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Minister-Ranking: Von mittelmäßig bis miserabel

Professoren stehen oft in der Kritik und teilen einmal im Jahr selbst aus: Per Ranking rechnen sie mit der Arbeit der Wissenschaftsminister ab. Die Note 4,0 gab's für Bundesbildungsministerin Annette Schavan - selbst das reichte noch fürs Mittelfeld. Denn die beste Minister-Zensur war eine Drei.

Klo 24.02.2010, 09:20
1. Urteil vernichtend. Wir brauchen einen Neuanfang.

Zitat von sysop
Professoren stehen oft in der Kritik und teilen einmal im Jahr selbst aus: Per Ranking rechnen sie mit der Arbeit der Wissenschaftsminister ab. Die Note 4,0 gab's für Bundesbildungsministerin Annette Schavan - selbst das reichte noch fürs Mittelfeld. Denn die beste Minister-Zensur war eine Drei.
In Deutschland gibt es nicht einen einzigen Bildungsminister, der diesen Titel auch nur ansatzweise verdient hätte. Es gibt ausschließlich bildungsferne Dilettanten, die sich den Posten erkrochen haben mit dem Versprechen, die Bildungsausgaben dramatisch zusammenzustreichen. Insofern wüßte ich persönlich derzeit keinen einzigen, der über die Note ungenügend hinauskäme. Wenn man der Schavan gerade noch eine 6 geben kann, dann hätte ihre Vorgängerin Bulmahn allerdings eine 6- verdient gehabt. Es gibt in der deutschen Nachkriegsgeschichte keinen Menschen, der mehr Bildungssubstanz in kürzerer vernichtet hat, als Frau Bulmahn. Aber die Schavan holt auch kräftig auf.

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Peter Sonntag 24.02.2010, 10:31
2. Günstling ?

Zitat von sysop
Professoren stehen oft in der Kritik und teilen einmal im Jahr selbst aus: Per Ranking rechnen sie mit der Arbeit der Wissenschaftsminister ab. Die Note 4,0 gab's für Bundesbildungsministerin Annette Schavan - selbst das reichte noch fürs Mittelfeld. Denn die beste Minister-Zensur war eine Drei.
Die Frau Schavan muss etwas Verborgenes über Frau Merkel wissen.
Anders ist es nicht zu begreifen, dass sie immer wieder protegiert wird.

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hiro_protagonist 24.02.2010, 11:39
3. Wen wunderts

Wen wunderts wenn Minister nicht nach Qualifikation sondern nach Herkunft, Religion und Flügelzugehörigkeit ausgewählt werden.

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danton199 26.02.2010, 09:40
4. Reformen sind notwendig

Welch eine Überraschung! Die Professoren in den Hochschulen geben ihren Ministern überwiegend schlechte Noten! Wie sollte es in einem System, das vor lauter Besitzständen noch immer so verkrustet und reformbedürftig ist wie kaum ein anderer Bereich in Deutschland, auch anders sein?

Nehmen wir zum Beispiel Niedersachsen. Dort wurde kürzlich die Niedersächsische Technische Hochschule (NTH) gegründet als Zusammenschluss der Universitäten Hannover, Braunschweig, Clausthal. Ein enorm wichtiger Schritt für das Land und die Wettbewerbsfähigkeit der niedersächsischen Hochschulen in den Ingenieur- und Technikwissenschaften! Aber macht man sich Freunde mit so einem Schritt? Sicher nicht - ein Blick in die Presse und auch in dieses Ranking zeigt das. Nichtsdestotrotz: Respekt für den Mut der Politik und des zuständigen Ministers Stratmann, diesen Schritt gewagt und erfolgreich umgesetzt zu haben!

Ich finde, wir brauchen mehr solche Beispiele - auch die Entwicklung des Karlsruhe Institute of Technology, der TU München oder der FU Berlin in den letzten Jahren gehören dazu. Also: Mehr Mut der zuständigen Politiker, notwendige Reformen und profilbildende Schritte, die zu mehr Kooperation und Zusammenarbeit von Hochschulen und zur Bündelung von Kompetenzen führen, auch tatsächlich umzusetzen. Und zwar ohne populistische Meinungsmache und ohne ständig ein Ranking fürchten zu müssen, das von denen erstellt wird, die von (selten gewordenen) mutigen Reformen der Politik persönlich betroffen sind.

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