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"March for our Lives": Waffenlobby ätzt gegen Demonstranten
ANDREW GOMBERT/ EPA-EFE/ REX/ Shutterstock

Hunderttausende Menschen haben in den USA für gegen Waffen protestiert. Für die amerikanische Waffenlobby ist klar, die Jugend wurde instrumentalisiert. Sie kontert: "Kämpft für die Sicherheit unserer Kinder, indem Ihr der NRA beitretet."

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solltemanwissen 25.03.2018, 22:44
60.

Zitat von HarleyDavidSonOfABitch
Sinnvolle Aktionen, die meine uneingeschränkte Zustimmung finden. Gleichwohl, bevor wir den Waffenfetischismus der Amerikaner kritisieren, sollten erst einmal vor unserer eigenen Haustüre kehren. Denn was einem bestimmtem Typ Mensch in den USA seine Schusswaffe, ist einem bestimmtem Typ Mensch hierzulande sein … Messer, Stilett, Bolo oder Shuriken. Nachdem in Berlin gestern Nacht ein Jugendlicher nach einer harmlosen Tanzflächenrempelei im vor allem bei jungen männlichen Migranten beliebten "E4" vor der Disse aus einer Gruppe von 10 Leuten (!) heraus mit Messerstichen in den Oberkörper schwer verletzt wurde, wies ein Polizeisprecher wiederholt darauf hin, dass die Aufrüstung mit gefährlichen Stichwaffen einen zutiefst besorgniserregenden Trend unter Teenagern in bestimmten Quartieren der Stadt darstellt. An der Spree vergeht kein Tag, an dem es nicht zu einer größeren Zahl von Messerattacken kommt: vor allem eben unter Jugendlichen (in nicht geringer Zahl auch von und gegen Mädchen), aber zunehmend auch gegen Ladenbesitzer, Busfahrer, Zugbegleiter und sogar gegen Rettungssanitäter, Feuerwehrleute und Polizisten. Und das ist anderen Ortes in Deutschland mittlerweile nicht anders. Es sei in diesem Zusammenhang nur allein an die Kinder und Jugendlichen in Berlin, Flensburg, Dortmund, Lünen und Kandel erinnert, denen allein in den letzten drei Monaten ein kaum wesentlich älterer Messerstecher das Leben genommen hat, bevor ihnen von Gesetzes wegen erlaubt war, im Supermarkt Zigaretten zu kaufen (darüber, welchen kulturellen Hintergrund die Täter (auch die "Deutschen") jeweils hatten, möge sich jeder selbst informieren). Ich betrachte es als Heuchelei, dass wir (durchaus zu Recht) mit dem Finger auf Amerika zeigen, es zugleich aber zulassen, dass eine Vervierfachung von gefährlichen Messerattacken in unserem Land innerhalb eines Jahres weitgehend totgeschwiegen bzw. als Panikmache von GdP-Funktionären und AfD-Angsthasen abgetan wird. Warum das so ist, kann ich nur vermuten. Vielleicht lässt sich auf diese Weise besser verdrängen, dass zu den kulturellen Gepflogenheiten manch "puren Goldes", das uns jüngst in die Hände gefallen ist, nicht nur eine kurze Zündschnur sondern auch ein entspannter Umgang mit geschliffenem Stahl gehören. NB: Gerade einmal eine Stunde alt und vermutlich niemals bei SPON zu lesen: https://www.gmx.net/magazine/panorama/messerstechereien-deutschland-bochum-jugendlicher-burgwedel-schwer-verletzt-32887354
Tja und die besorcten Bürger, die in ihrer Freizeit gerne Flüchtlingsheime mit Molotovcocktails beglücken haben Sie wahrscheinlich zufällig vergessen, nicht wahr? Viele Orte im Osten sind für Menschen, die nicht weiß sind No Go Areas. Da wird täglich auf Menschenjagd gegangen! Warum prangern Sie das nicht auch mal an?

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adama. 25.03.2018, 23:01
61. Naiv und Weltfremd

Die Waffengegner verstehen nicht, dass es "die Waffenlobby" nicht gibt. Ihre Demonstration richtet sich nicht einfach nur gegen eine Organisation, wie die NRA. Sie richtet sich gegen 1/3 ihrer Mitbürger. Es geht auch nicht um die Gewinne der Schußwaffenindustrie. Jedes Internetstartup erwirtschaftet mehr Geld als die Waffenbauer, aus dem In- und Ausland. 31 Millionen Wahlkampfspenden (die übrigens für Wahlkampf- Werbung ausgegeben wurden, nicht für eine Villa, Autos oder Yachten, wie mancher vielleicht denken mag) sind gegen 1000 Millionen Wahlkampfspenden doch vollkommen unwichtig. Die Stimmen der 60-70 Millionen Waffenbesitzer sind es dagegen nicht. So lange die Waffengegner nicht verstehen, dass sie die Rechte ihrer Mitbürger einschränken wollen, analog zum Alkoholverbot in früheren Zeiten, so lange werden sie politisch keinen Erfolg haben. Sie werden nur die Gegensätze, den Hass, der auch zu Amoktaten führt,verstärken. Man könnte den Konservativen vorhalten, dass sie Drogen verbieten, aber Alkohol und Waffen erlauben. Aber das wird wohl eher zur Freigabe der Drogen führen, statt zum verbot von Waffen.

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telarien 25.03.2018, 23:01
62. Wir sind nicht besser

Deutschland sollte nicht überheblich werden. Die NRA finanziert mit Wahlkampfspenden eine Aufrechterhaltung von Verkaufszahlen ohne Rücksicht auf Menschenleben. Das ist aber wenigstens offen und nachvollziehbar. Bei der Automobilindustrie in Deutschland war der Unterschied dazu noch mal wo genau? Studien belegen auch, Menschen sterben. Nach dem Geld mag ich nicht mal fragen. Aber vom hohen Ross sollten wir schnell runter.

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fatal.justice 25.03.2018, 23:17
63. Ihnen...

... ist schon klar, dass ein normalbegabter Mensch ab dem "gleichwohl" nicht mehr weiterliest? Wie können Sie ein sinnhaftes Gerät wie ein Messer (hat man halt zu Hause, weil Brot zerteilt sich nicht einfach so wie das Meer, als Jesus einen Fuß davorsetzte) mit Schusswaffen vergleichen? Da zweifelt man doch unwillkürlich an Ihrer Eignung, Geräte zu erwerben, deren einziger Zweck das Töten ist. Ja, ok, man kann auch in seiner Freizeit Baumrinden oder Weinflaschen zersplittern lassen, weil man die Macht genießt, seine Umgebung zu durchsieben. Am Ende vom Tag sind diejenigen, die solcherart Hobby zur persönlichen Erbauung benötigen, die kleinsten Lichter. Genau deshalb wehren sich die dämlichsten Gestalten gegen eine Restriktion der Waffenfreiheit: Kleine unterbelichtete Wichtel, die niemals qua ihrer Geisteskraft Erfolg erlangen werden.

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Thomas_USA 25.03.2018, 23:23
64. Demonstrierende Kinder? Nichts als nutzlose Zeitverschwendung

Es gibt weder sinnvolle Vorschlaege, was unternommen werden kann um __tatsaechlich__ mehr Sicherheit zu schaffen, noch gibt es die hunderttausende Demonstranten, die in den Artikeln hier an den Haaren herbeigezogen werden.
Statt Energie darauf zu verwenden, wie z.B. der Zugang zu Waffen fuer geistig labile Menschen eingeschraenkt werden kann, wird mal wieder mit viel Geseier und Pathos auf die boesen Waffenbesitzer eingedroschen. Ich wette, dass keines der Kinder/Jugendlichen, die hier herumschreien auch nur eine blasse Ahnung hat, welche Gesetze es denn zur Zeit schon gibt. Es gibt ja auch schon Gesetze gegen Mord - dumm, aber Gesetze alleine scheinen da nicht die Loesung zu sein. Allerdings muss man zu der Einsicht die eine oder andere Hirnzelle zum Leben erwecken - damit klappt es in dem Alter scheinbar noch nicht so ganz.

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Thomas_USA 25.03.2018, 23:27
65.

Zitat von kajoter
Herr Teacher, Sie haben vergessen, sich in diesem Stoff vorzubereiten. Repräsentative Umfragen unter US Bürgern haben ergeben, dass eine deutliche Mehrheit für strengere Waffengesetze ist. Ich meine mich, an etw 70% erinnern zu können. Sie bedienen eine alte Erzählung, die seit Columbine und nun Portland massive Meinungsänderungen erfahren hat.
Wie??? Da haette ich dann gerne mal die Basis fuer diese Umfragen gesehen. Eine Umfrage in der linksradikalen LA und New Yorker Oberschicht, die dann als "repraesentativ" dargestellt wird ist einfach nur eine Lachnummer.

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fatal.justice 25.03.2018, 23:27
66. Oh Gott.

Zitat von ed.u.cator
Vor sechs Wochen haben Gesetzgeber in New York sich dafür stark gemacht, dass der Hersteller des Waschmittels "Tide" seine Flüssigwaschmitteltabs in weniger bunten Farben anbieten soll, weil es unter YouTube-geilen Jugendlichen Mode geworden ist, vor laufender Kamera die Tabs wie Bonbons zu zerbeissen und auszulutschen (Stichwort: Tide Pod Eaters). Eine Generation von Jugendlichen, für die neue Gesetze geschafft werden müsse, um sie davor schützen, freiwillig Waschmitteltabs zu konsumieren, will nun den Erwachsenen diktieren, ob diese Waffen besitzen dürfen oder nicht? Lachhaft.
Sie müssen die Erwartung haben, dass auf Spiegel.de nur Hasenhirne mitlesen. Anders kann ich mir Ihren Beitrag nicht erklären. Hoffe, Sie werden wenigstens fürstlich entloht. Glück auf!

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Thomas_USA 25.03.2018, 23:29
67.

Zitat von creatext
Dem 2nd Amendment wäre Genüge getan, wenn es jedem US-Bürger erlaubt wäre, sich mit einem Vorderlader, Baujahr 1791, zu bewaffnen. Alle moderneren Schusswaffen sind vom 2. Verfassungszusatz nicht gemeint gewesen.
So? Wo steht das denn? Und der Meinungsfreiheit wird dann auch genuege getan, wenn handgeschriebene Zettel and Baeume geheftet werden? Selten solch einen Bloedsinn gelesen.

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vaikl 25.03.2018, 23:52
68. Das macht mehr Hoffnung

Auch Ende der 60er, als viele US-Studenten und -Schüler bei den ersten Anti-Vietnam-Demos mitorganisierten und mitmarschierten, schwadronierte das kriegslüsterne Establishment in Washington über "unreifes Gekeife". Heute wiederholt sich Geschichte wohl nicht nur in der großartigen Teilnehmerzahl der aktuellen Demos, sondern auch in der völligen Unterschätzung dieser Bewegung durch alte, dumme Männer.

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echoanswer 26.03.2018, 06:51
69. Die Waffenlobby

ist der wahre Charakter der USA. Rücksichtslos, selbstsüchtig und menschenverachtend. So wie der Rest auch, nur offensichtlicher.

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