Forum: Leben und Lernen
Moocs: Studenten-Daten sind laut Experten nicht ausreichend geschützt
Coursera

Es wäre ein wahrer Datenschatz für neugierige Arbeitgeber: Studenten, die Online-Kurse belegen, verraten viel über sich und ihr Lernverhalten. Datenschützer warnen in einem Zeitungsbericht, dass diese Infos womöglich nicht immer ausreichend geschützt sind.

tph 02.12.2015, 17:23
1.

Warum wird dann hier z.B. Iversity erwähnt, die sich die Weitergabe von Daten an Unternehmen zwecks "Rekruitments" explizit in ihrer Datenschutzerklärung zusichern lassen?

2.1.3 Übermittlung von Bestandsdaten an Dritte
"...Weiterhin übermittelt iversity von Ihnen zu diesem Zweck freigegebene Daten (Bestands- und Inhaltsdaten) an vertrauenswürdige Unternehmen zum Zwecke des Rekruitments. Diese Unternehmen verwenden Ihre Daten, um Sie für etwaige Anstellungsangebote in Betracht zu ziehen und zu kontaktieren."
Ebenso räumt sich Iversity in den AGBs umfassende Nutzungsrechte u.a. die öffentliche Verbreitung und Überarbeitung von Werken der Nutzer ein (8.1.1) oder das diese Rechte an Dritte übertragen werden dürfen (8.1.2)

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willgence 02.12.2015, 20:48
2. Hallo Herr Gabriel?

Lesen Sie diesen Artikel? "Man" schafft es nicht einmal die einfachsten Datenbanken ausreichend zu schützen, wie bitte will die "Daten-Industrie" dann bitte Big-Data-Banken vor Fremdzugriffen schützen? Kein Plan! Aber erst einmal den Datenschutz abschaffen wollen und sammeln, was geht . . .

PS: Ich bin ein echter Fan aller Genderblüten . . . müßte es nicht korrekt "Studierenden-Daten" heißen?

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joris_bln 02.12.2015, 21:57
3. Wo ist das Problem?

Ich denke mal, die meisten Studenten sind glücklich, wenn Firmen auf sie aufmerksam werden und ihnen Jobangebote unterbreiten. Die Deutschen und ihre Datenschutzhysterie.

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sag-geschwind 02.12.2015, 22:11
4. Wettbewerb

Die ehrgeizigsten und erfolgreichsten Studenten werden begeistert über die Datenweitergabe sein, da so mittels automatisierten Verfahren durch entsprechende Algorithmen markierte Minderleister vom Wettbewerb um die attraktivsten Töpfe ausgeschlossen werden. Übrigens, nicht alles was nach Faschismus klingt, ist keiner.

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kfp 03.12.2015, 02:49
5.

Zitat von joris_bln
Ich denke mal, die meisten Studenten sind glücklich, wenn Firmen auf sie aufmerksam werden und ihnen Jobangebote unterbreiten. Die Deutschen und ihre Datenschutzhysterie.
Ja, sehe ich auch nicht wirklich, was das Problem ist. Zumal bei MOOC ja auch die Abbrecherrate so hoch ist, dass man damit nicht negativ heraussticht und daher jetzt auch nicht unbedingt darüber zittern muss, dass man sich mit einem Kursabbruch oder schlechten Prüfung als "Minderleister" den Rest der Karriere vermasselt habe. Scheint mir also eher Chancen als Gefahren zu bieten...

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Kamillo 03.12.2015, 08:48
6.

Das ist längst nicht alles was so passiert... "Big Data" ist das Zauberwort. Da wird das gesamte Nutzerverhalten beobachtet und bewertet. Wer z.B. Online-Banking macht und sich dabei z.B. beim Anmelden (Benutzername, Passwort, Pin/TAN) vertippt und das in der Eingabemaske noch vor dem Absenden korrigiert, unterliegt gleichzeitig einer Intelligenzbewertung. Vertippt man sich häufig, bekommt man dann bei Kreditanfragen eine schlechtere Einstufung. So läuft das heutzutage.

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Putenbuch 03.12.2015, 12:00
7. Faustregel im Internet

Bekommst Du was umsonst, bist Du das Produkt, nicht der Kunde.

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AundZwanzig 03.12.2015, 13:49
8. Das hat sich aber inzwischen deutlich geändert...

Zitat von Putenbuch
Bekommst Du was umsonst, bist Du das Produkt, nicht der Kunde.
..., denn "umsonst" war überwiegend mal. Wer in irgend einer Form ein Zertifikat haben will, mit dem er etwas anfangen kann, der zahlt durchaus bis zu ein paar hundert Dollar. In diesem Preis ist aber enthalten, dass die Daten des Studenten über bestimmte Plattformen des Social Web für Arbeitgeber verfügbar gemacht werden. Wer also MOOCs macht, der will das doch normalerweise auch., sofern er nicht nur als Hobbyist teilnimmt.

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neowave 03.12.2015, 16:29
9. Wo ist dass Problem?

Zitat von joris_bln
Ich denke mal, die meisten Studenten sind glücklich, wenn Firmen auf sie aufmerksam werden und ihnen Jobangebote unterbreiten. Die Deutschen und ihre Datenschutzhysterie.
Ich wünsche mir von ganzem Herzen, das Sie und die anderen, die solche dummen und unreflektierten Kommentare in die Welt setzen jung genug sind, so das Sie all die mit solchen Praktiken einhergehenden "Segnungen" während Ihrer Lebenszeit vollumfänglich geniesen können.

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