Forum: Leben und Lernen
Nach der Blockade durch die Bundesländer: Wie es jetzt mit dem Digitalpakt weitergeht
DPA

Der Grundgesetzänderung ist erst einmal gestoppt, die Schulen müssen weiter auf das Geld für neue Geräte und digitale Technik warten. Was bedeutet das jetzt? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Seite 3 von 7
cvdheyden 05.12.2018, 20:41
20. Soso

Zitat von Einhorn
Pech für das Trojanische Pferd. Diese angestrebte Verfassungsänderung beträfe eben nicht nur die Bildung, wie man den Leser so gerne glauben machen möchte. Der Bund hat auch durchaus Möglichkeiten in die Bildung - und auch in den konkreten Digitalpakt - zu investieren. Er möchte das aber eben nur im Tauschgeschäft. Wie man hier im Forum lesen kann, ist die Medienarbeit auch sehr erfolgreich.
Es wäre durchaus sinnvoll diesen Kleingeistern ein gewisses Regulativ entgegenzustellen. Wir haben schon genug damit zu tun, dass wir:
1.) 16 mal Schule gestalten (sogar in Stadt Staaten)
2.) 16 Polizeiregister
3.) 16 mal Landesregierungen, die viel kosten und wenig bringen
4.) und so weiter

Oh ja ich stelle den Föderalismus so wie er ist in Frage. Aber Sie scheinen Ihn zu lieben. Viel Spaß damit.
Deutschland schafft viel ab damit.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
d.michael 05.12.2018, 20:49
21. Den Ländern Bildung ganz entziehen

Zitat: "Und sie klagen, sie seien mit dem Gesetzentwurf überrumpelt worden: Zwar will der Bund beim Digitalpakt 90 Prozent der Kosten übernehmen, bei späteren Programmen sollen es aber nur noch 50 Prozent sein - und das sei vorher nicht abgesprochen gewesen. "
Verstehe ich das richtig. Sie wollen ALLEINE für Bildung verantwortlich sein, aber der Bund soll 90% der Kosten tragen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
diorder 05.12.2018, 20:51
22. Vielfalt statt Einfalt

verhindert die Einheitsschulen einzelner Parteien oder von Koalitionen. Deutsche Leitkultur sollte auf Bayern beschränkt bleiben. Nur christliches Abendland oder marktliberale Digitalkompetenz allein ? Es lebe die Vielfalt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
shardan 05.12.2018, 20:59
23. Welch Katastrophe!

Es könnte dazu führen, dass ein Abitur in Bayern gleichwertig mit einem Abitur aus Hamburg wäre... geht ja gar nicht. Und außerdem gefährdet es Pöstchen und Pfründe einzelner Länder-Möchtegern-Paschas - das geht erst recht nicht. UNd so ein Ablehnung kommt unter anderem von Ländern, in denen Schultoiletten schlimmer aussehen als ein drei Jahre nicht gereinigtes Bahnhofsklo, die in anderen Worten nichts in Sachen Schulmodernisierung auf die Reihe bringen? Kleinstaaterisches Entwicklungsland Deutschland - sowas nennt man auch Bananenrepublik.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bulette89 05.12.2018, 21:02
24.

Die deutsche Kleinstaaterei lebt weiter fort. Irgendwann werden die Landesfürsten merken das die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Firmen noch weiter abnimmt, weil die Schulbildung nicht vorwärts schaut und sich entwickelt sondern genau das Gegenteil eingetreten ist. Aber das werden sie garnicht merken weil die zu sehr mit sich und ihresgleichen beschäftigt sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Heinzerl91 05.12.2018, 21:03
25.

Zitat von cvdheyden
Es wäre durchaus sinnvoll diesen Kleingeistern ein gewisses Regulativ entgegenzustellen. Wir haben schon genug damit zu tun, dass wir: 1.) 16 mal Schule gestalten (sogar in Stadt Staaten) 2.) 16 Polizeiregister 3.) 16 mal Landesregierungen, die viel kosten und wenig bringen 4.) und so weiter Oh ja ich stelle den Föderalismus so wie er ist in Frage. Aber Sie scheinen Ihn zu lieben. Viel Spaß damit. Deutschland schafft viel ab damit.
Deutschland ist ein Zusammenschluss (Bund) von 16 Ländern und kein Zentralstaat und das ist auch gut so. Warum Solisten sich Länder, die seit Jahren erfolgreich regiert werden von einem Berlin reinreden lassen, bzw. welcher Bürger würde das wollen?
Den Föderalsmus abschaffen, das können sie machen, aber sicherlich nicht mit den südlichen Bundesländern

Beitrag melden Antworten / Zitieren
paraibu 05.12.2018, 21:10
26. Zeitgewinn für's Nachdenken

- darüber, wofür die 5 Mrd Steuergelder überhaupt gut sein sollen.

Unsere Schulen haben in erster Linie Defizite dabei, ausreichend Interesse für die MINT-Fächer zu vermitteln. Deutschlands Wohlstand hängt am technischen Know-How. "Tablets für alle" würden an diesem Mangel absehbar nichts ändern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
siebenachtneun 05.12.2018, 21:13
27.

Wann schafft man endlich den Föderalismus im Bildungswesen ab? 16 Bundesländer und alle machen ihr eigenes Ding. Die Lehrpläne müssen überall gleich sein. In Hamburg ist Mathe auch nichts anderes als in Baden-Württemberg oder Hessen. In den Lehrplänen kann man dann in einzelnen Fächern Platz frei halten für regionales Wissen (Autoren aus der Region).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
diestimmevomdach 05.12.2018, 21:14
28.

Lasst Euch nur Zeit! Es eilt ja nicht!

Ich kann nur noch mit dem Kopf schütteln.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
shotaro_kaneda 05.12.2018, 21:34
29.

So wie ich das verstehe, sind die Länder an sich ja nicht gegen die Geldspritze für die Digitalisierung an Schulen, sondern gegen die 50% - Finanzierung künftiger Projekte. Und ja, ich kann hier durchaus die Gefahr sehen, dass die einen Länder das Angebot annehmen, da sie den Eigenanteil aufbringen können und andere eben nicht. Dadurch könnte auch die Einflussnahme des Bundes auf einige Länder steigen, während andere unter Druck gesetzt werden können. So könnte auch der Einfluss des Bundes auf den Bundesrat zunehmen. Mann kann den Förderalismus gern als Kleinstaaterei denunzieren. Wir haben aber aus guten Gründen ein förderales System in unserem Land, dass z.B. der Gleichschaltung durch eine Zentralregierung entgegen wirken soll. Daher finde ich es falsch, wenn die Kritiker es so darstellen, als ob die Länder gegen einen Digitalpakt sind. Das Gegenteil ist der Fall. Sie sind halt nur gegen die anderen Grundgesetzänderungen, die zusätzlich beschlossen wurden. Hätten die Parteikollegen mal bei den Kollegen in den Ländern nachgefragt, hätte man die jetzige Situation bestimmt vermeiden können. Dies ist aber allem Anschein nach nicht passiert und wirft eher ein schlechtes Licht auf die Bundesregierung. Daher finde ich einen Vermittlungsauschuss inklusive Nachverhandlung die beste Lösung. Immerhin stellen sich alle 16 Länder geschlossen gegen diese Grundgesetzänderung, ob grün, schwarz, rot oder lila regiert. Irgendwas muss da mächtig schief gelaufen sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 7