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Muslimisches Gebet an Gymnasium: Yunus gegen das Land Berlin

Muss ein muslimischer Schüler auf dem Schulgelände*beten können? Der Fall eines Berliner Gymnasiasten beschäftigt die Justiz: Lehrer und Senat sehen den Schulfrieden gefährdet, der Junge seine Religionsfreiheit. Jetzt entscheidet des Bundesverwaltungsgericht.

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w.r.weiß 30.11.2011, 10:26
120. Grundsätzlich stimme.....

...ich Ihnen zu.

Zitat von Malshandir
Das Verhalten stört jetzt schon massivst den Schulfrieden. Als Schüler hätte ich mich massivst gestört gefühlt,wenn da jemand auf dem Gang betet.
Na ja, ob das Verhalten den Schulfrieden "massivst" stört ist reine Spekulation. Das wissen Sie nicht genau und ich auch nicht. Das Lehrpersonal hat sich dieser Geschichte angenommen, bei den meisten Eltern erfolgreich interveniert und bei Y. hat es eben nicht "intern" geklappt. Die Sache schaukelt sich hoch in die Öffentlichkeit und Gerichtssäle der Republik. Die Frage ob uns das stört stellt sich da nicht. Im übrigen steht den anderen Schülern (inklsv. ihrer Weltanschauung/Religion) ebenso der Gang bis nach Karlsruhe frei, auch sie könnten ihre freie Religionsausübung (Beten, Bibelstunden, Meditationsstunden, heute nur in blau rumlaufen, bei Vollmond ne dicke Pudelmütze tragen etc.pp.) massiv geltend machen.

Zitat von Malshandir
Religion gehört nicht in die Schule sondern ist Privatsache und hier gehört es strikt getrennt. Selbst in einem Urteil für den Schüler, wüsste ich als Schule, was zu tun wäre, ein Raum gegen ein Entgelt (Miete) zur Verfügung zu stellen oder ein Raum wo alle Religionen zeitgleich Ihre Betstunden abhalten dürfen.
Genau das ist unser Problem in Deutschland, da bin ich bei Ihnen. Das mit der "Miete" wär noch eine interessante Sache und ein ggfls. nettes Zubrot für die Schule; allerdings ohne zusätzlichen Verwaltungswahn in Deutschland unvorstellbar. Da bin ich eher für eine strikte Trennung!!

Zitat von Malshandir
... und wie Umgehen, wenn dann Tieropfer dargebracht werden?
Also bei den Tieropfern sind Sie bereits wieder auf einem anderen Spielfeld von Justitia (schächten usw.) unterwegs. ;-)

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Runzelfee 30.11.2011, 10:27
121. Schmarrn.

Zitat von static_noise
... ein Gebetsraum in den sich religiöse Menschen zurückziehen können fänd ich die ideale Lösung. Die Gläubigen haben Ruhe und die Ausübung ist nicht plakativ und somit nicht den "Schulfrieden" störend.
Ist doch Unsinn. Eine Extrawurst in Form eines Gebetsraumes für drei Leute zu braten, kann nicht toleriert werden und ein Gebetsraum für alle Schüler ist nicht realisierbar. Wer beten will, der soll das zu Hause tun, in der Schule ist dafür kein Platz. Abgesehen davon, dass die Schule kein Platz zur Ausübung von Religion ist.

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Coinflip 30.11.2011, 10:28
122. Gebet als Provokation.

Im Falle dieses Schülers frage ich mich, ob er ein cleveres, provokantes Kerlchen mit Ambitionen zum Jura-, Psychologie- oder Soziologie Studium ist, oder tatsächlich ein verborter Muslim. Wenn das demonstrative Gebet als Provokation eingesetzt wird, was hier offenbar zumindest die Schulleitung so wahrnahm, dann ist das jedenfalls ein Problem. Deshalb finde ich, das die Ausübung von Religionen sowie das Tragen und zur Schau stellen zugehöriger Symbole generell in staatlichen aber auch anderen, öffentlichen Einrichtungen nichts zu suchen haben. Eine einfache Regel, die viel Kummer sparen könnte.

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senfwassertrinkender 30.11.2011, 10:29
123. Mmh?

Zitat von instant_karma
Würde die Rektorin auch einem Christen, Buddhisten oder Juden seine Gebete und/oder Meditation verwähren?
Haben Sie den Artikel überhaupt gelesen?
Selbstverständlich müsste sie das, unter den beschriebenen Umständen.
Allerdings habe ich eine solche Forderung von "Christen, Buddhisten oder Juden" in einer staatlichen Schule auch noch nichts gehört.

Zitat von instant_karma
Die Antwort ist Nein.
Das ist lediglich Ihre Unterstellung.
Warten wir das Urteil ab...

Zitat von instant_karma
Also was soll dann diese Ausnahme einem Muslim seine Gebete zu verwehren ...
Dem Vernehmen nach ist er der erste, der so was einfordert.
Es sind also "die Moslems", die eine solche Ausnahme fordern.
Die Opferrolle ("verwehren") zieht also nicht.

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tommy_tom 30.11.2011, 10:30
124. interessant...

Zitat von Dilmun
Unsere Kinder haben ihr gesamtes Schulleben internationale Schulen in arabischen Laendern besucht. Und nicht eine dieser Schulen hatte einen Gebetsraum. Nicht einmal in Saudi-Arabien an der Internationalen Schule war ein solcher zu finden, obwohl 80% der Schulkinder Muslime waren/sind! Wenn Trennung von Glauben und Bildung in Saudi-Arabien moeglich ist, sollte dieses doch auch in Deutschland sein.
Hallo @Dilmun,
ein äußerst interessanter Hinweis, der die Deutung zulässt, dass es sich im vorliegenden Fall nicht um Glaubensfreiheit, sondern eine Demonstration von Frömmelei handelt.
Typisch islamistische Funktionäre!
Wer privat seine Religion ausüben kann sollte es von mir aus ganztägig machen, sobald er zu Hause od. in einem Gotteshaus ist.
Ansonsten reicht es, ein guter Mensch zu sein, gutes zu tun u. zu denken, niemandem etwas Schlimmes anzutun um meine Religion od. Philosophie als positiv zu repräsentieren. Taten sind so gut wie Gebete, nur dass sie eine direktere Auswirkung haben.

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mantrid 30.11.2011, 10:30
125. fordernde Intoleranz

Wird diese Tür erst einmal geöffnet, könnte das weitreichende Folgen haben. Dann wollen andere Relegionsgemeinschaften oder solche, die sich dafür halten, auch ihre vermeintlichen Rechte durchsetzen. Da es bei jeder Glaubensrichtung nun einmal elementar ist, den Anspruch zu haben, die einzig wahre Erkenntnis zu besitzen, womit alle anderen (Nicht-Gläubige) zwingend falsch liegen müssen, sind Konflikte vorprogrammiert.

War es in vergangenen Jahrhunderten überwiegend christliche Prediger, sind es nun überwiegend islamische Prediger und deren Anhänger, die sich durch eine militante Intoleranz gegenüber Anders-Gläubigen hervortun ("Willst du nicht mein Bruder sein, schlag ich dir den Schädel ein.")

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Trivalent 30.11.2011, 10:32
126. Extrawurst

Interessant, von 7 Schülern einer ganzen Schule nimmt nur noch Einer die Forderung in Anspruch, in der Schule in muslimisch-zeremonieller Art beten zu wollen und geht damit vor den Kadi.
Wenn diese Extrawurst durchgeht, wäre das ein Kuckucksei im Nest der Demokratie.
Im Übrigen, so frage ich doch mal ganz konkret die Befürworter solcher Zeremonien: Was passiert denn, wenn diese Extrawürste nicht genehmigt werden? Kommen dann Alle in die "Hölle", weil sie das ganze Brimborium nicht zelebrieren? Und wenn nicht, warum dann diese Aufsässigkeiten?
Vielleicht sollten die Moslems auch mal auf ihren Propheten Isa hören, der da in Matthäus 6.6 sagt:
"Wenn du beten willst,
gehe in dein Zimmer, schließe die Tür hinter dir zu und bete zu deinem Vater.
Und dein Vater, der selbst deine geheimsten Gedanken kennt, wird dich erhören."

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Xircusmaximus 30.11.2011, 10:34
127. Wachsende Ausländerfeindlichkeit ist das Ergebniss

solcher rechtsmissbräuchlicher Provokationen. Denn etwas anderes ist das was der Herr Yunus hier fordert schließlich nicht. Deutschland ist ein freies liberales Land. Niemand ist in diesem Land gehindert seine Religion auszuleben.
In der Schule hat Religion allerdings nichts zu suchen. Religion ist Privatsache und soll es auch bleiben.
Ich bin von meiner Grundeinstellung eher linksliberal,aber das was sich bürger muslimischen Glaubens in diesem Land glauben heraus nehmen zu können,wird langsam unerträglich.
Weder asiatische noch schwarze oder andere Bürger mit Migrationshintergrund treten derart provokativ wie muslimisch geprägte Migranten auf. Es wird Zeit das hier einmal Klar Text gesprochen wird. Freiheit findet nun einmal seine Grenze, in der Freiheit anderer.Wer bezahlt eigentlich das gesamte Verfahren ? Das kann doch nicht gerade billig sein ?





Zitat von sysop
Muss ein muslimischer Schüler auf dem Schulgelände*beten können? Der Fall eines Berliner Gymnasiasten beschäftigt die Justiz: Lehrer und Senat sehen den Schulfrieden gefährdet, der Junge seine Religionsfreiheit. Jetzt entscheidet des Bundesverwaltungsgericht.

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methusa 30.11.2011, 10:35
128. Wir sind nicht in Tunesien....

...wo in der neuen Verfassung steht:

"Die Religion ist der Islam" (also Diktatur der Staatsreligion!)

sondern eine säkulare Demokratie. Religion ist Privatsache.
Wo kämen wir hin, wenn jeder seine privaten Extrawürste in der Schule braten wollte?
Unsere Schulen sind Institutionen zur Wissensvermittlung und keine religösen Wohnzimmer.
Bezeichnenderweise ist es immer der Islam, der religöse Integrationsprobleme inszeniert oder, sobald er die Macht hat, andere Religionen (und Frauen) unterdrückt.

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wolffm 30.11.2011, 10:36
129. Himmel und Hölle

Warum darf der in der Pause nicht machen, was keinen Anderen direkt stört?

Ein Gebet ist eine Verhaltensweise. Wäre eine Yoga-Übung denn erlaubt?
Ist es verboten die Hände zu falten oder sich hinzuknieen?
Was der dabei zu sich selber spricht ist mir doch egal.
Dürfen Lehrer und Schüler dann auch kein sichtbares Kruzifix mehr tragen.

Was wäre denn passiert, wenn die Schule das einfach geduldet hätte?

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