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Linke vs. Burschenschafter: Kleinkrieg an deutschen Unis
DPA

In Deutschlands Uni-Städten werden verstärkt Burschenschaften und Verbindungen angegriffen. Besonders in Göttingen knallt es gewaltig. Nun sorgt sich die Polizei.

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elektronenschubser 27.07.2016, 08:21
20. Alles Burschis?

Das sieht man wieder wie weit es her ist mit der Linken als Hüter der Demokratie und Menschenrechte als die sie sich selbst gerne propagiert. Menschen mit einer vermeindlich anderen politischen Einstellung werden also auf der Straße verprügelt, oder ihre Gartenhütten angezündet. Das nenne ich einmal Debattenkultur.

Auch dieser Artikel macht den Fehler einer für viele Verbindungsstudenten unangenehmen Pauschalisierung. Nicht alle Korporierten sind Burschenschaftler. Ehr die wenigsten. Die Landsmanschaftler des Coburger-Convents ehr garnicht.

Die Aussage mit Aufnahmeritualen würden die Verbindungen selbst Gewalt ausüben ist einfach eine Frechheit. Genauso die lapidare Antwort es läge wohl am offen getragenen Couleur. Von Demokraten erwarte ich Farbe bekennen und Debatte - nicht Prügel.

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Schee wars... 27.07.2016, 08:21
21. Alle aus der Kategorie

Zitat von so-oder-so
"Linke Aktivisten"? Ernsthaft? Man kann ja von Verbindungen halten was man will - Leute die ich daraus kennengelernt hab, waren eher aus der Kategorie "strohdumm". Kein Wunder also, dass dort rechtes Gedankengut so grassiert. Das ist aber kein Grund Mordanschläge zu verüben, jeder hat ein Recht auf die eigene Meinung, auch wenn sie eben strohdumm ist. Alles andere ist Linksfaschismus - da sollten sich die Linksextremisten mal überlegen, wem sie gerade nacheifern.
Friedrich Nietzsche
Gustav Stresemann
Heinrich Heine
Ferdinand Porsche
Wilhelm Hauff
Konrad Adenauer
Prinz Asfa-Wossen Asserate von Äthiopien
Prof. Dr. med. Alois Alzheimer

Nachgewiesenermassen alles "strohdumme" Verbindungsmitglieder.

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in_peius 27.07.2016, 08:24
22. Halbe Wahrheiten?

Selbstverständlich sind Brandstiftungen und Körperverletzungen Straftaten und als Mittel politischer Agitation nicht nur kontraproduktiv, sondern auch zu missbilligen. Bei einer Berichterstattung darüber sollte allerdings der Realität ins Auge geblickt werden, dass eine der beteiligten Seiten hier in aller Reegel "beste Vernetzungen" zur Justiz aufweist (immerhin ist das schließlich der Hauptgrund, warum sich junge Menschen freiwillig zur kollektiven Selbsterniedrigung melden...neben den preiswerten Mieten in Verbindungshäusern halt), während die andere den Gang zu Ermittlunsgbehörden in aller Regel meiden wird. Da hier nicht einmal der Versuch unternommen wurde, die Perspektive der Gegenseite einzufangen, ist "tendenziös" wohl noch ein sehr euphemistischer Begriff für Frau Haugs Artikel...

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exil-berliner 27.07.2016, 08:24
23. Alles geht über Vitamin B

Zum Phänomen der Burschenschaften ist folgendes zu sagen: der Grundgedanke sich zu vernetzen ist sehr gut. Spaeter im Berufsleben geht besonders im Managment und den Fuehrungspositionen ohne networking nicht viel. Dass Jungs aus besseren sozialen Schichten sich in der Unizeit zusammen schließen ist logisch, man will unter seines gleichen bleiben.
Bei den Linken ist es wohl eher der unterbewusste Sozialneid auf bessergestellte Gesellschaftsschichten, nach dem Motto: wenn Du nicht zur Elite gehoerst, bekaempfe sie

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Esib 27.07.2016, 08:26
24. Spiegel macht sich mitschuldig.

Die Streitigkeiten selbst will ich nicht beurteilen, da ich an dieser Stelle zu wenig Einblick habe. Doch durch seine verharmlosende Berichterstattung bei linken Gewalttätern (die hier wieder einmal als "Aktivisten" bezeichnet werde, obwohl es einfach nur gewalttätige Kriminelle bis hin zu Linksterroristen sind) ermutigen Journalisten diese Leute immer wieder, diese Gewalt als legitim anzusehen.
Lieber Spiegel: Gewalt ist immer zu ächten - gleichgültig von wem sie ausgeht und gegen wen sie sich richtet. Auch Linksterroristen sind nur Straftäter, nicht "Aktivisten", nicht "Autonome", nicht "Antifa". Einfach nur gewalttätige Verbrecher. Wäre schön, wenn ihr sie zukünftig auch so bezeichnen könntet, schon alleine deshalb, weil sich nicht jeder Linke zu diesen gewalttätigen Ar***löchern zugehörig fühlt.

Noch etwas: Wenn die Gießener Politikwissenschaftlerin Alexandra Kurth schreibt: "(...) kann nicht nachvollziehen, warum sich Burschenschafter derzeit primär als Opfer sehen. Auch sie seien bekannt für Schikanen, zum Beispiel bei Aufnahmeritualen." frage ich mich ernsthaft, was das eine mit dem anderen zu tun hat. Wenn jemand so blöd ist, sich irgendeinem doofen Aufnahmeritual zu stellen, ist das das eine und seine persönliche Sache. Politisch motivierte Gewalt ausüben und dabei den Tod anderer Menschen in Kauf zu nehmen, ist hingegen etwas völlig anderes. Wenn eine Politikwissenschaftlerin so etwas nicht auseinander halten kann, frage ich mich, wie sie einen derartigen Studienabschluss erhalten konnte.

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rjb26 27.07.2016, 08:26
25. Gewalt

geht garnicht. was mich allerdings stoert, ist das in diesem Land rechte Gewalt in der Regel gedeckt wird, auch von Polizei , Gerichten und Verfassungsschutz, man denke nur an NSU und Oktoberfest....

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wurstkaiser 27.07.2016, 08:31
26. Inhaltlich unsauber

Leider macht die Autorin hier den gleichen Fehler, den auch die erwähnten linken Aktivisten machen: Sie wirft Burschenschaften und andere Verbindungen in einen Topf. So ist z. B. das eingangs erwähnte Corps Hannovera offensichtlich keine Burschenschaft, sondern ein Corps. Man spricht ja auch nicht von den NPDen, wenn man die deutschen Parteien meint. Korrekt wäre daher der Begriff Studentische Verbindungen. Burschenschaften sind nur ein Teil dieses breiten Spektrums, das von liberalen, weltoffenen Verbänden wie den Corps, den Mitgliedern des Coburger Convents und anderen über konfessionell orientierte Verbindungen bis hin zu den teils offen rechtsradikalen Bünden der Deutschen Burschenschaft. Selbst innerhalb des burschenschaftlichen Spektrums gibt es erhebliche Unterschiede, wie man an der Spaltung der Deutschen Burschenschaften in Folge des Rechtsrucks innerhalb des Dachverbandes (z. B. in der Frage ob nur "Blutsdeutsche" als "echte Deutsche" anzuerkennen seien) erkennen kann.

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Pango 27.07.2016, 08:33
27. Linksextremisten

Zeit das Kind beim Namen zu nennen - wir haben es hier mit Linksextremisten zu tun. Die unterscheiden sich nicht mal mehr optisch von den Rechten. In ihrer Gewalt und ihrem intoleranten Gedankengut leben sie einfach nur einen spiegelverkehrten Faschismus. Erbärmlich.

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otzer 27.07.2016, 08:34
28. Wer ein Gebäude anzündet...

und in Kauf nimmt, dass mehrere Menschen darin umkommen, der ist nicht "Antifa" sondern "AntiHuman".

Das hat mit "Raufereien" nichts mehr zu tun, sondern ist hochkriminell und menschenverachtend. Zu dem IQ solcher Täter schreibe ich hier lieber nichts.

Politisch Linksgesinnte sollten sich so klar wie möglich von einem solchen brandschatzenden Mob distanzieren, denn irgendwann stirbt tatsächlich ein Mensch bei diesen Aktionen. Und dann heißt es wieder: Wie konnte es so weit kommen?

Langsam vermisse ich auch eine ernsthafte politische Diskussion zum Thema "linke Gewalt".

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RenegadeOtis 27.07.2016, 08:34
29.

Zitat von women_1900
Was mich aber seit langer Zeit gewaltig stört: Linke scheinen sich einen Freibrief für Gewalt, für Brandstiftung auszustellen.
Das tut rechts doch genauso: Im Namen des Volkswillens, des Volkskörpers und was man nicht sonst noch alles mit "Volks-" bilden kann.

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