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"LEO 2018"-Studie: 6,2 Millionen Erwachsene können nicht richtig Deutsch lesen und sc
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Bildungsministerin Karliczek spricht von einem Erfolg: Die Zahl der Menschen, die nicht richtig lesen und schreiben können, ist in Deutschland zurückgegangen. Betroffen sind aber noch immer Millionen Bürger.

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f-rust 07.05.2019, 06:42
1. nur befragt, wer schon deutsch versteht

und kommunal wahlberechtigte 16jährige nicht sowie Rentenalter nicht ... wie hoch wohl dann die Dunkelziffer?

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joe_guglielmo 07.05.2019, 06:57
2. Über die untere Grenze der Bildungsanforderungen

kann diese Ministerin sich gerne auslassen.
Wenn sie aber gleichzeitig akademische Abschlüsse und Titel bagatellisiert, dann stellt sie damit Ihren Auftrag als Bildungsministerin infrage!
(Akademische) Bildung ist der einzige Rohstoff, den wir in Deutschland haben. Sollten Bildungsabschlüsse und Titel nichts bedeuten, wäre Ihre allereigenste Aufgabe im nationalen Interesse, sie bedeutsam zu machen und nicht sie zu bagatellisieren, was sie tut. Dass ggf. ein Schreiner mehr verdient, als ein Rechtsanwalt, so eine Äußerung gehört höchstens in die CDU- Mittelstandsvereinigung aber nicht in ein Ministerium für Forschung und Bildung.
Das ist eine krasse und hochgefährliche Fehlbesetzung als Bildungsministerin. Dass sie sich als Hotelmanagerin auf dem zweiten Bildungsweg etabliert hat ist respektabel, qualifiziert aber nicht dazu Firschungs- und Bildungspolitik zu machen.

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macb 07.05.2019, 06:58
3. Wundert mich überhaupt nicht

Deutschland schafft sich ab, das kann man nicht weg diskutieren.Und wenn ich die Jugend so reden höre, überkommt mich das kalte Grausen....

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napoleonwilson 07.05.2019, 07:10
4. Schlechtes Deutsch...

Wenn ich so manches Email von meinen jüngeren Kollegen, alle mit Diplom oder Master, bekomme, hege ich starke Zweifel an der schriftlichen Ausdrucksweise. Rechtsschreibfehler, keine oder kaum Groß/Klein Schreibung, Satzstellung, zu privater Ausdruck. Wirklich schlimm. Das sich solche Leute lächerlich machen, wenn Sie Business Emails im Whats Up Stil schreiben, fällt diesen selbstbewussten Möchtegerns gar nicht auf. Da meint man öfter, ein Analphabet hat geschrieben. Nur noch peinlich. Da geben sich ausländische Kollegen deutlich mehr Mühe.

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Glaubnixmehr 07.05.2019, 07:13
5. Migranten Anteil an Analphabeten noch höher?

Wenn nur diejenigen befragt wurden, die für ein Interview ausreichende Deutschkenntnisse hätten, dann dürfte der Anteil der Analphabeten bei den Migranten noch wesentlich höher sein, so dass sie wahrscheinlich mehr als die Hälfte aller Analphabeten in Deutschland stellen. Sollten nicht eigentlich Fachkräfte ins Land kommen?

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Glaubnixmehr 07.05.2019, 07:13
6. Migranten Anteil an Analphabeten noch höher?

Wenn nur diejenigen befragt wurden, die für ein Interview ausreichende Deutschkenntnisse hatten, dann dürfte der Anteil der Analphabeten bei den Migranten noch wesentlich höher sein, so dass sie wahrscheinlich mehr als die Hälfte aller Analphabeten in Deutschland stellen. Sollten nicht eigentlich Fachkräfte ins Land kommen?

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jan-willem.overweg 07.05.2019, 07:18
7. Alfa-Telefon

Hilfe gibt es beim Alfa-Telefon.
+4980053334455



Ob es möglich wäre darauf auch im Text noch einmal hinzuweisen?

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hrboedefeld 07.05.2019, 07:19
8. und sprechen?

ich wohne in Schwaben.
Hier kann kaum jeder 10. sich verständlich ausdrücken. Dialekt ist ja schön und gut, aber zu aller erst muss doch das Kind Hochdeutsch lernen und später in der Lage sein sich auch mit anderen unterhalten zu können, ohne dass der Gesprächspartner gezwungen ist Wörter aus dem Zusammenhang erraten zu müssen. Ich verstehe ja kaum meine Nachbarn, wenn sie mich nur fragen ob die Mülltonnen raus müssen. In der heutigen Berufswelt bleibt man eben nicht mehr sein Leben lang im Heimatort und bei vielen Kindern wird das schwierig mit der Verständigung in den anderen Bundesländern.
Ganz zu schweigen von den jungen Damen, die mich früher immer fragen: "Ganget ma no wo na?"
So hübsch kann gar niemand sein, dass ich da mitgegangen wäre.
Übersetzt heißt das: "Gehen wir noch gemeinsam woanders hin?" ;)

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ayv62957 07.05.2019, 07:23
9.

Ja, oft sind solche Umfragen bestimmt halbwegs aussagekräftig... In diesem Fall möchte ich die Aussagekraft aber mal ganz klar anzweifeln. Um das inländische Analphabetentum mit Zahlen auszudrücken ist die Selbsteinschätzung der Betroffenen wohl eher wenig geeignet.

Dazu kommt, aber das muss jeder für sich selbst beurteilen, kann das nach meiner Ansicht nicht mal ansatzweise hinkommen:

2011 waren es 7,5% Analphabeten
2019 waren es nur noch 6,2% TROTZ Zuzug von (mindestens) 1 Millionen Flüchtlingen.

Sorry, das klingt mir eher nach Schönrechnerei. Jeder, der sich mit der Materie befasst weiss, dass in den letzten Jahren, also seit 2011, kaum nennenswert mehr Finanzmittel in die Erwachsenenbildung geflossen sind. Wie also soll das geschehen sein? Weil sich die ehemaligen Analphabeten einfach mal mehr angestrengt haben, als die Jahre zuvor?

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