Hautpschule gesprochen ;)
Aber genau das gleiche kann uns eh an jeder Schule passieren!

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Olaf 22.05.2014, 08:25
4.

Zitat von Steff-for
Interessiert sich eigentlich irgendwer für diese, offengestanden sehr flachen, Erkenntnisse jener, von Selbstmitleid geplagten Pädagogen? Nun gut, ich habe inzwischen 2 Beiträge gelesen und finde es erschreckend.
Ganz egal, was während des Unterrichts passiert
hinterher wird es immer nur einen einzigen erwachsenen Zeugen geben, dessen Aussage etwas bedeutet und das ist der Lehrer.

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kabian 22.05.2014, 09:01
5. Toll

Eine Lehrerin die selbst das Klassenzimmer streicht?
Ich halte das für vorbildlich. Schöner wäre es gewesen wenn ein paar Jugendliche mitgeholfen hätten. Dann wüßte jeder wieviel Arbeit das ist.
Aber trotzdem, es ist und bleibt eine gute Tat.

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wauz 22.05.2014, 09:15
6. Nix Neues

schon vor 40 Jahren war das Problem schon bekannt und wurden Lösungen erkannt. Ein Klasenraum, der überwiegend von einer Klasse genutzt wird, die ihn nach ihrem Geschmack dekorieren dürfen, wird weit weniger verwüstet. Schlicht und einfach deswegen, weil es ja der 'eigene' Raum ist. Die einfachste Möglichkeit, eine Schule in kürzester Zeit in Grund und Boden zu wirtschaften, war schon immer, alle Klassen zu Wanderklassen zu machen. Das Fachräume-Konzept funktioniert da nur sehr bedingt.

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cobaea 22.05.2014, 09:18
7. Haftungsfrage

Zitat von kabian
Eine Lehrerin die selbst das Klassenzimmer streicht? Ich halte das für vorbildlich. Schöner wäre es gewesen wenn ein paar Jugendliche mitgeholfen hätten. Dann wüßte jeder wieviel Arbeit das ist. Aber trotzdem, es ist und bleibt eine gute Tat.
Vermutlich würden die Schüler das sogar machen und einige Eltern auch. Aber vor solchen Einsätzen steht die Schulverwaltung (Land) bzw. der Schulträger (Stadt/Gemeinde), die solche Freiwilligeneinsätze gewöhnlich mit Blick auf das Haftungsrecht untersagen: Was, wenn einer beim Streochen von der Leiter fällt? Oder einer seine Kleider mit Farbe bekleckert? Das ist kein Witz - das läuft wirklich genau so. Es ist schon fast ein kleines Wunder, dass diese Lehrerin ihr Klassenzimmer selbst streichen durfte. Nicht immer sind die Schüler schuld.

Ansonsten stimme ich der Lehrerin zu: Gepflegte Umgebung, bei der von Seiten der "Autoritäten" darauf geachtet wird, dass sie gepflegt bleibt, wird weniger schnell verunstaltet, als eine schmutzige Umgebung. Und sollte doch mal jemand Bänke bemalen oder mit Schnitzereien "verzieren" bzw. Wände besprühen, kann er/sie durchaus dazu herangezogen werden, diese im Beisein des Lehrers/der Lehrerin oder des Hausmeisters wieder zu säubern. Allerdings müssen dann Lehrkräfte und Hausmeister auch bereit sein, diese Zeit aufzuwenden. Und anschliessend sich auch noch mit den Mittelschichtseltern auseiandersetzen, die bei ihrem Liebling blkeibende seelische Schäden durch den Einsatz befürchten (Unterschichteltern beschweren sich viel seltener).

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sfb 22.05.2014, 09:23
8.

Zitat von sysop
Stühle fliegen durchs Klassenzimmer, Wurstscheiben kleben hervorragend an Wänden, und die Tafel dient vorrangig dazu, die neusten Paarkonstellationen zu veröffentlichen.
Na und? Das nennt sich selbstbestimmtes Lernen. Die Kleinen müssen sich ausprobieren, das ist doch so gewollt.
Oder wollen wir wieder Faschismus?

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michaelXXLF 22.05.2014, 09:23
9.

"Erkenntnisse jener, von Selbstmitleid geplagten Pädagogen?"
Und wo genau sehen sie hier das Selbstmitleid?
"In jedes Klassenzimmer gehört ein Besen und eine Kehrschaufel"

Erfahrung aus einem Gymnasium einer "gehobeneren" Vortadt: Der Besenstil überlebt maximal drei Tage.

Offiziell dürfen sie ein Klassenzimmer oder Schulflur nicht einfach mal so streichen. In NRW z.B. gibt es sogar explizite Vorschriften zur Farbgestaltung: Minimalgelbe Wände, graue Fußleisten, hellgraue Türen. Ausnahmen gibt es wie im Artikel beschrieben nur auf Antrag. Falls er genehmingt wird.

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