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Medienkonsum von Kindern: Gar kein Smartphone ist auch keine Lösung
Peter Cade/ The Image Bank/ Getty Images

Diese Studie dürfte viele Eltern aufatmen lassen: Wenn Kinder einige Stunden am Tag mit Tablet und Co. verbringen, kann das ihre Konzentration sogar fördern - doch es gibt eine klare Grenze.

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blurps11 18.06.2019, 17:04
1.

Kinder MÜSSEN den Umgang mit den Medien lernen, daran führt gar kein Weg vorbei. Medienkompetenz ist eine absolute Basisfähigkeit, auf der heutzutage jede Menge andere Dinge aufbauen. Wenn ein Kind sie nicht erwirbt, wird es spätestens nach der Grundschule gegen eine Wand laufen.

Das funktioniert aber natürlich nicht, indem man die Kinder den lieben langen Tag vor dem Bildschirm parkt. Man muss sich MIT ihnen damit beschäftigen und es braucht klare Regeln, dazu gehört selbstverständlich auch eine Zeitbegrenzung.

Das wissen vernünftige Eltern in der Regel aber auch.

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Nonvaio01 18.06.2019, 18:34
2. der Mix macht es

unser Sohn ist haeufig am tablett oder der Xbox online. Er liest aber auch extrem viel, im schnitt mus sich 7-8 buecher jeden Samstag mit Ihm aus der Buecherei holen.

Ein Buch mit 500 seiten liest der in 2 tagen. ich hab ihm nun ein Kindle geholt und dazu das unlimited Amazon abo....das ist einfacher als buecher schleppen. Er selber hat ca 60 bucher zuhause.

Er ist 10 jahre alt.

Wenn es nicht regnet ist er draussen spielt fussball wie alle jungs, ist das wetter mies kann er wenn er will den ganzen Tag X-box spielen und tablett schauen. Wenn ich denke es ist zuviel wird bescheid gesagt. Wird er frech ist die X-box dann einfach mal fuer 2 wochen weg.

Genaue regeln und zeitplaene finde ich nutzlos und engen einen viel zu sehr ein. Gesunder Menschen verstand reicht da eigentlich.

Handy hat er noch nicht, und wird er auch nicht bekommen in den naechsten jahren, auch wenn einige es in der klasse haben, da handy etwas ganz anderes ist als ein tablett. AUf dem tablett sind FB und der gleichen eh gesperrt, also kein social media.

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herkurius 18.06.2019, 20:27
3. Diese Ideologie geht doch wohl am Thema vorbei!

1. Das Smartphone ist Privateigentum der Eltern und dem Kind überlassen. Es diesem bis nach Schulschluß oder länger zur Strafe wegzunehmen, ist Diebstahl. Man mag mit den vorgesehenen Schulstrafen erreichen, daß es nicht das Tippern dem Unterricht vorzieht.
2. Jedes Kind sollte ein Handy haben, und am besten ein Smartphone (weil ihm dann z.B. eine E-Mail geschickt werden kann, während das Gerät im Unterricht stumm in der Schultasche zu liegen hat). Es sollte um Hilfe rufen können, benachrichtigt werden oder benachrichtigen können ("Oma ist im Krankenhaus, wir kommen Dich abholen") oder auch einfach aufrufen können, ob der Zug nachhause pünktlich fährt oder wann nach einer Verspätung der nächste Bus fährt (hier auf dem Lande fahren ein paar zwischen eins und halb zwei und dann wieder alle zwei Stunden). Ein Verbot einer Schule, überhaupt ein Smartphone mit sich zu führen, sollte als grober Verstoß gegen alle Eigentumsrechte und wegen Kindswohlgefährdung bestraft werden, solche Führungskräfte und Lehrer müssen einem Beruf zugeführt werden, wo sie nichts anrichten können.

Nein, ich bin kein Schüler, der unter der Bank tippert, sondern 70 Jahre alt. Ich weiß aber schon noch, wie meine Eltern in höchster Unruhe warteten, als ich eine Stunde "Nachsitzen" hatte, oder wie ich "eigentlich" nach einem Blinddarmdurchbruch nur noch wenige Stunden Lebenserwartung hatte. Bloß gab es da keine Mobiltelefone, und Festnetztelefone mit etwas Glück eines in einer Straße bei einem wohlhabenden oder gewerbetreibenden Nachbarn.

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minilux 19.06.2019, 08:59
4. warum "sollte" ein Kind ein Smartphone haben?

Ganz ehrlich: meine Tochter ist jetzt 12 und geht in die 6. Klasse. und nein: sie hat kein Smartphone (als einzige in der Klasse), sondern ein ganz normales Handy.
Nein, sie kann damit keine WhatsApp Nachrichten empfangen. Die meisten ihrer Freundinnen haben das gelernt und schicken ihr wichtige Nachrichten als SMS. Und was sie nicht bekommt, das verpasst sie halt.
Dafür ist so ein Smartphone für Kinder und Jugendliche eine einzige Zeitvernichtungsmaschine. Freundinnen meiner Tochter haben eine hoch zweistellige Anzahl an Spielen drauf -- die sie natürlich auch regelmäßig zocken. Die können ihr Smartphone häufig nicht mal zur Seite legen, wenn sie sich im echten Leben mit Freunden treffen!
Das Verbot eines Smartphone als "Kindeswohlgefährdung" zu bezeichnen zeugt wohl von echtem Realitätsverlust.
Dabei bin ich als Informatiker sicher nicht technikfeindlich, und auch meine Tochter kann durchaus mal mein Tablet benutzen.
Btw: das ist meine dritte Tochter, bei den beiden grösseren haben wir es genauso gehalten: ein eigenes Smartphone gibt es ab der 8. Klasse

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rainer-rau 19.06.2019, 10:18
5. Als es noch kein Smartphone gab,

Zitat von blurps11
Kinder MÜSSEN den Umgang mit den Medien lernen, daran führt gar kein Weg vorbei. Medienkompetenz ist eine absolute Basisfähigkeit, auf der heutzutage jede Menge andere Dinge aufbauen. Wenn ein Kind sie nicht erwirbt, wird es spätestens nach der Grundschule gegen eine Wand laufen. Das funktioniert aber natürlich nicht, indem man die Kinder den lieben langen Tag vor dem Bildschirm parkt. Man muss sich MIT ihnen damit beschäftigen und es braucht klare Regeln, dazu gehört selbstverständlich auch eine Zeitbegrenzung. Das wissen vernünftige Eltern in der Regel aber auch.
haben Unzählige lieber Comics anstatt Bücher gelesen. Das Smartphone hat seinen eigentlichen Sinn verfehlt, genau wie Auto, Flugzeug, Schiff, Kunststoff usw. Statt notwendiger Kommunikation unsägliches Geschwafel, statt notwendiger Mobilität konsumsüchtiges Hin- und Hergerenne. Mich würde der Anteil der vernünftigen Eltern interessieren, die aus der antiautoritären Erziehungsphase hervorgegangen sind. Die anderen machen mir durch ihre schiere Masse Angst

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cabeza_cuadrada 19.06.2019, 10:19
6. Warum

Zitat von minilux
Ganz ehrlich: meine Tochter ist jetzt 12 und geht in die 6. Klasse. und nein: sie hat kein Smartphone (als einzige in der Klasse), sondern ein ganz normales Handy. Nein, sie kann damit keine WhatsApp Nachrichten empfangen. Die meisten ihrer Freundinnen haben das gelernt und schicken ihr wichtige Nachrichten als SMS. Und was sie nicht bekommt, das verpasst sie halt. Dafür ist so ein Smartphone für Kinder und Jugendliche eine einzige Zeitvernichtungsmaschine. Freundinnen meiner Tochter haben eine hoch zweistellige Anzahl an Spielen drauf -- die sie natürlich auch regelmäßig zocken. Die können ihr Smartphone häufig nicht mal zur Seite legen, wenn sie sich im echten Leben mit Freunden treffen! Das Verbot eines Smartphone als "Kindeswohlgefährdung" zu bezeichnen zeugt wohl von echtem Realitätsverlust. Dabei bin ich als Informatiker sicher nicht technikfeindlich, und auch meine Tochter kann durchaus mal mein Tablet benutzen. Btw: das ist meine dritte Tochter, bei den beiden grösseren haben wir es genauso gehalten: ein eigenes Smartphone gibt es ab der 8. Klasse
naja, also wenn ihre Tochter wirklich die Einzige in ihrer Klasse ist die kein Smartphone hat ist das bestimmt hart. So ganz verstehen kann ich das "Prinzip" auch nicht, und ich bin auch Informatiker. Smartphone wozu? Zum Beispiel für WhatsApp, mit den Eltern als auch Mitschülern. Stichwort Klassenchat, um sich auch nach der Schule noch austauschen zu können und ggf. Fragen stellen zu können, Hausaufgaben, Klausur morgen? Die Standortfreigabe ist auch ganz nett, so kann man den Schulweg mitverfolgen und weiß ob das Kind gut in der Schule angekommen ist oder wann es zuhause ankommt. Ich weiß, wir haben das als Kinder auch gut ohne Smartphone überlebt, aber warum sollte ich mich neuen Technologien verweigern wenn es um meine Kids geht? D.h. natürlich nicht dass den ganzen Tag mit dem Smartphone gedaddelt werden darf.

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fatherted98 19.06.2019, 12:22
7. da wird...

...gar nichts gefördert. Weder Intelligenz angeregt, noch Denken, noch Konzentration. Das sind die Gleichen Argument wie sie die Spiele Industrie bei PC und Konsolen Spielen bringt....das würde Koordination und Denkvermögen fördern....tut es nicht. Das einzige was wächst ist der Speck und was abnimmt ist die Sehkraft....bei Entsprechender Beschallung über Kopfhörer noch das Hörvermögen....wenn man sich ehrlich macht sind diese Dinger für Kinder und Jugendliche total unnütz....außer spielen, Filmchen schauen und übereinander herziehen passiert da gar nichts sinnvolles....und Hausaufgaben kann man auch ohne Smart Phone machen.

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Furchensumpf 19.06.2019, 12:39
8.

Zitat von rainer-rau
haben Unzählige lieber Comics anstatt Bücher gelesen. Das Smartphone hat seinen eigentlichen Sinn verfehlt, genau wie Auto, Flugzeug, Schiff, Kunststoff usw. Statt notwendiger Kommunikation unsägliches Geschwafel, statt notwendiger Mobilität konsumsüchtiges Hin- und Hergerenne.
Seltsam...genau das macht unser Junior: Er spielt mit Freunden, ist im Garten, liest, hört seine Hörspiele, baut gerne mit seinen Klemmbausteinen, ist in der Schule ein hervoragender Schüler, hat für sein Alter einen enorm großen aktiven Wortschatz (sag nicht ich sondern seine Lehrerin - wir sind nur immer sprachlos mit welchen Sätzen er mal wieder ankommt). Und das obwohl er ein eigenes Tablet hat. Dürfte dann doch nicht sein, oder?

Woher kommt die Verärgerung über solche Sachen?

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juttakristina 19.06.2019, 14:47
9. Eigentlich

nicht so erstaunlich... Wenn die Kinder quasi kontrolliert da herangeführt werden, kann es sich positiv auswirken. Bei Kindern, die vier Stunden und mehr am PC/Handy sitzen, kann man wohl davon ausgehen, die Eltern kümmern sich nicht sehr darum.

Allerdings verwundert mich die Aussage zum Sport. Nicht die Tatsache an sich, nur dass der Autor das so schreibt, als habe man das gerade entdeckt.

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