Forum: Leben und Lernen
Medizinstudium: Red-Bull-Uni verkauft den Traum vom Arztberuf
Paracelsus Medizinische Privatuniversität

Ich werde Arzt, zur Not gegen Geld: An der Nürnberg Medical School soll der Traum vom Medizinstudium auch ohne Spitzenabitur wahr werden. Möglich macht das eine österreichische Privathochschule für 67.500 Euro. Eine Schmalspurausbildung?

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henrik-flemming 05.03.2014, 17:49
60. .. Uni Oldenburg

Zitat von tobex
Das System ist fast identisch mit dem der Uni Witten - das hätte man im Artikel noch aufgreifen können. Und fachlich scheint es dort ja ganz gut zu funktionieren. Eine andere Geschichte sind die finanziellen Engpässe, mit denen die Uni Witten immer mal wieder Schlagzeilen macht...
https://www.uni-oldenburg.de/medizin...-des-studiums/

die bringen es eigentlich auf den Punkt: an deutschen medizinischen Unis dauert das Semester 30 Wochen, in Grossbritannien und den Niederlanden beginnt das Semester in der zweiten Augustwoche und endet in der ersten Juliwoche, mit Weihnachtsferien, Februarferien und Osterferien dazwischen.

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territrades 05.03.2014, 17:52
61. Qualität der Lehre

Die haben also nur 2 Profs für das eigentliche Fach Medizin geplant - dann wird die Lehre so oder so wenig wert sein. Ich kenne keinen Professor, der sein gesamtes Fach überblicken und alle Teilgebiete vernünftig lehren kann. Das geht vielleicht in den Anfängervorlesungen, sonst aber nicht. Das sollte eigentlich jedem klar sein, der selbst studiert hat.

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grandsport 05.03.2014, 17:54
62. Das 1er Abitur ist sicher nicht

der Garant für einen guten Arzt. Das schwächere Abitur aber auch nicht! Und die dicke Brieftasche sicherlich noch weniger. Und wo bleibt die Bildungsgerechtigkeit für das Kind der alleinerziehenden Mutter (die Säulenheilige der Politik) ? Es ist so ähnlich wie mit den Waldorfschulen, wo auf der Basis einer antroposophischen Theorie faktisch die ADHS-Kinder einer gut betuchten Elternschaft durch das Schulsystem geschleust werden.

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Ich_glaub_ich_SPONne 05.03.2014, 17:56
63.

Einen seltsamen Unterton kann man in dem Artikel herauslesen. Nur weil sich eine Universität privat finanziert, bedeutet das nicht, dass Qualitätsstandards nicht eingehalten werden. Genau das Gegenteil kann der Fall sein. Der NC wird in keinster Weise vom Autor hinterfragt. Gerade Medizin ist kein reines Paukerstudium. Mit dem NC werden aber genau diese Abiturienten angesprochen. Damit bekommen wir dann das medizinische Personal, dass wir eigentlich nicht haben wollen: unsoziale Karrieristen.

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ukma 05.03.2014, 17:58
64. Studium oder Ausbildung?

Bei Medizin finde ich es gut das es alternativen gibt. überall ist ärztemangel und auch iene Private uni kann den Job durchaus fähig lehren. Trotzdem fällt medizin für mich unter eine Ausbildung an einer Uni, und Die Doktortitel bekommt man hinterhergeworfen. Das find cih nach wie vor fraglich, sowie das die einzige hürde lange zeit der NC alleine war. Tests vor dem studium find ich acuh eine tolle neuerung!

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sunsan 05.03.2014, 17:59
65. Da setzt sich ein Unternehmen

ins gemachte Nest. Das Praktikum finanzieren die städtischen Kliniken, die Grundausbildung übernimmt die FH. Dann nochmal 130 EUR Bearbeitungsgebühr und die 67.500 EUR Studiengebühr abkassieren für einen Mickey Mouse-Doktor. Im Gegenzug dürfen sich dann auch noch ein paar Lehrkräfte sich einen Prof. an das Praxisschild klatschen und sind dann sozusagen Primus von Quack. Rauskommen werden schliesslich Ärzte die auf Bewertungsportalen wie jameda die Bezeichnung "schlechtester Arzt der Welt" verliehen bekommen, weil die Motivation Arzt geworden zu sein auf Geld basiert, sie vom Ruf getrieben werden und nicht vom Berufsethos.

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psychologiestudent 05.03.2014, 18:05
66.

Zitat von henrik-flemming
Da sind mir nur drei Bundesländer bekannt. In den übrigen lässt sich Mathe abwählen. Ausserdem sehe ich den Zusammenhang zwischen Mathe und einem Medizinstudium nicht so ganz. Fachlich währen da doch besser Biologie und Chemie, sowie eben Psychologie/Sozialwissenschaften als zur Qualifikation zum Medizinstudium geeignet. Ich würde sagen, dass Mathe im Abitur beim Physik-, Mathe-, Chemie-, Biowissenschaften-, WW-/BW- oder Ingenieurstudium Pflicht sein sollte, aber Medizin?
Sind Sie sicher? In allen Bundesländern die ich kenne muss man mathe bis zum Ende belegen und mindestens eine Naturwissenschaft, und Mathe oder eine Naturwissenschaft muss Pruefungsfach sein. Aber vllt hat sich da in den letzten 5 jahren was geändert...ich meinte nicht dass mathe fuer medizin verpflichtend sein muesste, sondern dass es das allgemein ist. Bei den schlechten Statiatikkenntnissen vieler Ärzte wäre etwas Mathe vllt gar nicht so schlecht... aber das liegt vmtl eher an den Unis als an der Schulbildung:)

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Paul Panda 05.03.2014, 18:35
67. Warum nicht!

Klingt nicht schlecht. Unser Numerus-Clausus-System begünstigt doch bloß weltfremde Streber mit auswendig gelerntem Wissen. Ein guter Arzt braucht aber mehr als das: Einfühlungsvermögen, Menschenkenntnis, Empathie und die Fähigkeit, zuzuhören. Wenn das in diesem Studiengang unterstützt wird: Warum nicht!

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stefanbanach 05.03.2014, 18:39
68. Na super

Eigentlich ist das System, dass nur die besten durchlässt, das fairste! (Gerade wenn auch noch spezielle Tests herangesogen werden! Dass die Qualität des Abiturs von Schule zu Schule unterschiedlich ist, sollte ja inzwischen allgemein bekannt sein)
Da wird dann nicht auf die Brieftasche der Eltern geschielt, aber naja...
Nun kann man sich das Medizinstudium sogar kaufen!
Wie bereits im Text erwähnt soll es auf FH-Niveau sein, was ich für sehr bedenklich halte!
( In meinen Mastervorlesungen sitzen einige Studenten, die ihren Bachelor an einer FH gemacht haben. Die sind nichtmal auf dem Niveau unserer Anfängervorlesungen... man stelle sich das nun mal bei einem Arzt vor! Von sojemandem möchte ich mich dann lieber nicht behandeln lassen! )

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alfredo_spencer 05.03.2014, 18:42
69. Ausbildung in Richtung FH

Zitat von henrik-flemming
die bringen es eigentlich auf den Punkt: an deutschen medizinischen Unis dauert das Semester 30 Wochen, in Grossbritannien und den Niederlanden beginnt das Semester in der zweiten Augustwoche und endet in der ersten Juliwoche, mit Weihnachtsferien, Februarferien und Osterferien dazwischen.
Hm, das Studienjahr sind 30 Wochen. Das entspricht zwei SEMESTERN zu je 15 Wochen.

Aber schaut man sich sowohl den Studienplan in Oldenburg, als auch den Studienplan von Paracelsus an, dann kann man da schon den Abschied von einem wissenschaftlichen Studium erkennen. Das ist dann mehr Berufsausbildung im Sinne eines FH-Studiums.

Übrigens, die Dipl.-Med. aus der DDR waren so gut, weil sie ein sehr wiss. orientiertes Studium mit guten Grundlagen genossen haben.

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