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"Lunch shaming" in den USA: Wenn Eltern nicht zahlen, bezahlen die Kinder
DPA

Manche US-Schulen demütigen Kinder, deren Eltern das Essensgeld nicht bezahlt haben. Die Angestellte einer Schulkantine wehrte sich gegen das "lunch shaming" - der erste US-Bundesstaat hat die Praxis nun verboten.

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Harald Schmitt 08.05.2017, 10:02
10. Was für ein Zeichen

ist denn das, wenn das reichste Land der Erde lieber das Essen in den Müll schmeisst als es den hungrigen Kindern zu geben!
Da kann man den Kindern doch gleich sagen du bist nur Müll geh sterben!
Was für ein tolles Land, gegen Abtreibung, alle Macht der Selbstbewaffnung, Gott schütze Amerika(aber nur die Reichen davon) aber die Kinder kriegen kein Essen.
Da werden die Reichen mit Steuererleichterungen beschenkt, während die Ärmsten hungern müssen?!
Selbst die Menschen im Knast bekommen was zu essen und viele von denen sitzen nur, weil die sich mit ein paar Drogen aus dieser Welt befreien wollten!

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prisma-4d 08.05.2017, 10:09
11. ...das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

Man könnte ironisch sein und sagen: Die Kinder werden doch nur auf den brutalen Alltag des reinen Kapitalismus vorbereitet. Bedenken wir, so wie es sozialistische Regime als selbstverständlich erachten "Ihre" Kinder in ihrem Sinne zu erziehen, kennen die Kapitalisten auch keine Gnade mit den Kleinen.

Was dort mit den "Ärmeren" geschieht, ist lediglich die Folge der sozialen Kälte im System USA. Genau aus dem Grund springen die Amerikaner mit ihren privaten Initiativen ein - und sehen sich selbst als mitfühlend und sozial. Denn im Gegensatz zu uns (Deutschen) engagieren sich sehr viele in irgendwelchen sozialen Projekten und fühlen sich deswegen gut. Auf der anderen Seite pofitieren nur "würdige Arme" von diesen privaten Initiativen. Während von staatlicher Seite die Bedüftigen nicht vom Kompass des Helfenden abhängig sind.
Und dem Zahlungsverweigerer ist durchaus zuzutrauen das er drauf baut, dass sein Kind so oder so sein Schulessen bekommt. Wer es nicht glaubt, sollte sich mal die Zahlen der Nichtversicherten im Amerikanischen Gesundheitswesen genauer ansehen. Ein sehr hoher Prozentsatz von Menschen sparen sich eine Krankenversicherung obwohl sie sich diese mehr als leisten könnten und vertrauen auf die Notfallhilfe die immer geleistet werden muß, auch wenn keinerlei Versicherung besteht. Und diese Einstellung geht durch alle Gesellschaftsschichten... in unserem Fall trift es aber mal wieder die Schwächsten... die Kinder.
Und so braucht es eben wieder ein Gesetz welches die Möglichkeiten im Land der unbegrenzenten Möglichkeiten einschränkt. So gesehen verstehe ich die Amerikaner wenn sie sich gegen die überbordende staatliche Bevormundung wehren.

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rrussel 08.05.2017, 10:09
12. Vom Clown regiert...

...und sich wie Clowns verhalten. Die Amis sind doch einfach nur lächerlich. Die halten sich für die größten und machen so was mit ihren Kindern?

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mthi 08.05.2017, 10:14
13.

Der Artikel zeigt, wie ich finde, welchen Stellenwert heute die Psychologie einnimmt: Da wird Kindern Nahrung verweigert und auch wenn Kinder in Amerika alleine von einem (vermutlich regelmässig) vorenthaltenen Mittagessen nicht verhungern, so dürfte ihnen das Essen dennoch fehlen. Die Scham kommt natürlich noch oben drauf, aber das Kernproblem ist dennoch ganz ordninärer Hunger.
Bei jenen Kindern, die einen Stempel auf den Arm bekommen oder bei jenen, die mit einem alternativen Käsebrot abgespeist werden stimmt es aber natürlich: Da werden Kinder beschämt.

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seyffensteyn 08.05.2017, 10:19
14. Wenn ich etwas kaufe,muß ich es bezahlen!

Die eltern,die es versäumt haben,das Geld für die Schulspeisung zu entrichten,sollten ihren Kindern morgens zuhause etwas zu essen mitgeben,daß sie erst gar nicht in die Situation kommen,an der Kasse "aufzufliegen".Da hilft.

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mborevi 08.05.2017, 10:19
15. Die USA sind leider ...

... zutiefst unchristlich, denn wie steht geschrieben: "Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan" (Mt 25,40). Wer daher aus Machtkalkül nur etwas für die Reichen tut, der sorgt für den freien Fall der USA in die Bedeutungslosigkeit. Denn nicht Waffen und Phrasendrescherei machen eine bedeutende Nation aus. Vielmehr Nächstenliebe, Freundschaft, Gerechtigkeit.

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Sibylle1969 08.05.2017, 10:19
16. Beschämend

Eine solche Praxis in einem der reichsten Länder der Welt ist einfach nur beschämend. Die Kinder können ja wohl nichts dafür, wenn ihre Eltern nicht bezahlt haben. In den allermeisten Fällen wird das ja keine böse Absicht gewesen sein, sondern die Eltern haben zu wenig Geld.

Da verdienen hohe Manager Hunderte Millionen im Jahr, aber es kein Geld da, um Kindern aus armen Familien das Mittagessen in der Schule umsonst zu geben.

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doedelf 08.05.2017, 10:21
17. Arme Welt

ein Land mit den meisten Millardären, den größten Tec Firmen z.b. Apple die eine viertel Billion an Barvermögen haben (und quasi nicht wissen was sie mit der Kohle machen) und gleichzeitig solche Szenen. Unfassbar - als Vater von zwei lieben kleinen Kindern kommen einen unweigerlich die Tränen dabei. Was hier in den Kinderseelen reinzementiert wird, kein Wunder das die meisten dann auch nicht aus dieser Abwärtsspirale entkommen können. Gleich in der Kindheit gebrochen, zahlen für die "Sünden" der Eltern (deren einzige Sünde vermutlich ist das sie in einem Land leben in dem man trotz 3 Jobs das Essensgeld nicht zahlen kann).

Das schlimme dabei: Dieses Land ist dann das Vorbild in extrem viele Ebenen für uns andere westlichen Länder. Da wird alles ungesehen importiert und in unsere Gesellschaft geklebt. Siehe H4 Sanktionen und welche hässliche Szenen sich in manchen "Jobcenter" abspielen. Als gutverdiener schäme ich mich dafür.

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D.E. 08.05.2017, 10:22
18. Das Herz des Bösens

Dieses Land verdirbt den Sinn für Moral der ganzen Welt.

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Sibylle1969 08.05.2017, 10:22
19.

Zitat von albertusseba
auch in Berlin-Neukölln und in anderen Berliner Bezirken und auch in NRW sorgen Lehrer aus der eigenen Tasche für die Mahlzeiten der Kinder, schmieren Brote, bringen Obst mit, während die Eltern dieser Kinder mit dem - wenn auch im älteren Modell - SUV vorfahren und mit dem Kindergeld und der sonstigen Staatsknete ihre Handys und Zigaretten bezahlen. Klingt wie ein von Vorurteilen triefendes Klischee, kann man aber jeden Tag in vielen Stadtvierteln Deutschlands anschaulich erleben und besichtigen.
Ja, aber da können die Kinder nichts dafür. Wenn man diese Zustände ändern will, muss man mit den Eltern sprechen.

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