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Mediziner in der Ausbildung: Warum man seine Zähne freiwillig von einem Anfänger beha
Ulrich Baumgarten/ Getty Images

Bohren, füllen, spritzen - angehende Zahnärzte müssen das bei echten Patienten üben. Doch es gibt zu wenig Freiwillige. Die Hamburger Studentin Natascha Bruhn erklärt, warum man vor ihr keine Angst haben muss.

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dasfred 19.06.2019, 16:28
1. Keine Angst vorm Anfänger

Ein guter Freund hat sich letzten Winter sein verpfuschtes Gebiss im UKE in Hamburg von Medizinstudenten sanieren lassen und ist damit mehr als zufrieden. Ich selbst habe früher meine Zähne häufig von jungen Zahnärzten behandeln lassen, die ihr erstes Jahr bei einem niedergelassenen Zahnarzt absolviert haben und ich war sehr angetan. Ich hätte mehr Befürchtungen vor einem Zahnarzt kurz vor der Rente. Das einzige, was mich vom UKE abgehalten hat, war die Fahrtzeit von einer Stunde mit dem Bus quer durch Hamburg. Ein positiver Nebeneffekt bei den Studenten ist, dass sie noch keine Dollarzeichen in den Augen haben, sobald der Patient den Mund aufmacht.

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nadine-faerber 19.06.2019, 16:36
2. Die Behandlung war schlecht

Ich war einmal im Uniklinikum, weil ich einen Notfall mit den Zähnen hatte und neu in der Stadt, ergo keinen Zahnarzt hatte. Jahre später sagte mir ein Zahnarzt, die Plomben wären sehr schlecht ausgeführt gewesen.
Nie wieder lasse ich von Medizinstudenten an mir rumdoktern!

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kup66095 19.06.2019, 16:41
3.

Zwei Gedanken dazu:

Wenn das so wichtig ist, warum bezahlen die angehenden Ärzte oder Unis nicht einfach eine Art Bonus an den Patienten?
Oder machen "Operationen", die kostenpflichtig wären nicht umsonst oder als Kompensation? Zahnersatz z.B.

Zweites: Warum kann man bestimmten Gruppen den Gang zum "Azubi-Arzt" nicht schlicht und einfach vorschreiben? Ich denke da z.b. an diejenigen, die hier "Gratis" leben.

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meimei 19.06.2019, 17:01
4.

Zitat von kup66095
Zwei Gedanken dazu: Wenn das so wichtig ist, warum bezahlen die angehenden Ärzte oder Unis nicht einfach eine Art Bonus an den Patienten? Oder machen "Operationen", die kostenpflichtig wären nicht umsonst oder als Kompensation? Zahnersatz z.B. Zweites: Warum kann man bestimmten Gruppen den Gang zum "Azubi-Arzt" nicht schlicht und einfach vorschreiben? Ich denke da z.b. an diejenigen, die hier "Gratis" leben.
die Ethik spielt halt eine Rolle, so Artikel 1 GG ;)

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Bala Clava 19.06.2019, 17:07
5. Ja, das dachte ich auch.

Beim Entfernen einer dubiosen Füllung (aus den USA, noch nicht einmal das Material war genau klar), hatte eine nette Anfängerin leider ein bisschen zu lange, zu zögerlich, zu heiß (?) und zu raumgreifend herumgebohrt. Fazit: Präparationstrauma, wiederkehrend auftretende (wenn auch sehr leichte) Schmerzen bestimmt ein Jahr lang. Und ein im Vergleich zum einstigen US-Original jetzt recht große Füllung. Wehret den Anfängern.

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1526y 19.06.2019, 17:10
6. Wirklich ?

Zitat von nadine-faerber
Ich war einmal im Uniklinikum, weil ich einen Notfall mit den Zähnen hatte und neu in der Stadt, ergo keinen Zahnarzt hatte. Jahre später sagte mir ein Zahnarzt, die Plomben wären sehr schlecht ausgeführt gewesen. Nie wieder lasse ich von Medizinstudenten an mir rumdoktern!
Ich kenne Hamburg und das UKE nicht, aber dass Notfallpatienten im Studierendenkurs landen ist doch eher ungewöhnlich. Dort läuft das eher mit Terminabsprache, da ja ja nicht nur der Student/in da sein muss sondern auch ein aufsichtsführender Arzt.

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lungervogel 19.06.2019, 17:16
7. Kontakt im Artikel?

Und warum nennt der Spiegel nicht einfach die Kontaktdaten von diesem Kurs im Artikel?
E- Mail, Telefonnummer, Adresse, Öffnungszeiten/ Sprechstunde etc.

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Markus_210 19.06.2019, 17:20
8. gute Konditionen ?

Welche Bedeutung soll denn bei einem krankenversicherten Menschen die Formulierung "gute Konditionen" haben? Gute Konditionen für die Krankenkasse? Ich denke der Fall ist ganz einfach : Die Leistung kostenlos anbieten, dann wird die immer größere Gruppe der nicht krankenversicherten Menschen den Weg dorthin sicher finden.

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ReinhardHasch 19.06.2019, 17:22
9. Bestens zufieden

Zahnfleischschwund , Parodontose u.ä. haben mein Zahnbild völlig zerstört. Auf guten Rat begab ich mich in die Uni-Zahnklink Freiburg.
Ich habe heute danke einiger Ärzte, etlicher Studenten, weiblich oder männlich ein einwandfreies schönes Gebiss.Dafür bin ich allen die an diesem Projekt gearbeitet sehr, sehr, dankbar. Alle haben bestens gearbeitet.Ich kann wieder den Mund aufmachen und lauthals lachen. War nicht billig , aber nur die Hälfte einer Zahnarztbehandlung.
PS.
So gut ,dass ich keine Haftcreme benötige, wenn das nicht ein großartige Leistung ist.

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