Forum: Leben und Lernen
Lehrermangel: Volker Kauder warnt vor Bildungsnotstand
DPA

Volker Kauder macht sich Sorgen über die Qualität des Unterrichts: Wegen des Lehrermangels befürchtet der Unionsfraktionschef einen Bildungsnotstand. Nun müsse es eine "ehrliche Bestandsaufnahme" geben.

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freigeistiger 27.08.2018, 10:28
30. Bildungsnotstand, haben wir schon lange

Aus der Bildung Mitte des letzten Jahrhunderts ist lediglich Ausbildung geworden. Wie Merkel sagt, wir haben eine marktkonforme Demokratie. Weiter heißt dass eine marktkonforme Gesellschaft mit marktkonformer Ausbildung. Schule macht nur Ausbildung. Die Bildungsveranlagung und Prägung findet in der Familie statt. Schule erweitert dass. Von Aufklärung und Humanismus ist keine Rede mehr.

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dagegen! 27.08.2018, 10:30
31. Armes reiches Deutschland

Zum gruseln, diese ganzen Baustellen.
Bekommt die Politik, ob auf Länderebene, oder Bundesebene überhaupt irgend etwas in akzeptablem Zeitrahmen hin, Diätenerhöhungen mal ausgenommen?

- EU-Zusammenschluss: Fehlanzeige
- Flüchtlingsdebatte: Fehlanzeige
- Bildungs"not"stand: Fehlanzeige
- Straßeninfrastruktur: Fehlanzeige
- Flughafen Ber: Fehlanzeige
- Rente/Armut: Fehlanzeige
- Pflege-/KH-Personal: Fehlanzeige
- Maut: Fehlanzeige
- Schwarze Null: Erfolg
- Abschaffung der Sozialsysteme: Erfolg incomming!
- Niedriglohn -Land: Erfolg incomming!

Wem ging es nochmal gut? Ach ja, Deutschland. Bis uns das Ganze "am falschen Ende sparen" mal böse auf die Füße fällt und dann will es mal wieder keiner gewusst haben und alle schauen erschrocken.

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kael 27.08.2018, 10:31
32. Bildungsnotstand? Glaub' ich nicht.

Wo kommt auf einmal ein Bildungsnotstand her? Vermutlich nur in den Köpfen unserer Politiker. Denn der reale Bürger kennt dieses Problem seit Jahren und Jahrzehnten. Nun warnen ausgerechnet wieder Politiker vor einem (untragbaren) Zustand, denn sie selbst verursacht haben. Es reicht eben nicht, auf jeder Wahlversammlung "Mehr für Bildung!" zu fordern und dann die Sache auf sich beruhen zu lassen.
Im übrigen halte ich es für anachronistisch und zudem zerstörerisch, das Thema Bildung 16 Bundesländern zu überlassen, die jedes für sich das Bildungsrad ständig neu erfinden. Ergebnis? Siehe neue Erkenntnis von Herrn Kauder.

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John McC!ane 27.08.2018, 10:31
33. Immer wieder lustig...

...wenn Brandstifter "Hilfe, Feuer!" schreien... Kauder ist Mitglied des Kabinetts bzw. der Regierung, die für diese Mißstände VERANTWORTLICH ist (seit JAHREN!) und nach wie vor nichts Nennenswertes dagegen unternehmen! So gesehen absolut lächerliches Verhalten..

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andy_war_hohl 27.08.2018, 10:33
34. Wie wäre es

wenn wir die Bundestagsabgeordneten nur in den Sitzungswochen bezahlen? Die restliche Zeit arbeiten sie ehrenamtlich.

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pritt 27.08.2018, 10:35
35. Des Rätsels Lösung...

kann am Ende nur der intelligente Einsatz von IT sein. Denn egal, was die Verwaltung und die Politik tut, sie wird die Anzahl der Lehrer bei steigendem Bedarf (Binnendifferenzierung, Migration,...) nicht steigern können. Mein Tipp wäre: sich an einen Tisch mit der bösen Industrie zu setzen und ein Konzept auszuarbeiten, wie Software zentrale Bildungsaufgaben übernehmen kann. Die Bereitstellung der notwendigen Hardware darf dabei z.B. keine Aufgabe der Schulen sein, die haben dafür eh keine Zeit. Das jeder Lehrer sich über Jahre hinweg mit der Aufbereitung der eigenen Unterrichtsmaterialien aufhält ist ein Anachronismus sondergleichen. Wissensvermittlung sollte für eine Lehrer in den Hintergrund rücken, statt dessen sollten Lehrer sich um die Motivation des Einzelnen, um zwischenmenschliche Faktoren und um den Klassenverband als Ganzes kümmern. Dann macht es auch wieder mehr Spaß Lehrer zu sein!

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isi-dor 27.08.2018, 10:36
36. Bildung ist ein Menschenrecht!

Nichts hassen Machtpolitiker mehr, als ein gebildetes Volk.

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unhappy_truth 27.08.2018, 10:36
37. Das Motto des Tages

„Einfach mal machen!“
Die Probleme sind bekannt, seit Jahrzehnten!!!
Das Bildungsproblem verkommt zu einem schlechten JeKaMi-Abend (Jeder kann mitmachen). Das gilt ebenso für viele andere drängende Probleme auch (Altersarmut, Altersarbeitslosigkeit, verrottende Infrastruktur, Bundeswehr etc. etc.). Es gibt keinen ausführbaren Plan, nur das Schieben von einer Bestandsaufnahme zur nächsten.
Dabei...ALLES IST BEKANNT. Es ähnelt ja schon einer Zwangszuführung der Wähler zur AFD! Doch anstatt etwas auf die „Kette zu bekommen“, wird sich auch noch rechts außen angebiedert! Wann merkt die „alte“ Politik, welche Probleme WIRKLICH da sind!?!

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acct23 27.08.2018, 10:36
38.

Ich habe selbst 9 Jahre lang als Quereinsteiger unterrichtet, und mich dann im letzten Jahr dazu entschieden, eine Festanstellung in einem Unternehmen in der IT-Branche anzunehmen.
Zwar war die Regierung recht fair zu mir, was die Bezahlung anging (und meine Verträge gingen jeweils bis zum Tag vor dem Beginn des neuen Schuljahres, ich bekam also auch die Sommerferien bezahlt), jedoch war mir das Ganze zu unsicher, was Weiterbeschäftigung angeht... es ging immer um befristete Verträge von 6-12 Monaten.
Teils habe ich erst einige Wochen vor Ablauf eines Vertrages erfahren, OB es einen Folgevertrag gibt. Die erste Schule, an der ich unterrichtete, wurde von einer Real- zu einer Gesamtschule umgewandelt. Dass ich nicht übernommen werden würde erfuhr ich 3 Tage vor Ende des Schuljahres (und ja, ich habe oft genug nachgehakt).
Zum Glück kannte ich den Schulleiter einer anderen Schule und habe bei ihm nachgefragt, um auch im nächsten Schuljahr eine Anstellung zu haben.
Ich bin dankbar für die Zeit, die ich dort arbeiten durfte, habe viel zusätzlichen Respekt für Lehrer gewonnen, habe aber lieber eine Anstellung bevorzugt, bei der ich unbefristet angestellt bin, auch wenn die Bezahlung etwas geringer ist. Und was ich an organisatorischem Wahn, eigenartigen Verordnungen seitens der Regierung, Unterrichtsausfall und Vertretungen aufgrund von Kollegenmangel und Krankheiten erlebt habe, festigte meinen Entschluss zusätzlich.

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tmattm 27.08.2018, 10:37
39. Die Qualität von Quereinsteigern

Ich verstehe nicht, warum so oft gegen die Quereinsteiger geredet wird. Besonders auf dem Gymnasium halte ich Quereinsteiger für wertvolle Lehrer. Während meiner Schulzeit hatte ich mehrere Quereinsteiger als Lehrer und habe erlebt, dass diese aufgrund ihres Wissens und fachlicher Erfahrung unter den Schülern hohen Respekt genossen. Ich glaube, dass man die Pädagogik/Didaktik der Lehrämtler (zumindest auf Gymnasien) für den Unterricht nicht überbewerten darf.

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