Forum: Leben und Lernen
Medizinerausbildung: Nach Ungarn bis der Arzt kommt
DPA

Tim Sternberg, 20, will Arzt werden, doch er scheiterte am deutschen Numerus clausus. Jetzt bezahlen ihm die Krankenkassen ein 80.000-Euro-Studium in Ungarn. Allerdings hat der Deal einen Haken.

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Achmuth_I 11.09.2014, 20:45
30. Sorry -

aber 1,6 Mio € für einen Jahrgang mit 20 Medizinern in Vollausbildung viel Geld zu nennen ist lächerlich - zumal die siech dann verpflichten auch eine entsprechende Gegenleistung zu bringen.

Was würde die Ausbildung denn im Standardprogramm in Deutschmannland bei anschließender Absetzung nach Norwegen kosten?

Es geht um keine 13.000 € pro Student und Jahr. Da war meine IHK Ausbildung vor 26 Jahren schon teurer.

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hopsala 11.09.2014, 21:16
31. NC so hoch um zu selektieren

Wie lustig. Ich finde das mit dem niedrigen NC so unangebracht und mal ganz ehrlich und aus eigener Erfahrung.....den besten NC zu haben, bedeutet in keinem Fall auch ein hervorragender Arzt zu sein bzw. Zu werden! Es gibt genügend Ärzte die ihr Studium zwar geschafft haben aber miserable Mediziner sind! Es gibt super Ärzte die es kaum zum Studium geschafft hätten wenn sie ihren Platz nicjt eingeklagt hätten und auf diese hervorragenden Ärzte Will dann keiner mehr verzichten. Ist doch auch viel Prestige. Medizinstudent sein weil es so gewünscht wird von der Familie oder Tradition ist oder etwas bedeutet aber nicht genügend eigene Willenskraft und Biss haben um dann auch wirklich gut zu sein. Also NC.... Das sollte man nochmal überdenken!

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women_1900 11.09.2014, 21:16
32.

Zitat von tororosoba
Was kostet den Steuerzahler denn so ein Studium in Deutschland? Sicher nicht viel weniger, wenn überhaupt. Ich denke mal, dass hier alle profitieren.
Naja, wie ich es verstehe: dem Steurzahler nichts, den Krankenkasssenversicherten viel. Und wieder sind die Parlamentarier bei den Kosten außen vor.

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diablog 11.09.2014, 22:15
33. Ein Hausarzt: Beruf und Berufung gleich

Zum Glück muss ich nur sehr selten zum Arzt. Aber wenn es notwendig ist, und ich doch zum Arzt muss, denke ich immer an die guten, alten Hausärzte in Ungarn zurück. Und wenn ich das äusserst unpersönlich durchgeführt "Schnellverfahren" in den Schweizer Arztpraxen erleben muss, werde ich richtig nostalgisch.
Auch ohne teuren, komplizierten Geräten, zwischen dem Arzt und dem Patient als ein Trennwand aufgestellt, haben die hervorragend ausgebildeten Hausärzten, in meiner Jugend in Ungarn ihr Bestes getan. Natürlich gab es auch mal arbeitsmüde, schlechtgelaunt, gar schlecht ausgebildet unter ihnen. Aber während einer Untersuchung war ein menschlicher KOntakt immer entsanden.
Ich glaube, die Patienten auf dem Land in Sachsen werden mit Tom, der seine Ausbildung in Pécs absolviert, einen sehr guten Landarzt haben.
Egészségükre! (Auf ihr Wohl!)

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Michel 03121964 11.09.2014, 22:19
34. Volksverarsche

Der schlimmsten Sorte ist das, was sich hier abspielt. Unsere Politiker hätten die Pflicht, dafür zu Sorgen, dass es mehr Studienplätze für Humanmedizin gibt. Der Bedarf ist da und die studienwillige auch. Jeder schreibt sich auf die Fahnen, dass wir unsere Jugend gut ausbilden müssen, da diese unsere Zukunft sind und wir kein billig Lohn Land. Das Gegenteil passiert aber und das Volk wird dazu noch schön verarscht und gezielt für dumm verkauft.
Hier jetzt über den Sinn dieser Aktion zu diskutieren geht eigentlich am Thema / Wurzel des Übels vorbei. Aber gut, Brot und Spiele braucht das Volk, mehr nicht.
Mit solchen Aktionen kostet es das deutsche Volk am Ende mehr, als wenn man hier in Deutschland Studienplätze zu Verfügung stellen würde.
Gemeinden und Kommunen betreiben z.b. Gehörig aufwand, um Urlauber in ihre Region zu locken, die dann dort konsumieren. Deutsche Studenten werden ins Ausland getrieben, das Geld geht ins Ausland und potente deutsche Arbeitsplätze gehen verloren.
Ich habe den Glauben an unsere gewählten Volksvertreter verloren, der Name ist nichts mehr wert.
Das ist der Anfang vom Ende, Deutschland wird gerade abgewirtschaftet. Gute Nacht Deutschland.
Übrigens, meine Tochter hat bayerisches 12 Jahre Abi mit 2,1. nach einem Jahr studierst sie jetzt in Utrecht Humanmedizin .

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kalli66 11.09.2014, 22:22
35. Blinder Aktionismus

Wenn die Politik und Sozialgerichtsbarkeit die Rahmenbedingungen bessern, dann wird es auch wieder Landärzte geben. Ein Hausarzt in einer Kleinstadt auf dem Land, in der es keine Fachärzte gibt, muss mehr verschreiben als der Hausarzt in der Stadt,der seine Patienten zum Orthopäden, Neurologen oder Chirurgen nebenan schickt. Da er dann deutlich über dem durchschnittlichen Verschreibungsverhalten aller Hausärzte liegt, gerät er dann in die Prüfungs- und Regressmühle und darf sich nach der 60h-Woche auch noch in der Freizeit seine Verteidigungsstrategie überlegen. Solange sich an für Landärzte ungerechten Wirtschaftlichkeitsprüfungen nichts ändert, sind solche Rekrutierungen wie im Artikel beschrieben nichts als blinder Aktionismus!

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Traudhild 11.09.2014, 22:33
36.

Soll er halt erst eine solide Pflegerausbildung machen, bis sein Schnitt aufgrund Wartesemester in D stimmt

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demophon 11.09.2014, 22:39
37. Tipp

Anstatt 80 000 € für ein Medizinstudium in Ungarn auszugeben, sollten die NC-verhinderten Studenten lieber eine Fremdsprache wie Französisch, Niederländisch oder Italienisch lernen und dann kostenlos an staatlichen Unis in Belgien oder Italien Medizin studieren, wo es keinen NC gibt, es reicht das deutsche Abitur.

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caroline.strempel 11.09.2014, 22:42
38. Wunderbar

ich glabue, die ausbildung in ungarn ist nicht schlechter als in deutchland. und die Auflagen sind ein fairer deal - gut, auch mal solche wege zu gehen. bravo.

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mariendistel 11.09.2014, 22:55
39. Landarztpraxen finanzieren

Der beste Weg wäre (kurzfristig!) wäre, die Landarztpraxen in Sachsen aus öffentlicher Hand zu finanzieren (und natürlich in öffentlicher Hand zu behalten). Dann könnte jeder Arzt, der Lust hätte, in Sachsen ohne teure Eigeninvestition sich so lange dort niederlassen, wie er gerade wollte, und auch den Zeitpunkt seines Sachsenaufenthaltes selbst bestimmen.

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