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#MeToo: Kölner Studierende fordern Rücktritt von Dozent Gebhard Henke
imago/Klaus W. Schmidt

Mehrere Frauen werfen Ex-"Tatort"-Koordinator Gebhard Henke sexuelle Belästigung vor, darunter eine ehemalige Dozentin der Kunsthochschule für Medien in Köln. Gegen Henkes Weiterbeschäftigung als Professor gibt es jetzt Proteste.

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Bondurant 26.02.2019, 18:04
1. Bitte nicht als Bagatellisierung missverstehen

sondern als Dokumentation der geänderten Verhältnisse:

Es gehe um eine feine Grenze, die man selbst in der Situation als unangenehmen Übergriff wahrnehme, aber aus einer Mücke keinen Elefanten machen wolle, hatte die Frau im SPIEGEL gesagt. "Die Wahrheit ist: Man kann auch von tausend Mücken in den Wahnsinn getrieben werden."

Festzuhalten ist: dem Mann wird keinerlei sexuelle Gewalt, schon gar keine Vergewaltigung vorgeworfen. Vorgeworfen werden ihm körperliche Übergriffigkeiten, die man noch vor wenigen Jahren zwar nicht als normal, aber schlimmstenfalls als "schlechtes Benehmen" gewertet hätte. Für dieses verliert er jetzt seine Jobs. Es hat sich also doch schon einiges verändert.

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Grünspahn 26.02.2019, 18:25
2.

Wir leben in einem Rechtsstaat. Daher gilt jeder bis zu einer Verurteilung als unschuldig. Das weiß auch die Hochschule, deswegen wird sie auch zögern Konsequenzen zu ziehen, denn bei einem Prozess hat sie schlechte Karten, da nur Vorwürfe vorliegen, aber keine Verurteilung. Auch die Studenten haft kann sich nicht über rechtsstaatliche Prinzipien hinwegsetzen.

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JungUndFrei 26.02.2019, 18:31
3.

Egal ob die Vorwürfe stimmen oder nicht, so lange er nicht verurteilt ist, kann man ihn nicht entlassen. Jeder hat das Recht auf einen fairen Prozess und solange dieser nicht beendet ist, gilt er als unschuldig. Daraus folgt, dass es keinen Grund für arbeitsrechtliche Schritte gibt. Der Fall Kachelmann sollte Lehre genug sein.

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Newspeak 26.02.2019, 19:06
4. ...

"Kurz vorher hatten sieben zum Teil sehr erfolgreiche Frauen aus der Filmbranche Henke erneut der sexuellen Belästigung bezichtigt. "Als wir von den neuen Vorwürfen erfuhren, hatten wir genug", sagt Franz-Xaver Franz, 34, der gerade an der KHM sein Diplom gemacht hat."

Der Unterschied zwischen "erneut" und "neu" ist diesem Studenten wohl nicht bekannt? Oder sind wirklich NEUE Vorwuerfe dazugekommen? Wurde von irgendeiner der Frauen Anzeige erstattet? Wurde Anklage erhoben? Ein Urteil gefaellt? Kann man nicht einmal Naegel mit Koepfen machen, und vor allem den rechtstaatlich vorgesehenen Weg beschreiten? Was soll das?

Ich nehme durchaus an, dass an den Vorwuerfen etwas dran sein koennte. Solche gehaeuften Meldungen unterschiedlicher Frauen geschehen ja normalerweise nicht ohne Grund. Ok. Aber wenn das nicht mal per Gericht festgestellt wird, dann bringt die ganze Diskussion nichts. Das wirklich Schlimme sind solche Aussagen: "Es gehe um eine feine Grenze, die man selbst in der Situation als unangenehmen Übergriff wahrnehme, aber aus einer Mücke keinen Elefanten machen wolle, hatte die Frau im SPIEGEL gesagt. "Die Wahrheit ist: Man kann auch von tausend Mücken in den Wahnsinn getrieben werden." ". Das bedeutet naemlich, dass man den Ruf und die Karriere von Menschen schon deshalb ruinieren kann, weil man sich in seiner persoenlichen Befindlichkeit gestoert gefuehlt hat und einem das Jahre spaeter einfaellt. Man hat aber nie sein Missfallen zum Ausdruck gebracht. Nicht beim ersten Mal, vielleicht weil man ueberrascht war, nun gut, aber auch nicht zum x-ten Mal, wo man es doch schon haette wissen koennen. Und warum hat man sich ueberhaupt immer wieder in die Situation gebracht?

Wenn dem Mann keine Straftaten nachzuweisen sind, dann ist das nur Material fuer den Boulevard. Und der Spiegel berichtet voellig unkritisch.

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Ast2019 26.02.2019, 19:56
5. Antwort auf @Newspeak

Hallo, Ihre Argumentation ist leider objektiv falsch. Natürlich ist es den Studierenden, bis zur Klärung des Sachverhaltes, nicht zuzumuten, weiterhin von Herrn Henke unterrichtet zu werden. Sie stellen das gesamte Rechtsprinzip auf den Kopf. Mutmaßliche Täter kommen auch in Untersuchungshaft, in Erwartung eines Prozesses, in dem sie durchaus frei gesprochen werden können. Nach Ihrer Auffassung müsste dann also die Untersuchungshaft abgeschafft werden, weil Verdächtigen die Haft nicht zugemutet werden kann ? Die Aussagen der Frauen sind keine Vorverurteilung sondern lediglich Indizien. Auf Grund dieser Indizien hat Herr Henke u. a. seine Klage zurückgezogen. Auf Grund anderer Indizien wurde er von seinem Arbeitgeber gekündigt.

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spdf 26.02.2019, 20:15
6. re

Zitat von Ast2019
Hallo, Ihre Argumentation ist leider objektiv falsch. Natürlich ist es den Studierenden, bis zur Klärung des Sachverhaltes, nicht zuzumuten, weiterhin von Herrn Henke unterrichtet zu werden. Sie stellen das gesamte Rechtsprinzip auf den Kopf. Mutmaßliche Täter kommen auch in Untersuchungshaft, in Erwartung eines Prozesses, in dem sie durchaus frei gesprochen werden können. Nach Ihrer Auffassung müsste dann also die Untersuchungshaft abgeschafft werden, weil Verdächtigen die Haft nicht zugemutet werden kann ? Die Aussagen der Frauen sind keine Vorverurteilung sondern lediglich Indizien. Auf Grund dieser Indizien hat Herr Henke u. a. seine Klage zurückgezogen. Auf Grund anderer Indizien wurde er von seinem Arbeitgeber gekündigt.
Sie liegen völlig falsch. Untersuchungshaft wird angeordnet, wenn Flucht- und Verdunklungsgefahr besteht. Das dürfte hier wohl kaum der Fall sein. Oder es geht um sehr schwere Straftaten. Das ist hier auch nicht der Fall.

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dasfred 27.02.2019, 00:32
7. Hat zufällig jemand den Film Feuchtgebiete gesehen

Charlotte Roche hatte wohl kein Problem damit, was den jungen SchauspielerInnen vor laufender Kamera zugemutet wurde, um ihre sehr abstrusen Phantasien ins Bild zu setzen. Dagegen war die Hand auf dem bekleideten Po eine sanfte Streicheleinheit. Diese Verschiebung von Moral, sobald es die "Kunst" betrifft sollten gerade Studenten aus diesem Fachbereich mal untereinander diskutieren. Auch der Satz von dem, der ohne Sünde ist und den ersten Stein werfen kann hat nichts von seiner Aktualität verloren.

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gladwyne 27.02.2019, 02:33
8. bei dem US richter kavenaugh

hatter die frau einen gespraechseintrag in einer behandlungsakte lange vor den hearings. wenn bei den gegenwaertigen fällen so was vorliegt oder wenigstens tagebucheintge. aber ganz ohne? schwierig. wenn ich mich jetzt hinstelle und behaupte dass ich franz xaver franz die gesamte diplomarbeit geschrieben habe, wird er sich dann freiwillig exmatrikulieren lassen?

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El Barredo 27.02.2019, 03:31
9. In was für Zeiten leben wir denn?

Ich lebe gerne in Deutschland, weil hier Rechtsstaatlichkeit und Verhältnissmäßigkeit bisher noch eine Rolle spielen. Frauen die Opfer einer sexuellen Belästigung oder gar eines Verbrechens gefallen sind, können immer und jederzeit diese zur Anzeige bringen. Bei der Erstattung einer Anzeige ist die Polizei verpflichtet eine Untersuchung einzuleiten. Was sie da schreiben ist für mich nur verachtenswert weil bar jeder Grundlage/ Verhältnissmäßigkeit (Nein ich komme nicht in Untersuchungshaft wenn ich Brot im Supermarkt klaue, auch wenn ich schuldig bin). Die Wahrscheinlichkeit liegt nahe das Herr Henke Frauen belästigt aber weder sie noch ich stehen in dem Fall keinen Richtspruch zu. Es sollen schon Personen wegen Indizien verurteilt worden sein, aber auch das andere deswegen Frei gesprochen worden sind. Verzeiht bitte meine Fehler und Grammatikschwächen. gruß

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