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"Lunch shaming" in den USA: Wenn Eltern nicht zahlen, bezahlen die Kinder
DPA

Manche US-Schulen demütigen Kinder, deren Eltern das Essensgeld nicht bezahlt haben. Die Angestellte einer Schulkantine wehrte sich gegen das "lunch shaming" - der erste US-Bundesstaat hat die Praxis nun verboten.

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sammilch 08.05.2017, 09:41
1. Kommentar

Das sowas in einem Land, wo man mal schnell auf mehrere Millionen Dollar verklagt werden kann (z.B. in dem Fall wegen seelischer Grausamkeit) überhaupt passiert wundert einen dann doch.

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mannausbonn 08.05.2017, 09:45
2. wow ...

was für ein schlimmes, schreckliches land! man kann amerikanische politiker einfach nur verachten!

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gvcom 08.05.2017, 09:45
3. kein Wunder.......

das ist die hässliche Fratze des amerikanischen Kapitalismus.......

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witti 08.05.2017, 09:47
4. Amerika - wer soll Dich verstehen?

Eltern, die das Essensgeld für Ihre Kinder nicht bezahlen können sind die "Abgehängten". Und es waren die "Abgehängten", die Trump gewählt haben. Doch leider macht Trup jetzt genau das was zu erwarten wa: Er macht nur Klientelpolitik für die Reichen. Wer soll das noch verstehen, wie Wahlergebnisse zustande kommen. Sind die Leute alle so blind wenn es um Politik geht?

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zac.m 08.05.2017, 09:53
5. Und das ist unser Vorbild?

Das soll unser Vorbild sein, der große "Bruder" USA mit ihrem Clownpräsidenten und einer Analphabetin als Bildungsministerin (Betsy Devos)? Was für ein Hohn!

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mama_arbeitet 08.05.2017, 09:55
6. grausam, menschenunwürdig

Was ist das für eine Welt, in der kleine Kinder für die Probleme oder Versehen ihrer Eltern mit ihrer (unantastbaren!) Würde bezahlen müssen?!
Welche Gründe auch immer vorliegen für das nicht bezahlte Essens-Geld, ein Kind dermaßen leiden zu lassen, macht mich gerade rasend wütend. Was für ein Mensch muss man dazu sein, solche Praktiken auch noch durchzuführen, die sollten sich in Grund und Boden schämen und hoffen, niemals so auf andere angewiesen zu sein, wie Kinder auf sie angewiesen sind.

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auweia 08.05.2017, 09:58
7. In diesem Zusammenhang....

musste ich an eine andere SPON-Meldung aus der USA denken. Warren Buffet kritisiert die Trump-Administration für deren Gesundheitspolitik und sagt, dass Leute wie er nun Milliarden sparen werden. (http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/warren-buffett-bezeichnet-obamacare-als-steuersenkung-fuer-reiche-a-1146471.html)
Er ist selbstverständlich nicht verpflichtet, Aufgaben des Staates direkt zu finanzieren, aber er (oder einige seiner Kollegen) könnten als politische Geste doch national oder in ihrem jeweiligen Bundesstaat die Finanzierung einer Schulspeisung übernehmen - und sei es auch nur für die Kinder, deren Eltern es nicht selber könnten. Respekt und Dankbarkeit wären ihm sicher - und vielleicht kann er es ja auch von der Steuer absetzen...

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albertusseba 08.05.2017, 10:01
8. Nicht nur in den USA

auch in Berlin-Neukölln und in anderen Berliner Bezirken und auch in NRW sorgen Lehrer aus der eigenen Tasche für die Mahlzeiten der Kinder, schmieren Brote, bringen Obst mit, während die Eltern dieser Kinder mit dem - wenn auch im älteren Modell - SUV vorfahren und mit dem Kindergeld und der sonstigen Staatsknete ihre Handys und Zigaretten bezahlen. Klingt wie ein von Vorurteilen triefendes Klischee, kann man aber jeden Tag in vielen Stadtvierteln Deutschlands anschaulich erleben und besichtigen.

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hausmacher 08.05.2017, 10:02
9. Profitcenter

So so einfach ist die Rechnung in god's own Country.
Häftlinge in privat geführten Gefängnissen sind Teil des Geschäfts in einer entfesselten Marktwirtschaft.
Kinder sind da nur Kostenfaktoren die erstmal eine Investition sind, die einen unsicheren Profit versprechen.
Bei uns mag ja auch nicht alles perfekt laufen, aber lunch shaming braucht niemand.
Unter Trump wird vielleicht auch noch der gute mittelalterliche Markt Pranger wiedereingeführt.
Im den USA sehen wir innen- und außenpolitische gefährlichen Zeiten entgegen.

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