Forum: Leben und Lernen
Lehrlingsmangel in Betrieben: Suche Azubi, biete Auto
DPA

Kurz vor Beginn des Lehrjahrs sind in Deutschland noch Zehntausende Ausbildungsplätze frei. Die Lehrbetriebe locken mit Begrüßungsgeld, Smartphone oder einem eigenen Wagen.

Seite 1 von 11
altmannn 01.09.2013, 08:37
1. Zuwanderung

Zitat von sysop
Kurz vor Beginn des Lehrjahrs sind in Deutschland noch Zehntausende Ausbildungsplätze frei. Die Lehrbetriebe locken mit Begrüßungsgeld, Smartphone oder einem eigenen Wagen.
kann helfen, das Problem zu lösen. Dann brauchen sich die Betriebe nicht mehr mit weniger geeigneten Bewerbern abquälen und die Extras sparen sie auch.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
großwolke 01.09.2013, 09:35
2. optional

Diese Entwicklung kann man als Chance verstehen: vielleicht geht durch den äußeren Druck das recht statusbewusste deutsche Berufsausbildungswesen ja dazu über, einfache Anlern-Jobs einfachen Ungelernten zur Verfügung zu stellen. Um ein paar geläufige Beispiele zu bringen: Putzen, Regale/Auslagen einräumen und Dinge über einen Scanner ziehen (Verkäufer), Pakete aufreißen/verpacken und Dinge in Regale stapeln bzw. bei Bedarf wieder rausholen (Fachkraft für Lagerwirtschaft) sind Sachen, die jeder trainierte Affe machen kann, die muss man nicht hinter ein- bis dreijährigen "Berufsausbildungen" verstecken. Da kann man sich auch Arbeitslose jenseits der 25 für ranholen, die kriegen das hin. Die wollen dann natürlich auch je nach Region so zwischen 7 und 10 Euro die Stunde dafür haben, klar, so ein Lehrling ist da natürlich viel "preiswerter" zu haben...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
papayu 01.09.2013, 09:38
3. Man nehme 200.000 Jugendliche schmeisse diese

in einen Pott von140.000 Lehrstellen, ruehre einfach
um und ziehe dann entsprechend und macht es passend!
Und Du kannst oben und unten unterscheiden, also mach einen Ingenieur.
Und der Abiturient wird zum Drahtflechter ausgebildet.

Ach so, das ist wie bei den Ministern. Mach Du mal !
Was Du bist Junggeselle, passt. Geh ins Familienministerium.
Und Du, Du machst erst den Doktor, da kannste was werden bei uns.
Billige Arbeitskraefte, mehr nicht. War schon immer so.
Als ich 1956 in die Lehre ging, durfte ich im ersten Jahr, Laufbursche, Ableger und Broetchenholer machen.

Denken Sie mal nach! Wer geht denn von den Jungen fuer nen Appel und nen Ei arbeiten, wenn es H4 gibt?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
csmart48 01.09.2013, 09:42
4. optional

Das liegt, denk ich, an mehreren Faktoren. Da gibt es die, die später nicht bei miesen Arbritszeiten und kargen Lohn arbeiten wollen. Dienstleistungsbranche, Pflege etc. Warum soll ich einen Beruf lernen wo ich später kaum Geld zum Leben habe ? Dann gibt es die, die studieren und Akademiker werden. Es gibt selten jemand mit Abitur der bei Marchè seine Ausbildung macht. Wenn er schlau ist. Zuletzt gibt es die Gruppe Hartz IV die in dem Großstadtghettos herangezüchtet werden. Wir laufen momentan in einen Teufelskreis rein. Die Betriebe sind nicht mehr in der Lage vernünftige Gehälter zu bezahlen aufgrund des Kostendruckes. Der deutsche möchte möglichst alles umsonst haben aber er kapiert nicht das Service und Qualität ihren Preis haben. Das Gleichgewicht ist schon lange aus den Fugen geraten. Wenn wir nicht bald was ändern brechen auch größere Betriebe weg. Die Zahl der Hartz IV Empfänger steigt kontinuierlich weiter an. Der Verbraucher merkt das er keine Leistung mehr in Anspruch nehmen kann weil keiner da ist der sie Erbringen kann. Am Ende stellen sich dann alle die Frage: Wie konnte das passieren ?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ba-349 01.09.2013, 09:48
5.

Zitat von altmannn
kann helfen, das Problem zu lösen. Dann brauchen sich die Betriebe nicht mehr mit weniger geeigneten Bewerbern abquälen und die Extras sparen sie auch.
Das ist naives und unreflektiertes Geschwätz!

1. Sind mit Sicherheit nicht alle Zuwanderer die Top-Arbeitnehmer von morgen.

2. Müssen auch die vermeintlich schwächeren gefordert und gefördert werden, sonst züchtet man sich bewusst eine unmotivierte Unterschicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hanfiey 01.09.2013, 09:53
6. Zuwanderung

Ist keine Lösung. Ohne Deutsch geht im Handwerk nichts und wir haben genug Arbeitslose. Zuwanderung ist nur geeignet die Löhne zu drücken, die Werksverträge sprechen da eine eindeutige Sprache. Es gibt allerdings auch Ausnahmen in Nischenbereichen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
märz123 01.09.2013, 09:59
7.

Zitat von
Der Handwerkskammer in Halle zufolge übernehmen Firmen oft das Bus- oder Bahnticket zur Berufsschule
Das sollte normal sein!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
antilobby 01.09.2013, 10:04
8.

Zitat von altmannn
Zuwanderung kann helfen, das Problem zu lösen. Dann brauchen sich die Betriebe nicht mehr mit weniger geeigneten Bewerbern abquälen und die Extras sparen sie auch.
Dafür müssten die Betriebe mit schwächen Sprachkenntnissen, anderen kulturellen Gepflogenheiten und höhere Fluktation rumschlagen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
chefrationalist 01.09.2013, 10:04
9. Werbung im Ausland machen

Wenn die Bundesregierung in den von hoher Jugendarbeitslosigkeit geplagten europäischen Ländern Werbung für die nicht besetzten Ausbildungsplätze machte, dann wäre dies effektiver und billiger als jede Kreditbürgschaft. Nicht nur würde es den Arbeitsmarkt in den betroffenen Ländern entlasten - es käme auch dem eigentlichen europäischen Gedanken zu Gute. Zugleich könnten deutsche Betriebe die talentiertesten jungen Leute aus dem Ausland anwerben und so die eigene Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit steigern. Ergänzen sollte man so ein Angebot noch um Sprachkurse, um den jungen Leuten die Integration zu erleichtern. Mir jedenfalls sind motiviere und talentierte junge Menschen aus den anderen europäischen Ländern hochwillkommen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 11