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Medizinerausbildung: Nach Ungarn bis der Arzt kommt
DPA

Tim Sternberg, 20, will Arzt werden, doch er scheiterte am deutschen Numerus clausus. Jetzt bezahlen ihm die Krankenkassen ein 80.000-Euro-Studium in Ungarn. Allerdings hat der Deal einen Haken.

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Affenhirn 11.09.2014, 16:43
1. in Hamburg oder Magdeburg versucht?

wenn er wirklich Mathe, Physik, Bio und Chemie gut gelernt hat, dann hat er in der dort angebotenen Aufnahmeprüfung auch mit 1,6 noch gute Chancen einen Studienplatz zu bekommen. Pro Zehntelnote haben die Besseren zwei Fehlfragen gut, aber da viele gute Abizeugnisse garnicht auf den für Mediziner wichtigen Fächern beruhen, kann er da durchaus weiter vorne landen.
Auf jeden Fall ist der Versuch besser als gleich nach Ungarn zu gehen.

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lupidus 11.09.2014, 16:52
2.

diese dürfen dann aber als ganz normale ärzte praktizieren ? ich dachte die hürden an deutschen unis wären so hoch um die besten auszuwählen (anhand der schulnoten). es wird ja oft genug betont, dass abiturienten die "nur" 1,4 schaffen viel zu blöd sind fürs medizinstudium und sich mit physik o.ä. abfinden müssen.... total verrückt das ganze...

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keraj7 11.09.2014, 16:55
3. Hochchulverfahren berücksichtigt?

Die Abi-Noten von 1,0 bzw. 1,1 sind für die Abi-Besten relevant. Mit einem guten TMS-Ergebnis haben auch Abiturienten mit bis zu 2,0 gute Chancen.

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Elvisthepelvis 11.09.2014, 17:02
4. nicht übertreiben bitte

Also das ist wirklich schlecht recherchiert. 1,0 und 1,1 benötigt man nur für die Zulassung über die Abiturbestenquote. Die macht aber nur 20% der zugelassenen Studenten aus. weitere 20% werden über die Wartezeit vergeben, was bei der genannten Person natürlich nicht funktionieren würde (beträgt Minimum 6 Jahre). Aber die restlichen 60% werden über die Hochschulquote vergeben, bei der je nach Uni ein Abitur von 1,6 ausreichend ist!

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saaman 11.09.2014, 17:04
5. Eine hervorragende Idee

Kompliment an die, die auf die Idee kamen. Wäre ich 20 und hätte nicht die erwartete Note von 1.0, ich würde das sofort machen. Mediziner sollte man werden, um da helfen zu wollen,
wo Hilfe benötigt wird. Wer aus anderen Gründen Mediziner oder Psychologe werden will, ist sowie fehl am Platz. Ungeeignete Mediziner und Psychologen haben wir ohnehin zu viele.

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tororosoba 11.09.2014, 17:21
6. 80000 Euro pro Mediziner

Was kostet den Steuerzahler denn so ein Studium in Deutschland? Sicher nicht viel weniger, wenn überhaupt. Ich denke mal, dass hier alle profitieren.

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makromizer 11.09.2014, 17:27
7.

Und die Kandidaten sollen sich dann unmittelbar nach dem Studium auf dem Land niederlassen?
Wo machen die dann ihren Facharzt? Gerade bei praktizierenden Ärzten ist es doch unglaublich wichtig, dass die nach dem Studium ordentlich Praxiserfahrung sammeln können.

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kfp 11.09.2014, 17:35
8. 6 Jahre in Ausland

Nach einigen Jahren wird man nur leider in der "Ferne" so heimisch, dass die sächsische Provinz zum Ausland und dass Heimweh nach Freunden und Lebensumfeld und weise so stark, dass man das Stipendium dann doch gerne zurückzahlt, wenn man dafür nicht schon wieder seine (neue) Heimat aufgeben muss...

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R.S 11.09.2014, 17:41
9. Interessant

... ich finde den Unterschied im Unterton des oben dargestellten Artikels zum Unterton des Artikels unter: http://www.spiegel.de/schulspiegel/ausland/bildungsreform-in-ungarn-regierung-orban-laesst-abiturienten-fliehen-a-834190.html in dem die mehr oder weniger gleiche Vorgehensweise -nur eben in Ungarn- dargestellt wird iteressant... .

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