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Mathe-Kenntnisse deutscher Schüler: "Reicht nicht für ein Fachstudium"
DPA

Wie gut können deutsche Abiturienten Mathematik? Fast gar nicht, klagen 130 Professoren und Dozenten in einem Brandbrief - und rechnen mit dem deutschen Schulsystem ab.

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antonnymos 22.03.2017, 12:51
10. wenn man hohe Abiturientenquoten

haben möchte, dann kommt unterm Strich eben so etwas raus.
Meiner Meinung nach tun die Professoren gut daran, das untaugliche gnadenlos auszusieben.
Studium ist kein Grundrecht sonder ein Privileg, dass sich der nunmer erwachsene Student selbst erarbeiten sollte.

Wenn ihm oder ihr die nötigen Grundlagen fehlen, so muss sie oder er sich eben selbst darum bemühen.

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pfzt 22.03.2017, 12:51
11.

Wunderbar, das ist ja genau das richtige Thema wo wieder jeder etwas beizutragen hat ;)

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MattKirby 22.03.2017, 12:52
12. Liegt auf der Hand

Seit dem "Pisa-Schock" findet in den Schulen eine starke Konditionierung auf diesen Aufgabentypus statt. Indem MINT Fächern fliegt einem das dann um die Ohren, denn da wird vor allem Methodik und Rechenroutine benötigt. War bei mir im Physikstudium ähnlich. Die ganzen 1er Jungs aus dem Norden mit Ihren Topabis fielen reihenweise in höherer Mathematik hinten runter. Ein Kommilitone aus Hamburg fragte mich in der Mathevorlesung nach einem komischen Zeichen, das er noch nie gesehen hatte. Es war ein Integral.

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Sibylle1969 22.03.2017, 12:53
13.

Im Leben braucht man auf jeden Fall folgende Mathematikkompetenzen: Grundrechenarten, Bruchrechnung, Dreisatz, Prozentrechnung, Zinsrechnung, ein bisschen Geometrie (Pythagoras), Flächen- und Volumenberechnungen, Umrechnung von Einheiten im Dezimalsystem (Liter in Kubikmeter z.B.), Verständnis von Wachstums- und Verfallsvorgängen (linear, exponentiell...) sowie einfaches Abschätzen von Wahrscheinlichkeiten.

Wer darüber hinaus ein MINT-Fach studieren will, sollte schon ein bisschen mehr drauf haben. Schon im ersten Semester in einem MINT-Studiengang merkt man, dass höhere Mathematik, wie sie an den Hochschulen gelehrt wird, mit Schulmathematik, auch der Schulmathematik im Oberstufen-Leistungskurs, nur noch wenig zu tun hat. Da sollte man Differential- und Integralrechnung.

Als ich studiert habe (frühe 90er) war ich studentische Hilfskraft im Fach Mathematik, ua. für die Wirtschaftswissenschaftler. Da konnte man die Mathe-Klausur mit viel Üben auf jeden Fall bestehen, verstehen musste man nix. In den Ingenieurwissenschaften, Mathematik, Informatik und Physik reichte das natürlich nicht.

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noalk 22.03.2017, 12:55
14. Kritik an der eigenen Zunft?

In dem Artikel steht nicht, dass die Kritik von Mathe-Profs kommt. Es scheinen mir eher WiMINT-Profs zu sein. Und, liebe Frau Eisenmann, wer hat denn die "neuen Aufgaben" in Auftrag gegeben? Das war doch wohl die Politik. Also bitte nicht den Schwarzen Peter weiterreichen.

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Steve.Joe 22.03.2017, 12:56
15. Mathematik komplett unterschätzt

Meines Erachtens sollte Mathematik deutlich gestärkt warden. Die Abkehr von Leistungskursen kaum nachvollziehbar ... ich habe in den 90er Jahren studiert und die Abiturienten von neusprachlichen Gymnasien hatten schwer zu kämpfen mit den Anforderungen einer technischen Universität ... ich kann mir nicht vorstellen, wie ein technisches Studium auf Basis einer mittelmäßigen Schulausbildung funktionieren kann ... die Studenten verlieren dann am Ende mehr Zeit an der Universität, wie sie durch das G8 eingespart haben.
Und gerade die MINT Fächer sind die Zukunft unseres Landes ...
Ich selber habe Bertiebswirtschaft und Ingenieurwesen studiert ... die Anforderungen für BWL sind dabei bei weitem nicht so hoch wie für Ingenieurstudiengänge ...

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knocker2 22.03.2017, 12:56
16. ich setz noch einen drauf.

Ich hab in 12 Jahren Schulbildung noch Differenzialrechnung und Integralrechnung gehabt. Kurvendiskussion? Schon mal gehört? Was heute ins Studium will kann ja kaum Brötchen kaufen...

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k.hand 22.03.2017, 12:57
17. Faktisch

sind das, auch wenn das natürlich keiner hören will, die Auswirkungen der rot/grün/liberalen/antiautoritären Erziehung. Zuviel Kuschel ist, wie wir jetzt erkannt haben sollten, nicht gut. Nicht nur im Schulsystem, auch in der Presse und in der Justiz zeigen sich die verehrenden Auswirkungen des "alles wird gut" Gehabes.

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thommy2130 22.03.2017, 13:00
18. Kernmopetenzen werden ausgehöhlt

In der Schule meiner Kinder wird der Fokus auf Fächer gelegt der den Kindern im späteren Berufsleben oder der Uni nicht hilft. Mathe und Deutsch sind nur noch Randnotizen. Jeweils drei Wochenstunden M & D aber bis zu sechs Wochenstunden Englisch, dass zeigt wohin die Reise geht. Wenn dann auch noch von den wenigen Schulstunden M & D etwas ausfällt - schlimm für die Kinder.

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provocator 22.03.2017, 13:00
19.

Im Bildungsbereich wundert mich mittlerweile gar nichts mehr. Rechnen? Unnötig, macht doch der Taschenrechner. Buch lesen? Wozu, gibt doch Wikipedia. Rechtschreibung? Da mus mann tollerant sein, zur Noht giebt´s doch die maschienelle rechtschreipkorekktur. Allgemeinbildung? So ein Tinnef, braucht man doch nicht im Berufsleben. Tischkultur? Auch überflüssig im Zeitalter der TK-Pizza und des Burgers. Hemd, Krawatte, Bügelfaltenhose? Ja, ist denn schon wieder Karneval? Benimm, Anstand, Etikette? Ey, Alter, wat willse von mir? Man muss kein Radikalkonservativer sein, um solche Phänomene als Anzeichen eines gesellschaftlichen und zivilisatorischen Verfalls zu interpretieren.

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