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Medizinstudium: Numerus clausus? Es geht auch anders
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Unis sollen ihre Medizinstudenten ab 2020 anders auswählen, damit nicht nur die Abi-Besten eine Chance auf einen Studienplatz haben. Einige Unis machen das bereits. Wie läuft's?

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j.c78. 28.12.2018, 08:46
1. Und dennoch...

Das Problem bleibt. Es gibt deutlich weniger Studieplätze als Interessenten UND das bei einem Ärztemangel im Land.

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frank57 28.12.2018, 08:47
2. Numerus Clausus

Wir haben wohl zu viele Ärzte, das wir uns es leisten können junge motivierte Menschen so vor den Kopf zu stossen?
Und das nur auf Grund einer Benotung?
Bildungsfreiheit sieht anders aus!
Aber wenn man in einem Land ohne jegliche Qualifikation Gesundheitsminister werden kann....

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jo126 28.12.2018, 08:48
3. Humbug

Der NC war schon immer Unsinn. Eine gute Durschnitts-Abinote mit lustigen Fächern wie Deutsch, Geschichte, Kunst etc. befähigt doch nicht automatisch zu einem Medizinstudium. Für Jura - vielleicht. Aber ernsthaft: Viel qualifizierter wäre doch wohl jemand, der ein Staatsexamen als Krankenschwester/pfleger erfolgreich absolviert hat. Das Abitur wird generell absolut überschätzt. Warum ist eine abgeschlossene Berufsausbildung nicht als gleichwertig anzusehen? Immerhin wird in der dualen Ausbildung in Deutschland auch schulische Bildung vermittelt. Damit würde die berufliche Ausbildung aufgewertet und die alberne Macht der Handwerkskammern mit ihrem Meisterdünkel beschnitten.

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issodu 28.12.2018, 08:55
4. Es braucht auch mehr Studienplätze

Meiner Kenntnis nach gibt es etwa 9000 Studoenplätze je Jahr in Deutschland für Medizin, benötigt werden 11.000. Bedenkt man weiter, dass nicht alle Medizinstudenten Arzt werden, weil sie z.B. in die Industrie wechseln, oder dass nicht alle Ärzte noch vollzeit arbeiten möchten, muss die Platzanzahl wohl noch etwas weiter erhöht werden. Es ist sinnvoll, Menschen nicht nur nach der Arbiturnote auszusuchen, aber aich das fachlich-wissenschaftliche macht einen guten Arzt aus. Der selbst kritisch Studien, Behandlungsempfehlungen und Laborberichte prüft, der sich reflektiv weiterbildet, der auch sich einsetzt für Patienten und sie berät bei Behandlung und Überweisung zu anderen Ärzten. Dafür bräuchte man im idealfall mehr Ärzte, damit ein Arzt sich mehr Zeit nehmen könnte für seine Patienten oder höherqualifizierte medizinische Fachkräfte, die einen Teil der ärztlichen Arbeit in gleicher oder besser Qualität den Ärzten abnehmen kann ( Routineuntersichungen, Erstdiagnose einfacher/häufiger Krankheitsbilder, Überprüfung chronischer Krankheiten, natürlich soweit dies der Ausbildung entsprechend möglich und vertretbar ist).

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m_arc 28.12.2018, 08:57
5. hmm

warum nicht einfach mehr studienplätze und so gleichzeitig den ärzte/fachkräftemangel bekämpfen? ach ne, das wäre zu einfach.

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Martinl 28.12.2018, 09:01
6. Artikel am Thema vorbei

Ich frage mich, ob die Recherchequalität auch beim SPIEGEL ONLINE langsam nachlässt!
Ich werde meine Startseite ändern, sorry

"Insbesondere die Tatsache, dass die Abiturnote bei der Zulassung zum Studium der Medizin eine noch größere Gewichtung erhält, wird abgelehnt. Die Abiturbestenquote soll bei der Vergabe der Studienplätze laut KMK von 20 auf 30 Prozent erhöht werden."

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/99925

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themagicone 28.12.2018, 09:10
7.

Zitat von jo126
Der NC war schon immer Unsinn. Eine gute Durschnitts-Abinote mit lustigen Fächern wie Deutsch, Geschichte, Kunst etc. befähigt doch nicht automatisch zu einem Medizinstudium. Für Jura - vielleicht. Aber ernsthaft: Viel qualifizierter wäre doch wohl jemand, der ein Staatsexamen......
Man kann nur hoffen, dass Ihr Beitrag satirisch aufzufassen ist. Welches "Staatsexamen" machen denn Pflegekräfte? Warum soll eine gute Krankenschwester automatisch auch die Voraussetzungen mitbringen, um eine gute Ärztin zu sein? Warum soll eine "abgeschlossene Berufsausbildung" mit dem Abitur gleichzusetzen sein?
Die Abiturnote ist sicherlich nicht ideal als Selektionskriterium - insbesondere, solange zwischen den Bundesländern erheblich Unterschiede in den Anforderungen liegen - aber immer noch die beste der verfügbaren Varianten.

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heiko1977 28.12.2018, 09:12
8.

Zitat von jo126
Der NC war schon immer Unsinn. Eine gute Durschnitts-Abinote mit lustigen Fächern wie Deutsch, Geschichte, Kunst etc. befähigt doch nicht automatisch zu einem Medizinstudium. Für Jura - vielleicht. Aber ernsthaft: Viel qualifizierter wäre doch wohl jemand, der ein Staatsexamen als .....
Warum sollte eine Berufsausbildung jemanden befähigen ein Studium zu absolvieren?
Ein Studium, zumindestens an einer Universität, beinhaltet ein hohes Mass an Selbstdisziplin, Motivation und die Fähigkeit des Selbststudiums. Die Besuche von Seminaren und Vorlesungen sind ein minimaler Bestandteil des Studiums weit mehr Zeit nimmt die Bereitschaft ein sich z.B: in die Bibliothek zusetzen und Bücher zuwälzen und zu studieren.
An diesen Aspekten des Studiums scheitern ja bereits viele Abiturienten, obwohl sie dies in ihrer Schulzeit gelernt haben sollten. Wie soll dies also jemand schaffen, der in seienr Ausbildungszeit gelernt hat nach Anweisung zu arbeiten?

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jkleinmann 28.12.2018, 09:16
9. Charakter und Lebenserfahrung...

...sind entscheidend, nicht eine gute Note, sprich (in vielen Fällen) lediglich die Fähigkeit, Wissen zu reproduzieren. Die klassische 24-jährige Einser-Abiturientim, die bis nach dem Studium nichts gesehen und erlebt hat als behütetes Elternhaus und Schulbank bzw. Hörsaal, bringt für Patienten und auch Kollegium sicher nicht bessere Voraussetzungen mit als jemand mit einer 2,3 im Abi, dessen Persönlichkeit mehr Gelegenheiten hatte sich zu entwickeln.

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