Forum: Leben und Lernen
Nach dem Abi: Zeit des Abschieds, Zeit des Aufbruchs
Corbis

Der Sommer nach dem Abi ist die coolste Zeit des Lebens. Endlose Partynächte, lange Reisen, in den Dünen schlafen: Sechs Abiturienten erzählen, wie sie die Monate der Freiheit füllen.

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Calista 29.06.2015, 22:31
100.

Zitat von mikado17
Wäre nett, wenn auch mal über Haupt- u. Realschüler berichtet würde! Wenn nicht arbeitslos, dann fangen die meist zum 01.08.eine Ausbildung an! Welche Träume dürfen die denn haben? Keine, denn für die ist meist schon alles gelaufen!
Also entschuldigen Sie aber das ist wirklich einfach Quatsch! Ich streite nicht ab, dass überall einige auf der Strecke bleiben aber ich habe mit meinem guten Realschulabschluss eine sehr interessante Ausbildung bekommen und ich wusste sehr früh was ich wollte. Nun bin ich Grafikerin in einer Agentur und mache das gleiche wie ein paar Kollegen mit Abitur/Studium und verdiene für mich ausreichend. Bin zufrieden, habe viele Weiterbildungsperpektiven und das Leben ist auf keinen Fall gelaufen (falls Sie mit gelaufen das Leben an sich meinten). Umso mehr Leute nämlich genau das behaupten, desto mehr wird der Trend zu "Abitur um jeden Preis" gehen und dann landen immer mehr Leute am Gymnasium/Uni die da eigentlich nicht hingehören bzw. vllt. auch gar nicht hinwollen sondern es nur Mami und Papi recht machen möchten. Jeder hat andere Gründe kein Abitur zu machen (bei mir war es Mathe und Abi in Sachsen ist kein Kinderkram) und deswegen ist man noch lange nicht dumm. Wenn mir Leute begegnen die mit 27 ihr Studium abbrechen obwohl sie schon mehrmals gewechselt haben oder etwas so exotisches studieren, dass sie damit nicht wirklich zu irgendwas zu gebrauchen sind...da mach ich mir eher Sorgen. Ich wäre auch dafür, dass mal positive Berichte von Leuten ohne Abitur zu sehen sind aber das hier ist nun mal Spiegel Online. Leute sollen ihre Talente einfach wieder früher entdecken und die Medien sollten aufhören Berufe, die so manchen wirklich erfüllen, abzuwerten. Es ist auch nicht gerade motivierend für junge Menschen wenn der Schulabschluss der vor ein paar Jahren noch guter Standard war jetzt plötzlich nichts mehr wert sein soll.

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k70-ingo 29.06.2015, 22:38
101.

Zitat von b.denker
Ich will die Freude der jungen Leute hier wahrlich nicht trüben, insonderheit begrüße ich, dass sie nun die Welt so bereisen können, was es uns vor 50 Jahren leider nicht möglich war. Aber ich möchte diese Abiturienten (auch ihre Schulleiter und Eltern!) doch einmal daran erinnern, dass die unter 18jährigen rechteigentlich der Berufsschulpflicht unterliegen. Klingt seltsam, ist aber Rechtslage.
Was hat diese, Ihrem Nick alle Ehre machende Äußerung jetzt mit Partymachen und Freiheitsgefühlen nach dem Abitur zu tun?

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bj66 29.06.2015, 22:55
102. Vor dem Abi ein Auslandsaufenthalt ...

Ich lebe schon seit vielen Jahren in Neuseeland. Oefters waren wir Anlaufstation fuer Abiturienten. Das Reisen und Arbeiten hier funktionierte mehrmals nicht wie gedacht.

Ich wuerde eher empfehlen die jungen Leute mit 15 ins Ausland zu schicken. Das foerdert die Einstellung viel mehr und hat allen etwas gebracht.

Alle waren super in Englisch, womit man sich dann schon auf andere Faecher konzentrieren konnte.
Erfolgreicher waren die, die mit 15 fuer eine Weile ins Ausland sind, aber wenn es 'nur' 3 Monate waren.

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k70-ingo 29.06.2015, 22:57
103.

Zitat von b.denker
Ich will die Freude der jungen Leute hier wahrlich nicht trüben, insonderheit begrüße ich, dass sie nun die Welt so bereisen können, was es uns vor 50 Jahren leider nicht möglich war. Aber ich möchte diese Abiturienten (auch ihre Schulleiter und Eltern!) doch einmal daran erinnern, dass die unter 18jährigen rechteigentlich der Berufsschulpflicht unterliegen. Klingt seltsam, ist aber Rechtslage.
Was hat diese, Ihrem Nick alle Ehre machende Äußerung jetzt mit Partymachen und Freiheitsgefühlen nach dem Abitur zu tun?

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steffen.ganzmann 30.06.2015, 00:43
104. Ich lese immer

Zitat von easyspon2014
9 Tage nach dem Abiball musste ich bei der Bundeswehr einrücken. Ich denke, das gerade den jungen Männer diese Lebenserfahrung fehlt. Die Abiturientinnen sind da viel reifer. Aber im internationalen Vergleich bin immer wieder über die schlechte der Planung der zukünftigen Studierenden. In eigentlich jedem anderen Land machen sich Schüler ab der 10. Klasse Gedanken ihrer Ausbildung und denken auch über die finanzielle Planung.
So etwas gab's bei uns nicht, nur die mehr oder minder feierliche Übergabe des Abiturzeugnises.

Bundeswehr? Da liess ich mich erst einmal für drei Jahre zurückstellen. Und während dieser drei Jahre mutierte meine Physis von 2 mit Abstrichen zu sechs, also für immer ausgemustert. Sachen gibt's ...

Die BW wusste ja nicht, dass ich dann schon über ein Jahr lang 2nd Lieutenant der Washington Army National Guard (WA Guard) war. Und dass ich, der ich schon 7 Monate lang SLT und CO meiner eigenen, zugegeben kleinen WA Guard Einheit gewesen war, nicht noch einmal Schütze A**** spielen wollte, dürfte jedem einleuchten, glaube ich!

Das bisschen Geld, das ich bei der WA Guard verdiente, meine Halbwaisenrente und dass ich kostenlos im Haus der Eltern meiner amerikanischen Freundin wohnen durfte (Offiziell, weil ich von dort aus viel näher am Camp Murray, WA Guard's HQ, also meinen Arbeitsplatz, wohnte als von der Insel, auf der meine Tante wohnte.) reichten zum Leben gut aus ...

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k70-ingo 30.06.2015, 12:09
105.

Zitat von togral
So sehr ich Ihnen ihren Spaß gönne, so sehr ist dieser Artikel auch ein Beitrag zur Klassengesellschaft. Was soll das einem sagen? Für Abiturienten beginnt die tolle Zukunft, die anderen Schulabgänger sollen sich mit ihrem Dasein als malochendes Volk abfinden?
Wieso "Klassengesellschaft"? Nicht jeder in Deutschland frißt den Kitt aus den Fenstern. Das immergleiche Hartziegewimmer will erst recht keiner hören.

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Bergfalke63 30.06.2015, 12:14
106. Möchte nicht tauschen

mit den Youngsters heute. Auch wenn ich direkt nach dem Abi zum "Bund musste" und nach dem "Bund" direkt in die Ausbildung. Die Abizeit selbst war es doch, die cool war: Die Jahrgangstufe 13 war doch eigentlich nur in den letzten Wochen etwas stressig, davor hatten wir Parties ohne Ende. Heute bleibt den Teenies doch häufig nur noch ein stringentes Lernprogramm auf das Jedermannabi, da müssen Schnitte von Einskomma her, damit nach Hauruckstudium, wo der Bachelor natürlich auch nicht mehr reicht, sondern der "Master" gleich dazugehört, ein flexibler Mühlenjob bis zum 70. Lebensjahr auf die Generation Y wartet.
Mit 2500 € netto gehören die dann in München oder Stuttgart zu den "Besserverdienenden"; ein Großteil geht für die private Altersvorsorge, für den Berufsunfähigkeitsschutz und anderem "Vorsorgekram" drauf. Nee, dann lieber "Abi 82" mit einem Schnitt von 2.8, ohne den obligatorischen (halb-)jährlichen Auslandsaufenthalt, dafür hierzulande viel ausprobiert und autodidaktisch gelernt (was "damals" noch möglich war) und heute finanziell unabhängig. Und das Ganze ohne reiche (aber dafür tolle) Eltern, Erbe, Lottogewinn und Stress. Ist halt doch vieles im Leben einfach nur Glück, wofür ich sehr dankbar bin.

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abby_thur 01.07.2015, 09:59
107. Kommentar

Zitat von nurpech76
Studium war scheiße, lauter Idioten, und danach geht´s sowieso nur noch bergab. Wer´s leugnet, macht sich was vor, sorry. Nie wieder erlebt man so ein Gefühl von Freiheit und Freundschaft wie die Wochen nach dem Abi. Ist Fakt.
Trauriges Leben... ich bin und fühle mich sehr frei. War letzte Nacht erst in Berlin zum feiern, heute morgen bin ich wieder im Büro in Weimar.

Mache ich öfters.

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