Forum: Leben und Lernen
Mein Leben als Polizist: Feind und Helfer
DPA

Immer dann im Einsatz, wenn Krawall droht: bei Demos, Fußballspielen, Schlägereien. Ein Polizist erzählt aus seinem Beruf, der nie Alltag ist - und erklärt, wie er mit Beleidigungen und Gewalt umgeht.

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Kommentarschreiber 03.02.2017, 07:07
10. 2.800 netto..?

Sollte hierzu nicht erwähnt sein, dass bei ihm als Beamten vom "Nettogehalt" noch die Krankenversicherung abgezogen wird?

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dallmann67 03.02.2017, 07:10
11. Gewalt gegen Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste....

Diese Form von Gewalt und - teils massiver - Respektlosigkeit gegenüber diesen Berufsgruppen ist ein ERNSTHAFTES Problem für die gesamte Zivilgesellschaft. Wir müssen aufhören, dieses Problem "politisch korrekt" kleinzureden und zu verharmlosen oder zu beschönigen. Nichts davon darf beschönigt werden.
Jeder sollte sich einmal ERNSTHAFT überlegen, wie er/sie selbst sich "fühlen" würde, wenn er nahezu täglich bei ordnungsgemäßer Ausübung seiner Arbeit auf Grundlage geltender Gesetze massiv bepöbelt, und gewaltsam angegangen würde!?
Es trifft - nicht "nur" - die Polizisten, es trifft auch UNS ALLE, die Zivilgesellschaft, die von diesen Polizisten im Einsatz vor Ort vertreten und repäsentiert wird. Mit anderen Worten: Jeder Schlag gegen einen Polizisten ist zugleich ein Schlag gegen die Zivilgesellschaft. Dürfen wir das kleinreden? Dürfen wir das beschönigen? NEIN!
Ganz im Gegenteil: Wir sollten einen Konsens finden, der für derartige Attacken - zumindest in aller Regel - eine HOHE (!) MINDEST-Strafe vorsieht. die von Gerichten nicht unterschritten werden darf. Wir sollten uns - als verantwortungsbewusste - Zivilgesellschaft auch hinter die Polizisten stellen bei gefährlichen Einsätzen, bei denen sie auch täglich Leib und Leben für uns alle risikieren und einsetzen. Das sollten wir NIEMALS "vergessen" und uns deshalb mit - oft genug unqualifizierter, vorschneller und unsachlicher - "Kritik" an Einsätzen zurückhalten. Die meisten "Kritiker" haben nämlich überhaupt keine leise Vorstellung von dem, was Polizisten heutzutage im Dienst AUSHALTEN müssen.
Es wird höchste ZEIT, dass darüber eine ernsthafte Debatte geführt wird und die Zivilgesellschaft sich solidarisch hinter die Polizisten stellt, sofern sie will, daß diese weiter ihren Dienst (mit Freude und Engagment) tun FÜR UNS ALLE und um uns ein FREIES und SICHERES Leben zu ermöglichen. Das ist - wie man überall in der Welt sehen kann - nämlich KEINE SELBSTVERSTÄNDLICHKEIT.

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user124816 03.02.2017, 07:13
12.

bekommen wir jetzt jedes mal wenn polizisten wieder einen psychisch kranken abknallen einen bericht, wie schwer es die jungs und mädels doch haben?

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orosee 03.02.2017, 07:37
13.

Kann nicht leicht sein, von Leuten, die einem #Nafri vorwerfen, teilweise als "Bullenschweine" entmenscht zu werden. Bei allen Fehlern: Respekt!

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hockeyversteher 03.02.2017, 07:45
14. Wenn man das liest:

Zitat von odapiel
Gerade wurde mindestens der dritte geistig Verwirrte von Berliner Polizisten erschossen, der lediglich mit einem Messer herumfuchtelte. Der davor drohte gar Selbstmord mit dem Messer begehen zu wollen, wofür er dann halt vorsorglich von Metern entfernt stehenden, auch noch absichtlich zu ihm in den Brunnen gestiegenen Beamten erschossen wurde. Alle drei waren mehr oder minder nackt und deutlich verwirrt und keine Gewalttäter, die bereits tatsächlich andere angegriffen haben. Sorry, aber bei mir ist jedes Verständnis für die Polizei nach diesen und anderen Vorfällen abhanden gekommen.
... könnte man meinen, Sie tragen ein ACAB-T-Shirt. (Kein Angst SPON - diese Abkürzung ist richterlich festgestellt Teil der Meinungsfreiheit).

Den in den von Ihnen beschriebene Fällen ist laut der Polizeiberichte ja nicht auf verwirrt wimmerte Menschlein geschossen wurde, sondern auf hoch aggressiv und für Ihre Umwelt gefährliche Menschen. Ich finde es auch spannend zu erfahren, wie ein Polizist in vielleicht 10-15 Minuten Einsatz erkennen soll, das ein Täter "geistig verwirrt" ist oder wieso es Polizisten verboten sein soll, ihr Leben vor Angriffen "geistig Verwirrter" zu verteidigen. Auch spannend, wie manche im Nachgang feststellen, dass ein Täter, der gestorben ist, geistig verwirrt war. Wer stellt an einem Toten diese Diagnose?

Ansonsten ist der Bericht erhellend. Gewalt geht insbesondere von Gegendemonstranten aus (Die Bilder aus Berkeley zeigen, dass sandals Phänomen auch in den USA gibt). Darüber haben wir in den letzten 2 Jahren in den Leitmedien nichts gehört. Dort wurde immer wieder zum "Wiedeerstand" aufgerufen, die Ausschreitungen blieben weitestgehend unerwähnt oder verharmlost oder gar entschuldigt. Somit hat man den Eindruck vermittelt, Gewalt auch gegen die Polzei zu dulden. Das dann ein "Linksaktivist", der den anderen "Aktivisten" der Rigaer Straße in Berlin n nahe steht, auch noch Staatssekretär werden soll, zeigt, wo die Politik die Schwerpunkte setzt. Die, die politisch motiviert "Bullenschweine" jagen (Achtung - auch freie Meinungsäußerung und keine Beleidigung) erhalten damit Rückenwind.

Zur überwiegenden Herkunft der im Artikel beschriebene allgemein Respektlosen wird politisch korrekt nicht erwähnt. Der zitierte Ausruf lässt jedoch erahnen, woher dieser Täter kommt.

Aber - immerhin, ein Hauch Realität weht durch die Veröffentlichung von SPON.

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kratzdistel 03.02.2017, 07:46
15. psychologie polizeilichen handelns

Platon ( politeia 375 a) meinte, es heiße beinahe ein unmögliches verlangen, einen ordnungshüter zu finden, der seinen Idealvorstellungen entspreche. denn wie könne ein mensch zugleich eine sanfte und hocheifrige Gemütsart besitzen, wie könne er zugleich mild, friedfertig und besonnen sein gegenüber den gesetzmäßig sich verhaltenden bürgern, jedoch scharf und tapfer, taten- und angriffslustig gegenüber den feinden der Polis<
so ist es noch heute wohl. es darf nicht übersehen werden, dass nur die Polizei in einem akt ihre verfügungen vollstreckt von der Androhung, Festsetzung und Vollstreckung notfalls mit äußerstem zwang.dazwischen gibt es keine Rechtsmittel zur Überprüfung, sondern nur hinterher.

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der.tommy 03.02.2017, 07:53
16. @klaus5000

Und können sie ihr pauschale Aussage, "die meisten Polizisten" (also über 50%) beherrschen keine deeskalation und sind gewaltbereit auch belegen? Oh können sie nicht? Weil es nur ein Bauchgefühl ist? Schade. Denn genau das Gegenteil ist der Fall. Ich kenne einige Polizisten und sie alle überlegen es sich 10 mal, bis sie Gewalt anwenden. Das führt sogar soweit, dass es dienstanweisungen gibt, die ausdrücklich sagen, egal was bei der Demo passiert, und wenn ihr mit Feuerwerkskörpern beworfen werdet, ihr wendet keine Gewalt an. Also kommen Sie uns hier nicht mit ihrem ultralinken Geschwätz. In Deutschland hat der Staat das Gewaltmonopol. Wenn sie meinen, sich Anweisungen der Polizei widersetzen zu müssen oder schlimmeres, dürfen die Polizisten eben zwang anwenden. Und ob sie das zu fünft gegen einen machen, ist unerheblich

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susuki 03.02.2017, 07:54
17.

Ich habe mich im Zug 2 Stunden mit einem "ACAB" Tätowierung (Gut sichtbar am Hals) Träger unterhalten.

Neben seinen ich "Kraftsprüchen" (Ich bin nett zu Cops wenn sie zu zweit sind, wenn ich einem einzelnen in Zivilkleidung begegne...) war er auch Familienvater, Forstmitarbeiter und überaus freundlich und hilfsbereit.

Ich bin mir nicht sicher welches die Ursachen sind, sicher bin ich mir das er in Anwesenheit von Polizisten jede Fähigkeit zu kongruenten Denken verliert. Er tickt aus wenn Polizisten anwesend sind.

Ich habe ihm zum Abschied die Denksportaufgabe gestellt, wie er reagieren wird, wenn sein Sohn dereinst in eine Polizeischule eintreten sollte.

Ich mochte den jungen Mann. Vielleicht bekommt er die Kurve und trägt bei der nächsten Begegnung ein Cover up.

Es gibt keine Alternative zum Gewaltmonopol.

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der.tommy 03.02.2017, 07:57
18. @odapiel

In all diesen Situationen ist die kriminelle Vorgeschichte unerheblich. In diesen Situationen müssen die Polizisten entscheiden: besteht eine unmittelbare Gefahr für Leib und Leben anderer Personen, die den Einsatz von ggf auch tödlicher Gewalt rechtfertigt. Was hätten sie denn als angemessene Reaktion vorgeschlagen? Gut zureden während er grad mit dem Messer auf jemanden zu rennt? Warten bis wenigstens ein Beamter lebensgefährlich verletzt ist? Oder tot?

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Premiumbernd 03.02.2017, 07:57
19. Na ja,

Zitat von klaus5000
Das Zauberwort wie man am besten mit Gewalt umgeht heißt doch Deeskalationstraining. Habe es jedoch schon öfters erlebt dass die "Cops" genau das Gegenteil besser beherrschen, denn Gewalt ist ja ihr Monopol! und wenn sich ein einziger Demonstrant oder wer auch immer nur gegen Angriffe von Gewalttätigen "Cops" zur Wehr setzt dann heißt das schnell und gerne 8 - 10 oder gar "12-13" auf einen. Das macht immer so den Eindruck als wenn es sich um einen Haufen Schwächlinge handelt. Wie auch immer Stärke zeigen geht bei mir anders, nämlich dann wenn ich Deeskalation wirklich beherrsche. Eine Herausforderung an der aber nachweislich die meisten "Cops" scheitern.
wenn ich mir unsere "Demonstranten" so angucke, bin ich persönlich gegen immer wieder deeskalieren. Hat bei solche gewalttätigen Truppen wie schwarzer Block, oder Antifa einfach keine Wirkung. Warum glauben Demonstranten eigentlich immer, sie bräuchte sich nicht an Gesetzte zu halten. Immer nach dem Motto: Der Zweck heiligt die Mittel. Demonstrationen sind dafür da eine Meinung öffentlich zu machen, in der Öffentlichkeit mit dieser Meinung präsent zu sein. Nicht um Straßen zu blockieren und Polizisten anzugreifen. Oder Autos anzustecken. Und dann noch zu meinen, man habe recht. Da man ja die einzig wahre und richtige Meinung hat, die man auch mit allen Mitteln durchsetzen darf.

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