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Medizin-Promotionen: Gebt mir den Doktortitel, ich bin Arzt
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Mediziner-Dissertationen haben einen schlechten Ruf, nicht erst seit den Plagiatsvorwürfen gegen Ursula von der Leyen. In keinem anderen Fach kommen Akademiker so leicht an den Doktortitel.

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globalundnichtanders 10.03.2016, 13:38
1. Doktorarbeiten in der Medzin

bewegen sich auf dem Niveau von Bachelor-Arbeiten in den Naturwissenschaften. Der Dr. in der Medizin hat nichts mit wissenschaftlicher Leistung sondern nur mit Prestige zu tun. Man sollte den Dr. med. abschaffen.

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urbansonnet 10.03.2016, 13:39
2. MD vs PhD

Hier würde ich mir doch das amerikanische System wünschen, das einen klaren Unterschied zwischen medizinischen Doktortiteln -MD- und Doktortiteln anderer Fächer machen -PhD-.

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baruntse 10.03.2016, 13:41
3. Tip

Am einfachsten eine englischsprachige Arbeit ins Deutsche übersetzen; dann schlägt die Plagiat-Software nicht an.

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babubbel 10.03.2016, 13:42
4. Hexenjagd

Ja bei den Ärzten drücken sie gerne ein Auge zu. Finde ich aber auch ok. In anderen Ländern bekommen Ärzte den Doktortitel zur Zulassung dazu. Ich finde auch es sollte eine zeitliche Begrenzung geben, nach deren Überschreitung der Titel unantastbar wird. Diese Hexenjagd auf Doktortitel ist ja unerträglich geworden.

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menton 10.03.2016, 13:43
5. nichts Neues!

Seit langem ist bekannt, dass man als Mediziner mit einer Arbeit promovieren kann, die in anderen Studiengängen dem Niveau und dem Umfang einer in den Semesterferien zu schreibenden Semester-Hausarbeit entspricht.

Dazu gibt es noch das System bezahlter Promotionsagenturen, die dem Arzt ein einfaches Thema und den dazugehörigen Doktorvater besorgen, welcher dann natürlich entsprechend geringe Anforderungen stellt.

Ich konnte das bei einem befreundeten Zahnarzt beobachten, der eine solch lächerliche Arbeit hinschluderte und dann seinen "Dr." erhielt.

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dexter_douglas 10.03.2016, 13:45
6. Ein Arzt muss auch nicht alles können

Alleine die statistische Analyse mancher Doktorarbeiten ist so schwierig, dafür bräuchts ein zusätzliches Studium - ein Dr. jur. ist was anderes als ein Dr. rer. nat - na und - leicht ist ein Medizinstudium sicher nicht.

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edgarzander 10.03.2016, 13:59
7. Statistische Arbeiten...

...werden an unserer Uni, im Bereich Medizin, zudem von angestellten Statistikern ausgewertet.
Der Medizinstudent muss somit nur noch Textrecherche betreiben und die Arbeit abtippen.

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Vex 10.03.2016, 14:00
8.

In keinem anderen Fach ist das Studium auch so umfangreich und anstrengend.
Wenn die Ärtzte für ihren Dr auch noch 3-5 Jahre Vollzeit im Labor arbeiten sollen wie andere Naturwissenschaftler dann sind die 40 bis sie mal einen anständigen festen Job haben.

Ich find das schon ganz ok wie es ist jeder weiss das ein Dr med nichts wert ist wissenschaftlich gesehn. Ob der Hausartzt den Titel nun hat oder nicht ist gerade egal. Die Profs an den Unikliniken haben dann oft noch einen Dr rer nat zusätzlich.

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tstar 10.03.2016, 14:03
9. pauschale Gießkannenkritik...

Zitat von globalundnichtanders
bewegen sich auf dem Niveau von Bachelor-Arbeiten in den Naturwissenschaften. Der Dr. in der Medizin hat nichts mit wissenschaftlicher Leistung sondern nur mit Prestige zu tun. Man sollte den Dr. med. abschaffen.
...kann ich nicht leiden! Ich habe 6 Jahre an meiner Dissertation, berufsbegleitend, gearbeitet. Dieser Neid der Besitzlosen , oder noch schlimmer, der Neid der "brotlosen" Naturwissenschaftler mit Titel ist unerträglich.
Wegen mir könnten wir es auch so machen wie die Österreicher, da ist jeder Medizinstudent mit dem Staatsexamen "Dr.".

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