Forum: Leben und Lernen
#MeToo: Kölner Studierende fordern Rücktritt von Dozent Gebhard Henke
imago/Klaus W. Schmidt

Mehrere Frauen werfen Ex-"Tatort"-Koordinator Gebhard Henke sexuelle Belästigung vor, darunter eine ehemalige Dozentin der Kunsthochschule für Medien in Köln. Gegen Henkes Weiterbeschäftigung als Professor gibt es jetzt Proteste.

Seite 2 von 3
politik_verdrossen 27.02.2019, 06:18
10. Ein anderer Feminismus

Die Karriere des Mannes ist in jedem Fall ruiniert. Schuldig oder nicht, die öffentliche Wahrnehmung entscheidet über sein Schicksal und so hat #MeToo einen weiteren Mann außerhalb von Recht und Gesetz vernichtet. Dieser neue Feminismus sowie das Gender Mainstreaming nimmt auf rechtsstaatliche Prinzipien keine Rücksicht mehr. Das lässt sich vielerorts nachvollziehen. So wird in Kanada, USA und Europa bereits versucht, den Menschen sprachliche Regelungen qua Gesetz aufzuzwingen, die eine Ideologie (keine Wissenschaft!) linksradikaler Studenten hoffähig machen. Das tyranische dieser beiden Bewegungen wird dabei viel zu wenig thematisiert. Dass es sich um Ideologie handelt, wird auch hier bei Spiegel Online kaum wahrgenommen. So redet Frau Stokowski immer zu vom Patriarchat und findet auch in den kleinsten Dingen belege für ihr Weltbild. Wer einen Hammer hat, sieht nur noch Nägel. Gleichzeitig zieht diese Ideologie nun wie selbstverständlich in die Klassenzimmer ein, um schon die Jüngsten auf Linie zu bringen. Wie sehr auch hier bei Spiegel Online zur Spaltung der Gesellschaft durch die Stigmatisierung und negative Attributisierung männlicher Sexualität beigetragen wird, lässt sich noch gar nicht abschätzen. Als Mann, besonders als erfolgreicher Mann, ist heute jede Aufzugfahrt mit einer Frau bereits gefährlich. Allerdings geht das Ganze auch zum Leidwesen aller Frauen, die sich Aufmerksamkeit und auch mal einen Flirt mit einem Mann wünschen. Die berechtigten Bedürfnisse dieser Frauen werden unter die Räder einer Minderheit kommen, die mit Begriffen wie “Toxic Masculinity“ Männlichkeit ein Framing gibt, das die Gesellschaft extrem beschädigen wird. Ich prophezeie, dass es bei den nächsten Wahlen einen gewaltigen backlash geben wird, der uns alle erschrecken wird.

Beitrag melden
c124048 27.02.2019, 08:10
11.

Zitat von Ast2019
Hallo, Ihre Argumentation ist leider objektiv falsch. Natürlich ist es den Studierenden, bis zur Klärung des Sachverhaltes, nicht zuzumuten, weiterhin von Herrn Henke unterrichtet zu werden. Sie stellen das gesamte Rechtsprinzip auf den Kopf. Mutmaßliche Täter kommen auch in Untersuchungshaft, in Erwartung eines Prozesses, in dem sie durchaus frei gesprochen werden können. Nach Ihrer Auffassung müsste dann also die Untersuchungshaft abgeschafft werden, weil Verdächtigen die Haft nicht zugemutet werden kann ?
Und da haben wirs wieder. Den Grund, warum die Lautesten heutzutage immer gewinnen.
Es wird nicht auf das Ursprüngliche eingegangen, sondern abstruse Vergleiche herbegeschrieben und quergedachte und unterstellte Aussagen dem "Fertigzumachenden" unterstellt.
Dazu noch viiiiiiel Unwissenheit und Realitätsverlust. Und Zack wird den mundtotzumachen Foristen unterstellt, er wäre ein glühender Verfechter der Abschaffung des Rechtsstaats.... Mein Opa hat auch öfters von solchen Menschen erzählt. Aber das war eine.... andere.... Zeit.
Einige Neuzeitleiter scheinen die aber (ich unterstelle mal unwissentlich) wieder herbeizureden!

Gabs neulich sogar einen schönen Artikel hier bei SPON dazu. "Die rethorischen Methoden der Populisten" oder so.

Beitrag melden
avsch 27.02.2019, 08:42
12. Liebe Berichterstattenden,

ich finde diese Gendersprache vorsichtig beschrieben gekünstelt und ganz furchtbar. Warum ist der Rektor dann noch kein Universitätsleitender? Der Elefant? Ein Rüsselstoßzahntragender? Leute bitte.

Beitrag melden
peaceonearth 27.02.2019, 08:48
13.

Zitat von dasfred
Charlotte Roche hatte wohl kein Problem damit, was den jungen SchauspielerInnen vor laufender Kamera zugemutet wurde, um ihre sehr abstrusen Phantasien ins Bild zu setzen. Dagegen war die Hand auf dem bekleideten Po eine sanfte Streicheleinheit. Diese Verschiebung von Moral, sobald es die "Kunst" betrifft sollten gerade Studenten aus diesem Fachbereich mal untereinander diskutieren. Auch der Satz von dem, der ohne Sünde ist und den ersten Stein werfen kann hat nichts von seiner Aktualität verloren.
Verstehe ich Sie richtig? Sie meinen, weil Frau Roche ein Buch mit recht freizügigen Szenen geschrieben hat, darf sie sich nicht beklagen, wenn sie am Po begrapscht wird? Eine seltsame Moral ist das. Ich denke auch, dass die SchauspielerInnen nicht gezwungen wurden in dem Film mitzuspielen und sicherlich vorher wussten, was das Drehbuch verlangt.

Beitrag melden
dasfred 27.02.2019, 10:09
14. Zu Nr.13

Frau Roche hat nicht nur dieses Buch geschrieben, sondern auch der Verfilmung in dieser Art zugestimmt. Ich bin sicher, die jungen SchauspielerInnen im Film hätten gerne auf die eine oder andere Szene verzichtet. Für eine Schauspielerin am Anfang der Karriere ist es absolut unerheblich, ob ein Produzent im Hotel nackt vor ihr steht oder ob sie aus "künstlerischen" Gründen nackt mit anderen vor der Kamera agieren muss um die Rolle zu bekommen. In beiden Fällen werden ohne Not Grenzen überschritten. Frau Roche hat es akzeptiert, dass eine Frau vor der Kamera ihre Phantasien körperlich umsetzen sollte, die eindeutig nicht freiwillig Pornos drehen würde. Hier mussten Darsteller ihre Schamgefühle überwinden, damit der Produzent und Regisseur mit der Sex und Schleim Thematik Kasse machen konnten. Wer jemand nötigt, über seine Schamgrenzen zu gehen ist nicht besser, als der, der seine Hände nicht unter Kontrolle hat.

Beitrag melden
SIR-ENE 27.02.2019, 10:17
15. Wo bleibt's Recht auf Kontrolle machtvoller Fremdbestimmung?

Zitat von dasfred
Charlotte Roche hatte wohl kein Problem damit, was den jungen SchauspielerInnen vor laufender Kamera zugemutet wurde, um ihre sehr abstrusen Phantasien ins Bild zu setzen. Dagegen war die Hand auf dem bekleideten Po eine sanfte Streicheleinheit. Diese Verschiebung von Moral, sobald es die "Kunst" betrifft sollten gerade Studenten aus diesem Fachbereich mal untereinander diskutieren. Auch der Satz von dem, der ohne Sünde ist und den ersten Stein werfen kann hat nichts von seiner Aktualität verloren.
Sie scheinen das Recht auf Selbstbestimmung nicht zu kennen. Ist ja auch kein Wunder, solange das Institut für Menschenrechte dieses Recht aus allen Grundrechten zieht und glaubt, man müsse die Öffentlichkeit nicht darauf hinweisen, dass dieses fantastische Recht im Art. 2 GG steckt. Nur nicht so deutlich, dass das Volk erkennt, dass an diesem Recht auch das Recht auf Kontrolle machtvoller Fremdbestimmung hängt ... Ich wundere mich nur, dass den Argusaugen der Medien das bislang noch nicht aufgefallen ist. Obwohl ich sie immerwieder mit der Nase darauf sto§e. Am Ende profitieren sie ganz gerne von dieser grandiose Bewusstseinslücke im Kopf der alles bestimmenden, alles gestaltenden Masse, die bekanntlich schon immer die größte Einflussgewalt hatte ...

Beitrag melden
polza_mancini 27.02.2019, 11:32
16. U-Haft? Rechtsprinzip?

Zitat von Ast2019
Hallo, Ihre Argumentation ist leider objektiv falsch. Natürlich ist es den Studierenden, bis zur Klärung des Sachverhaltes, nicht zuzumuten, weiterhin von Herrn Henke unterrichtet zu werden. Sie stellen das gesamte Rechtsprinzip auf den Kopf. Mutmaßliche Täter kommen auch in Untersuchungshaft, in Erwartung eines Prozesses, in dem sie durchaus frei gesprochen werden können. Nach Ihrer Auffassung müsste dann also die Untersuchungshaft abgeschafft werden, weil Verdächtigen die Haft nicht zugemutet werden kann ? Die Aussagen der Frauen sind keine Vorverurteilung sondern lediglich Indizien. Auf Grund dieser Indizien hat Herr Henke u. a. seine Klage zurückgezogen. Auf Grund anderer Indizien wurde er von seinem Arbeitgeber gekündigt.
Wo? In Nordkorea? Wenn Sie in Deutschland jemanden wegsperren möchten, gibt es gottlob ein bisschen strengere Voraussetzungen als "Indizien"...Ihn bis zur Klärung der Vorwürfe nicht unterrichten zu lassen, ist halt auch ein Abwägungsprozess, hat aber ggfls. natürlich schon Züge einer Vorverurteilung. Bei einer einzelnen Beschuldigung fällt die Entscheiudng vermutlich anders aus als bei 5 oder 10 ähnlichen - bei 7 namentlich bekannten Personen fiele meine auch recht eindeutig aus, den Herrn zu beurlauben. An Ihrer Sichtweise ist aber weder etwas objektiv noch juristisch korrekt...

Beitrag melden
SIR-ENE 27.02.2019, 11:35
17. Weit verbreitete, folgenreiche Differenzierungsschwäche

Zitat von dasfred
Frau Roche hat ... [...] ... Wer jemand nötigt, über seine Schamgrenzen zu gehen ist nicht besser, als der, der seine Hände nicht unter Kontrolle hat.
Sie unterscheiden offensichtlich handgreifliche Angebote nicht von verbalen, audiovisuellen. Wenn ihnen eine Eskimofrau zuwinkt per Skype, ist das sicherlich was anderes, als wenn ihnen der Ehemann der Charlotte Roche eine scheuert. Das verstehen Sie doch bestimmt, nicht?

Beitrag melden
dasfred 27.02.2019, 12:05
18. Zu Nr.17 SIR-ENE

Ganz ehrlich gesagt werde ich aus ihren komischen Postings nicht schlau. Was wollen sie inhaltlich ausdrücken? Und können sie es so formulieren, dass es auch der durchschnittliche Leser nachvollziehen kann? Vielleicht hilft es, wenn sie meine Postings auch nachvollziehen bevor sie sie kritisieren und ihre Gewaltphantasien in Text gießen.

Beitrag melden
polza_mancini 27.02.2019, 12:16
19. Naja,

Zitat von dasfred
Frau Roche hat nicht nur dieses Buch geschrieben, sondern auch der Verfilmung in dieser Art zugestimmt. Ich bin sicher, die jungen SchauspielerInnen im Film hätten gerne auf die eine oder andere Szene verzichtet. Für eine Schauspielerin am Anfang der Karriere ist es absolut unerheblich, ob ein Produzent im Hotel nackt vor ihr steht oder ob sie aus "künstlerischen" Gründen nackt mit anderen vor der Kamera agieren muss um die Rolle zu bekommen. In beiden Fällen werden ohne Not Grenzen überschritten. Frau Roche hat es akzeptiert, dass eine Frau vor der Kamera ihre Phantasien körperlich umsetzen sollte, die eindeutig nicht freiwillig Pornos drehen würde. Hier mussten Darsteller ihre Schamgefühle überwinden, damit der Produzent und Regisseur mit der Sex und Schleim Thematik Kasse machen konnten. Wer jemand nötigt, über seine Schamgrenzen zu gehen ist nicht besser, als der, der seine Hände nicht unter Kontrolle hat.
wer sich (auch als Jungschauspielerin) für diesen Film casten lässt und mindestens grob vom Buchinhalt gehört haben sollte, kann nun nicht wirklich davon ausgehen, im Film vollbekleidet in weißer Wäsche auf Grimme-Niveau zu spielen. Auf so einen Einstieg ins Business darf man dann ganz freiwillig und dankend vorab verzichten. Wenn ich für eine Rolle bei "Bibi und Tina" vorspreche und dann im fertigen Film plötzlich aus künstlerischen Gründen nackt über die Pferdekoppel joggen muss, sieht das sicher anders aus. Spielt aber wohl in einer anderen Liga als Ihr Beispiel...

Beitrag melden
Seite 2 von 3
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!