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Mathe-Kenntnisse deutscher Schüler: "Reicht nicht für ein Fachstudium"
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Wie gut können deutsche Abiturienten Mathematik? Fast gar nicht, klagen 130 Professoren und Dozenten in einem Brandbrief - und rechnen mit dem deutschen Schulsystem ab.

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jdm11000 22.03.2017, 13:00
20. Mathematische Kenntnisse - Kritik läuft ins

Man muss es genauer sagen: die GESAMTE schulische Ausbildung ist in den letzten 30 Jahren massiv "ausgedünnt" worden. Da helfen auch keine Einführungskurse oder anderweitige Nachhilfemaßnahmen weiter.
Auch kommt hinzu, daß weder die Eltern, noch die Politik den Schülern heute noch hartes Lernen oder stumpfsinniges Einüben von Allgemeinwissen abverlangen wollen. Ist ja auch klar: der Schüler ist der Wähler von morgen!
Daher ist das auch gar kein Wunder - das mathematische Kenntnisse fehlen oder besser gesagt, nicht vorliegen.
Andererseits muss man den Uni's aber auch vorwerfen, sich nicht wirklich um die Studenten bemühen zu wollen. Oder wiese wird an der TU Darmstadt für das Vordiplom dann das Diplomwissen abverlangt?
Also so ganz stimmig ist die Kritik nicht!

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RalfHenrichs 22.03.2017, 13:00
21. Das übliche Gekläffe

Die Schüler sollen natürlich immer schneller, intelligenter und besser werden. Wo die Zeit für den Mehraufwand gefunden werden soll (weniger Englisch, weniger Deutsch oder weniger Sport dafür?) oder ob schlicht der Tagesaufwand gesteigert werden soll, sagen die Professoren nicht. Mein Tipp: einfach ignorieren.

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carinesophie 22.03.2017, 13:00
22. Dumme Inklusion und Gesamtschulmentalität auf Gymnasien

Leider stimmt der krasse Spruch immer mehr, daß das heutige Abitur nur dem Hauptschulabschluß von gestern entspricht. Das Schlimmste in dieser Entwicklung ist aber die Inflation der Einser-Noten und Abschlüsse. Früher war es ja nur so, daß die Ärzte- und Unternehmerssöhne die Noten eher geschenkt bekamen, erst recht, wenn die Lehrer fragten, wer Medizin studieren wollte (also besonders gute Noten für den Numerus clausus brauchte). Heute gibt es halt überall wohl nur noch die Guttenberg-Mentalität: möglichst nichts selber denken oder arbeiten, am besten alles irgendwie tricksen. Leider ist es später an der Uni auch nicht besser: die Professohrensöhne kommen fast automatisch in die Studienstiftung oder polit. Stiftungen, der richtig Begabte, der mit echter Intelligenz sein Einser-Abi schafft, ist für Studienstiftung so teuer wie mehrere Professorensöhne - und könnte denen ja Konkurrenz bei einer Professur werden. So richtet sich ein korruptes, dekadentes Schulsystem zu Grunde und schadet dem Forschungsstandort Deutschland langfristig.

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provocator 22.03.2017, 13:01
23.

Im Bildungsbereich wundert mich mittlerweile gar nichts mehr. Rechnen? Unnötig, macht doch der Taschenrechner. Buch lesen? Wozu, gibt doch Wikipedia. Rechtschreibung? Da mus mann tollerant sein, zur Noht giebt´s doch die maschienelle rechtschreipkorekktur. Allgemeinbildung? So ein Tinnef, braucht man doch nicht im Berufsleben. Tischkultur? Auch überflüssig im Zeitalter der TK-Pizza und des Burgers. Hemd, Krawatte, Bügelfaltenhose? Ja, ist denn schon wieder Karneval? Benimm, Anstand, Etikette? Ey, Alter, wat willse von mir? Man muss kein Radikalkonservativer sein, um solche Phänomene als Anzeichen eines gesellschaftlichen und zivilisatorischen Verfalls zu interpretieren.

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Him 22.03.2017, 13:02
24. Man schaue sich mal an, was sich

Leider ergreifen viel zu viele Ungeeignete Leute den Lehrerjob...aber warum auch? Miese Bezahlung, nervige und respektlose Schüler inkl. der Eltern....wer was drauf hat, wird wohl 'nen ordentlichen Job machen. Also bleiben für den Lehrerjob nur solche, die nicht gerade zu den "Hellsten" gehören...diese sollen dann unseren Kindern was beibringen? Kann nicht funktionieren

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herrschläfer 22.03.2017, 13:02
25. Danke. Danke. Danke

Mein Sohn geht mittlerweile in die Zehnte Gym. Seit 10 Jahren predige ich, dass viel zu wenig Wissen verinnerlicht wird. Alles bleibt bei den Eltern hängen. Am Ende jeder Sommerferien fange ich neu mit schriftlicher Multiplikation und Division an. Das ist kein Witz. Seit 6 Jahren verlernen es die Schüler wieder im Laufe des Jahres. Für Wiederholungen im Unterricht scheint keine Zeit zu sein. Ich kann nach 30 Jahren schulfrei besser Mathe als 90% der Achtklässler. Leider.

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MS2000 22.03.2017, 13:02
26. Nichts neues

Hatte selbst ein Mathematik Studium begonnen - nach einem sehr guten Abitur - insbesondere Mathematik. Das ist nun schon fast 20 Jahre her. Hab es abgebrochen, da der Stoff an der Uni sich in ganz anderen Sphären bewegte als in der Schule, obwohl im selben Bundesland gelegen.
Unis und Schulen können sich gerne weiterhin die Schuld zuweisen: Zu hohes Niveau an den Unis oder zu geringes Niveau an den Schulen.
Dennoch ist und war es für mich unverständlich, dass es im selben Bundesland solche Diskrepanz zwischen Schule und Uni gibt.
Hab dann ein Studium im Ingenieurbereich begonnen, mathematisch anspruchsvoll - hab mich dann in Mathematik eher gelangweilt.
Daher glaube ich nicht, dass es damals wie heute am Niveau der Schule lag.
Vielleicht liegt es am mangelnden Lehr-Verständnis der Unis, die sich nur noch als Forschungs- aber nicht als Lehreinrichtungen sehen.

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agztse 22.03.2017, 13:03
27.

Wenn man sich die Timss-Studie im Detail anschaut sieht man das Jungen, trotz Feministischer Bildungspolitik, immer noch besser abschneiden in Mathe und anderen Naturwissenschaften als Mädchen. Wenn die derzeitige Bildungspolitik einzig darauf fokussiert ist möglichst viele Vertreterinnen des politisch korrekten Geschlechtes durchs Abi zu hieven muss man sich über die mangelhafte Kompetenz der Abiturienten nicht beklagen. Für's Genderstudium sollte es aber noch reichen.

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knocker2 22.03.2017, 13:03
28. @5. 12:48

hach Vektoren....Bitte nicht alle überfordern...kennt doch heute keiner mehr.
Schlimm ist auch: "schon mal davon gehört" ist weit weniger als "prinzip verstanden"
Daran sieht man wie weit weg wir wirklich sind.

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3daniel 22.03.2017, 13:03
29. Unsere Tochter ist auf einem Gymnasium in Süddeutschland

in der 11ten Klasse G8. Habe selber Maschinenbau studiert und bin interessiert an Mathematik, aber was hier gefordert ist, ist wirklich SEHR viel. Insofern klafft die Schere wahrscheinlich stark auseinander. Wer bei dem Stoff gut durchkommt und ein MINT Fach studiert, sollte gut vorbereitet sein (unsere Tochter schlägt drei Kreuze und rennt schreiend davon).

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