Forum: Leben und Lernen
Medizinstudent im Seuchengebiet: "Bei Ebola müssen die Schutzanzüge perfekt sein"
Till Eckert

Medizinstudent Till Eckert war für ein Praktikum in Sierra Leone, als dort Ebola ausbrach. Er blieb und baute eine Isolationsstation mit auf - mit geringsten Mitteln.

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nevertrust 01.09.2014, 10:20
1. meine Hochachtung

für diese aufopferungsvolle Arbeit. Der Vergleich , dass die Wahrscheinlichkeit, in Makeni durch einen Verkehrsunfall zu verunglücken oder Malaria zu bekommen ist zigmal höher sei als an Ebola zu erkranken hinkt jedoch gewaltig. Immerhin habe ich es in diesem Fall mit Ebola-Infizierten zu tun.

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spon-facebook-10000377917 01.09.2014, 10:49
2. Engagement

Wir brauchen mehr solche Menschen wie Herrn Eckert, als Ärzte und auch anderweitig, die auch in der Gefahr die Ruhe behalten und umsichtig ihre Arbeit tun. Ihnen, Herr Eckert, wünsche ich alles Gute für Ihr Studium und jede Unterstützung für Ihr Engagement, die Sie brauchen.

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andreas.ochs 01.09.2014, 13:28
3. Der richtige Weg!

Zwar bin ich sicher nicht der Meinung, dass in Deutschland Ebola ausbrechen wird, wenn man Patienten hier behandelt, aber das Wissen und die Therapiemöglichkeiten in Afrika aufzubauen ist sicherlich der bessere Weg. Hut ab vor dem Engagement und der Tatsache, dass er bedacht nach einer Lösung gesucht und sie scheinbar gefunden hat...

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karstenkk 01.09.2014, 13:35
4. Respekt und mehr Hilfe für Westafrika!

Endlich einmal eine gute Nachricht in dieser Katastrophe und meine höchsten Respekt für diese Aktion. Es ist zu hoffen,daß dieser hoffnungsvolle Anfang tatsächlich Schule macht und eventuell sogar von öffentlichen Stellen unterstützt wird.

Es ist allerhöchste Zeit,daß die konkrete und direkte Hilfe für diese Weltgegend deutlich ausgeweitet und organisiert wird. Es sollte doch möglich sein, ein paar Transportflugzeuge zu chartern (oder sogar die Flugbereitschaft des Bundestages hierfür zu verwenden), mit Hilfsmittel vollzupacken und dort an die Krankenhäusser zu verteilen. In Deutschland haben wir doch das sehr professionelle THW und andere mir nicht bekannte Organisationen,die eine solche Hilfsaktion organsieren könnten.

Offensichtlich sind private Hilfsorganisationen wie Ärzte ohne Grenzen ( denen ebenso mein allerhöchster Respekt zukommt ) mit der Bewältigung dieser Großkatatrophe nachvollziehbarerweise völlig überfordert. Die brauchen dringend Hilfe!

Mein kleiner Beitrag einer akuten Hilfe für Afrika besteht zB in der Übernahme eines Touristenrestaurants in Gambia/ Westafrika im nächsten Monat. Wobei die 12 schwarzen Angestellten (samt Familien) weit über dem Durchschnitt bezahlt und behandelt werden (was dort keine Selbstverständlichkeit ist). Soweit möglich, wird alles vorort hergestellt oder bei Schwarzen eingekauft,das Geld kommt und bleibt also im Land. Direkt beim Schreiner,Schneider, Koch, Grafiker, Kellner,Koch,Bauern etc.

Trotz zahlreicher Warnungen habe ich bislang sehr gute Erfahrungen mit den Einheimischen gemacht,alle sind sehr motiviert und arbeitswillig,wenn die Anleitung konkret ist,ist es das Ergebnis auch. Was in dieser Gegend fehlt, ist vernünftig bezahlte Arbeit und Ausbildung.

Wenn später tatsächlich Geld mit dem Restaurant verdient wird,folgen Schulprojekte und Landkooperativen. Für schlappe 10000 € läßt sich eine Schule bauen,ein Lehrer kostet etwa 100 € pro Monat. Für vergleichbar kleines Geld läßt sich in Afrika viel erreichen. Bislang konnte ich konkret erst eine Schule unterstützen,man hat dort jetzt wenigstens ein Wasserklo für 100 Kinder. Nur mal als Beispiel: Schulgebühr pro Kind und Jahr 10 €,was sich viele Eltern schlichtweg nicht leisten können. Wenn man dann sieht,das die Kinder oftmals hungrig zur Schule kommen, ist Schluß mit Lustig,da muß geholfen werden!

Derzeit sehe ich für diese Weltgegend lediglich die Chance des Tourismus,das bringt Geld ins Land,die Strände sind schön,die Leute nett und liebenswert (na ja nicht alle...) und für jede kleine Hilfe überaus dankbar. Die Katastrophe wird mit dem Ausbleiben der Touristen allerdings potenziert,das ist reales Geld was wegbleibt. Tourismus ist konkrete Entwicklungshilfe und Afrika ist schön,spannend,anders.

Kurz und Schluß: wenn jeder nur ein bischen mehr hilft,haben wir alle eine bessere Welt und zukünftig weniger Flüchtlinge in der Haustür.

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spon-facebook-1629421895 01.09.2014, 13:44
5.

Super Aktion! Meinen vollsten Respekt!
UWHs finest!
Beste Grüße aus Witten, bleibt gesund!

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nerdchen 01.09.2014, 14:59
6. Hätte er doch was gescheites gelernt...

... wie BWL, International Relations oder so.
.

Im Ernst: Meinen allerallergrößten Respekt!
"Wer auch nur ein einziges Leben rettet, rettet die ganze Welt". Insofern hat dieser Student mit 22(!) in seinem Leben schon mehr geleitet als die meisten hochbezahlte Manager auf der ganzen Welt, wenn sie im Alter das Zeitliche segnen.

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chrizna 01.09.2014, 15:37
7. Meine allergrößte Hochachtung!

...Vor diesen jungen mutigen und engagierten Menschen! Dass diese unter Einsatz ihres Lebens im Kampf die Seuche einzudämmen auch noch die nötige Ausrüstung aus eigener Tasche finanzieren mussten , sollte alle Regierungen und Politiker dieser Welt vor Scham in den Erdboden versinken lassen! Milliarden wurden den Banken in den Rachen geworfen , korrupte Politiker stopfen sich weltweit die Taschen voll und ein Student finanziert den Aufbau einer Isolierstation aus eigener Tasche! Der Egoismus und die Gleichgültigkeit der herrschenden Klasse, die solche Zustände zulässt , sich die Entwicklungshilfe selbst einsteckt und es so weit hat kommen lassen ist einfach nur widerwärtig!

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cheeterno 01.09.2014, 16:07
8. Hut ab,

das würden nicht viele wagen.

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doctor1 01.09.2014, 17:01
9. Na Prima

Seinen Mut zu helfen in allen Ehren:Letztenendes ist es einfach nur fahrlässig, was der zukünftige Kollege dort tut, und zeugt von einer völligen Fehleinschätzung der Situation, oder warum glaubt er, sind die Hälfte aller forschenden Experten auf diesem Gebiet- seit Jahren mit dieser Krankheit vertraut- schon tot..? Abgesehen, dass ein Student im 5ten Semester vor Ort wirklich niemand eine große medizinische Hilfe ist, da können die großen Hilfsorganisationen alle ein Lied von singen. Und wenn dann das unvermeidliche passiert, lässt mann sich für Millionen vom ADAC nach Deutschland ausfliegen..
Fazit: Ebola den Profis überlassen, Dein Studium schnell vollenden, und im späteren Leben die großen Probleme der Welt sinnvoll angehen.

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