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Mythos und Wahrheit: Steht uns eine Akademikerschwemme bevor?
DPA

2,7 Millionen: Noch nie gab es so viele Studenten an deutschen Hochschulen. Manch einer fürchtet eine Überakademisierung. Was ist dran? Der Fakten-Check.

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sehichanders 15.10.2015, 11:25
20. Oder...

Zitat von calram
Fazit: Der Durchschnitt ist also das Maß der Dinge. Es wird uns allen sicher besser gehen als bisher, wenn endlich die Durchschnittlichkeit erreicht ist. Irre!
... wie es bei Gerhard Polt in "Fast wia im richtigen Leben" heißt:

Das Mittelmaß ist das Maß aller Dinge


Die Bildungsideologen aus der linksgrünen Ecke, für die die Worte "Leistungsträger" und "Elite" kapitalistische Kampfbegriffe und Schimpfwörter sind, werden es schon schaffen, dass wir nur noch Mittelmaß produzieren.

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rainer_daeschler 15.10.2015, 11:26
21. Alternativen

Zitat von Celegorm
Aha, die Bologna-Reform ist also Schuld an den Problemen mancher Ausbildungsberufe? Die Hypothese wirkt doch eher seltsam. Umso mehr da Studieren seit der Reform ja angeblich so viel stressiger geworden sein soll.
Es hat schon damit zu tun, obwohl das Wort "Schuld" deplatziert ist. Musste man sich früher nach dem Abitur auf eine 4, meist 5-jährige Durststrecke einrichten, bis man einen Abschluss in Händen halten konnte, sind es heute 3 Jahre, so viel, wie eine Lehre dauern würde. Die Erwartung ist natürlich, mit einen Bachelor mehr Perspektiven zu haben und gehaltlich besser dastehen zu können, als mit einem Gesellenbrief. Früher dachten viele, besser den Sperling in der Hand, als die Taube auf dem Dach. Jetzt hocken beide Vögel auf einer Stange in der gleichen Höhe.

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innkeeper3 15.10.2015, 11:28
22. Akademikerschwemme??

Keine Angst vor einer Akademikerschwemme!!
Wir haben zwar sehr hohe Studentenzahlen, aber ein großer Anteil der Studierenden wird nie irgendein Studium abschließen. Wir produzieren eben an den
Hochschulen Hunderttausende von Abiturienten mit zum Teil langjähriger Hochschulerfahrung. Ein Faktor, der dieses Phänomen begünstigt ist sicher das Fehlen von Studiengebühren!

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hatersgonnahate 15.10.2015, 11:29
23. Zu 2.

Ich bin mit meinem Geschichtsstudium vollauf zufrieden und werde mir von einem verbohrten Wirtschaftshörigen nicht vorwerfen lassen, dass sinnvolle Studiengänge sich nur im Bereich MINT, Jura und BWL bewegen. Das ist, was der Staat gerne von uns hätte. Ich bin aber nicht auf diesem Planeten um in irgend einer Rechnung gut aufzufallen, sonder um das zu tun was mir Spaß macht und mich interessiert. Zahlenschubsen und Paragraphenreiten zählt nun mal nicht dazu. Leben Sie damit :)

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nochnbier 15.10.2015, 11:29
24. So ein Quatsch ...

Entscheidend ist nicht, ob die Quote über oder unter dem OECD Durchschnitt liegt, sondern ob der Arbeitsmarkt der betroffenen Länder gleichermassen einen so hohen Akademikeranteil verträgt oder nicht.
In bestimmten Fachgebieten sieht es deshalb nicht besonders rosig für die Absolventen aus, denn hier deutlich über Bedarf ausgebildet. Die stetig sinkenden Einstiegsgehälter sprechen Bände - von wegen Fachkräftemangel ...

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smartphone 15.10.2015, 11:30
25. Absagevieh MINTler

Ich weis ja nicht woher Sie Ihre Informationen beziehen "martheimschnee" .. ABer offenbar haben Sie keine Ahnung bzw TV Zugang , so daß Sie sehen könnten ,daß von 20 MINTabsolventen satte 19 KEINEN Job finden . Das Jobproblem existiert schon seit über 20 Jahren in dieser Form . Nru BITKOM etc verbreiten das Ammenmärchen der ach so händeringend geuchtren Ings/IT ........ Was gesucht wird , kann ich Ihnen sagen . ein 22,5 Jähriger mit 10 j Berufserfahrung Chinesisch / Japanisch neben D,E F, fließend , Fundierte Programmiererfahrung von COBOL bis modernste Skriptsprachen , nachgewiesene Fach udn Führungserfahrung , mehrere Patente ...... udn das bitteschön für 2000 Brutto maximal . Idealerweise gerne als NulleuroPraktikant wie bei BMW Daimler , usw leicht nachweisbar ist ............Der gängige Spruch in der Ing-Szene lautet " It´s easier to get Hartz4 than a job as engineer "

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pecos 15.10.2015, 11:33
26. Ja und? Dann sind

... unter dem Durschnitt. Wen ausser den Rankingfetischisten stört das? Was bedeutet das? Ist das schlimm? Wir brauchen keine hohen AkademikerQUOTEN, die irgendeine geistige Leistung vorgaukeln, sondern eine bessere Ausbildung derjenigen, die dazu in der Lage sind, gut und selbstständig zu studieren. Stattdessen hat man den Bachelor eingeführt, der in der Regel zu einem Schmalspurstudium führt, weil er so eng und schulmässig getaktet ist, dass man sich keine Fehler erlauben darf. Fehler zu machen aber ist eine Gnade, weil man nur dadurch zum besseren Denken angeregt wird.

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syracusa 15.10.2015, 11:33
27. Studium /= akademische Bildung

Die Gleichsetzung von Studium und akademischer Bildung gilt spätestens seit der Bologna-Reform nicht mehr. Akademische Bildung geht immer einher mit umfassender Allgemeinbildung. Diese verkümmert heute schon als Folge von G8, und das wird an den Unis fortgesetzt durch extrem dichtgedrängte Lehrpläne und v.a. durch einen irrwitzig in kleinste Fachdisziplinen aufgesplitterten Lehrbetrieb, die den Studenten keinen Blick in mehr oder weniger benachbarte Wissensgebiete mehr erlauben.

Es gibt die Alma Mater nicht mehr, und damit ist die akademische Bildung tot.

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Jöel L. 15.10.2015, 11:39
28. Interessant...

Zitat von wegg
Auf einer Messe in Singapur traf ich vor kurzem eine nette junge Dame. Sie erzählte mir, sie würde studieren, und zwar "Facility Management". Im weiteren Gespräch stellte sich dann heraus, daß es letzlich um eine Ausbildung ging, die in D eine Immobilienkauffrau durchläuft. Soweit zu den Statistiken.
Interessanter Beitrag. Allerdings dachte ich zunächst, die die Dame würde sich auf den Posten einer Hausmeisterin vorbereiten :-)

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dschmi87 15.10.2015, 11:41
29. Es wird keine Akademikerschwemme geben

Ganz einfach, weil über die Hälfte abbricht oder durchfällt... Besonders in den MINT Studiengängen. Zu meiner Zeit, damals noch Diplom, wurde zum Vordiplom aussortiert. Als Tutor betreute ich die ersten Bachelorstudenten in Mathematik, und die meisten waren nach 2 Semestern weggeprüft worden durch die sogenannten Oriebtierungsprüfungen. Rekord war einmal eine 100% Durchfallquote bei einer Klausur, der nachholtermin war zugleich die letzte Chance für die Studenten da man nur 2 versuche insgesamt bei den O-Prüfungen hat. Aber auch da sind 90% durchgefallen!... Meine Frau arbeitet immernoch an der Uni... Sie meint auch es stimmt es gibt sovielmal Studenten wie nie zuvor, aber keiner sagt das die meisten ihr Studium abbrechen etc... Schuld daran ist eher das Schulsystem, wenn in manchen Bundesländern mehr als 50% der Bevölkerung Abitur hat (siehe wikipedia oder gleich beim bundesklutusministerium: Stichwort: Quote Abitur Deutschland) wird den meisten Abiturienten suggeriert das sie für ein Studium tauglich wären...
Wir leben in der Schweiz, die Schweiz erkennt nur das bayrische und bw Abitur an! Denn so manch Bewerber aus NRW oder Berlin... Unterirdisch... Mehr kann man dazu nicht sagen. Und an die Orthographie fanatiker, ich habe diesen Kommentar über einen 2 Zeilen Bildschirm geschrieben und bin unterwegs ;-)
Daher hängt euch nicht auf an eurem blinden glauben eines historisch willkürlich gesetzten Prinzips der Orthografie welches auf ein 1200 Jahre altes Schriftstück basiert

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