Forum: Leben und Lernen
Lehrermangel: Volker Kauder warnt vor Bildungsnotstand
DPA

Volker Kauder macht sich Sorgen über die Qualität des Unterrichts: Wegen des Lehrermangels befürchtet der Unionsfraktionschef einen Bildungsnotstand. Nun müsse es eine "ehrliche Bestandsaufnahme" geben.

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alfredo24 27.08.2018, 09:26
1. Die Politik beschreibt die Auswirkung ihres Verhaltens.

Es gibt doch kein Lehrermangel. Es gibt doch nur ein Mangel an Stellen für Lehrer. Und Lehrer, die zu den Sommerferien entlassen werden, um nach den Ferien wieder einzustellen, ist ein Armutszeugnis der Politik. Vielleicht sollte man eine ganze Generation der deutschen Bevölkerung wieder einmal ganz verdummen lassen, um dann wieder wirtschaftlich und politisch in Deutschland und auch in der EU wieder neu anzufangen.

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pom_muc 27.08.2018, 09:33
2.

Wieso wird das Bildungssystem in Berlin so negativ dargestellt?

Dort regiert seit über 17 Jahren ununterbrochen die SPD. Seit 1996 (also seit 22 Jahren) stellt die SPD den Bildungssenator. https://de.wikipedia.org/wiki/Senatsverwaltung_für_Bildung,_Jugend_und_Familie

Weil die SPD "kein Kind zurück lässt" und permanent "in Bildung investiert" ist das Schulwesen in Berlin inzwischen genau auf dem Niveau das die SPD anstrebt.

Die CDU sollte sich da nicht einmischen und die Bürger Berlins weiter die Früchte vergangener Wahlen genießen lassen.

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vox veritas 27.08.2018, 09:33
3. Phänomenal

Unsere Politiker sind die besten. Der Weitblick und der Professionalismus, den deutsche Politiker haben, ist international berühmt. Das sollte man als Exportschlager vermarkten (Sarkasmus Modus - AUS).

Mal im Ernst: Warum reagieren und handeln unsere Politiker immer erst dann, wenn sie einen halben Schritt vor dem Abgrund stehen?

Wie soll dann ein durchdachter und ausgeklügelter Fahrplan entstehen? Ich bin es ehrlich gesagt Leid, daß immer alles mit der heißen Nadel gestrickt wird.

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götzvonberlichingen_2 27.08.2018, 09:39
4. Wie oft denn noch?

Mal wieder eine Bestandsaufnahme? Als ob es nicht schon genug davon gäbe. Sogar mit Lösungsvorschlägen. Aber Kauder ist halt noch nicht so lange in der Politik, geschweige denn Teil der Regierungspartei, das muss man ihm nachsehen.
Lehrermangel, Geldmangel bei Bildung - das begleitet uns schon seit Jahrzehnten. Aber es ist halt günstiger, die hundertste Bestandsaufnahme zu fordern, als teures Geld zu investieren.

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mcsunny 27.08.2018, 09:48
5. Weg mit dem förderalen "Bildungssystem".

Die Landeskultusministerien mit ihren Landeskultusfürsten und ihrer Entourage gehören endlich abgeschafft.
Das Geld kann besser für die Festanstellung von Lehrern verwendet werden. Weiterhin gehört der Beamtenstatus von Lehrern endlich mal abgeschafft.

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allesmussraus 27.08.2018, 09:51
6. Sie haben es gewußt

aber nich reagiert. Gerade GrundschullehrerInnen werden viel zu schlecht bezahlt für diesen wichtigen Beruf. Ich kann aus eigener Erfahrung nur meinen Hut ziehen, mit welcher Energie viele Lehrer versuchen unter schwierigsten Bedingungen, den Kindern das Lesen und Schreiben beizubringen. Quereinsteiger in der Grundschule geht meiner Meinung nach gar nicht. Schüler die nicht mitkommen haben dann einfach Pech gehabt. Woher soll ein Quereinsteiger wissen, warum das Kind es nicht begreift. Wie muss er es fördern? Wie reagiert er bei Sprachproblemen durch Migrationshintergrund. Selbst voll ausgebildetet Grundschullehrer kommen da schnell an ihre Grenzen. Oder es werden Gymnasiallehrer für eine oder zwei Stunden pro Woche an die Grundschulen entsendet. Ein Philosoph in der ersten Klasse. Welch ein Irrsinn.

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pom_muc 27.08.2018, 09:54
7.

Zitat von götzvonberlichingen_2
Mal wieder eine Bestandsaufnahme? Als ob es nicht schon genug davon gäbe. Sogar mit Lösungsvorschlägen. Aber Kauder ist halt noch nicht so lange in der Politik, geschweige denn Teil der Regierungspartei, das muss man ihm nachsehen. Lehrermangel, Geldmangel bei Bildung - das begleitet uns schon seit Jahrzehnten. Aber es ist halt günstiger, die hundertste Bestandsaufnahme zu fordern, als teures Geld zu investieren.
Berlin ist das Bundesland das am meisten Geld pro Schüler ausgibt.
https://www.destatis.de/DE/PresseService/Presse/Pressemitteilungen/2018/02/PD18_056_217.html

Was ausbleibt sind die erwarteten Resultate für all das eingesetzte Geld.

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mborevi 27.08.2018, 09:55
8. Den Bildungsnotstand ...

... haben wir schon lange. Aber nicht der "Lehrermangel" ist daran schuld. Lehrermangel ist relativ und abhängig von der Schülerzahl pro Klasse. In meiner Schulzeit in den beginnenden 1950er Jahren lag die durchschnittliche Klassengröße in meiner oberfränkischen Heimatstadt bei 60-70, wie Klassenfotos zeigen. Trotzdem war der Lernerfolg groß und wir konnten, nach der vierten Klasse Volksschule, problemlos fehlerfreie Aufsätze schreiben und gut rechnen, was für die Aufnahmeprüfung für das Gymnasium auch unverzichtbar war. Schüler mit Lerndefiziten oder sogenannte "Problemschüler und -schülerinnen" (wir waren eine gemischte Klasse) gab es in unserer Klasse nicht.

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grotefend 27.08.2018, 09:55
9.

Viele führende Politiker, allen voran der Sozialdemokraten, haben leider in der Vergangenheit dazu beigetragen, dass das gesellschaftliche Ansehen der Lehrer massiv gelitten hat. Wenn ein Gerhard Schröder Lehrer als „faule Säcke“ bezeichnet oder Kurt Beck schwadroniert, er habe bereits dienstags das geleistet, was ein Lehrer in der ganzen Woche schafft, dann darf man sich nicht wundern, wenn sich - insbesondere an den Stammtischen der Nation - die Mär vom faulen Lehrer durchsetzt. Und wer möchte schon gerne einen Job ausüben, bei dem man sich nachsagen lassen muss, man würde nichts arbeiten und sei dazu noch überversorgt.
Sorgt dafür, dass der Lehrerberuf wieder einen ehrenwerten Ruf bekommt, bezahlt und behandelt die Leute ordentlich. Dann werden auch wieder mehr Leute den Job machen wollen.

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