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Narzisstische Hochschulchefs: Die Uni, das bin ich!

Narzissten sind oft klug, noch dazu charmant - und mit penetranter Eitelkeit auch eine Heimsuchung für ihre Mitmenschen. Das Hochschulmagazin "duz" zeigt, warum Narzissmus die Leitneurose der Gegenwart ist. Und wann kreative Quälgeister in Uni-Führungspositionen auch ihr Gutes haben.

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makutsov 17.12.2010, 10:12
1. Blödsinn

Der Artikel ist schwammiger Unfug. Wie allen psychischen Krankheiten, liegt auch der Narzistischen Persönlichkeitsstörung ein normaler Teil des Verhaltensspektrums zu Grunde. Jeder Mensch ist "narzistisch" einige unterdurchschnittlich, andere überdurchschnittlich und einige eben extrem, und das sind dann die narzistischen Persönlichkeitsgestörten.
So eine Störung macht einen nur leider weder klug noch zwangsweise erfolgreich. Klar, man kann einige Menschen immer und alle Menschen eine Zeit lang hinters Licht führen, aber auch die Gesellschaft weiß sich gegen Ausbeutung zu wehren.
Hier wird deshalb auf einem schwammigen Niveau ohne Datengrundlage argumentiert und am Ende nur triviales wiedergekäut.
Eins ist aber definitiv falsch, und das ist, zu glauben, dass ein wirklicher Narzisst in einer Führungsposition wirklich Vorteile hätte. Jemand mit narzistischen Tendenzen vielleicht, aber ein ausgeprägter Narzisst: nein. Das endet so wie das Dritte Reich, ein Staat der entscheidend durch Narzissten geprägt wurde (soviel zu Gegenwartsneurose...), nämlich in der Katastrophe.

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kästchen 17.12.2010, 10:15
2. ...

Gut zu wissen, dass jetzt sogar schon handfeste Persönlichkeitsstörungen ja nur noch eine Neurose sind, solange man daraus Profit in irgendeinem Sinne schlagen kann.

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causal 17.12.2010, 12:06
3. naja, der artikel bewegt sich

hart an der grenze.
die profilierungssucht, die manie der paper-production (AUS ALT MACH NEU; immer wieder durch den melitta-filter); die experto-kratie; das gefeilsche um drittmittel etc. pp. inclusive des tyrannischen gehabes, der arschkriecherei der adepten und anwärter, all das ist hinlänglich und seit jahrzehnten bekannt.

eine art kultur-, wissenschafts- medizin-, jura- und ingenieursbeschäftigungs-therapie, die münden kann im dekanat, rektorat und dem bundesverdienstkreuz für irgendwas-dann-auch. so werden diese menschen glücklich.
jedoch sollte die dfg einfache fragen stellen (tut sie nicht, da man unter sich blebt), nämlich: um wieviel % mehr slawistik-abgänger habt ihr von 2004-2010 denn vorzuweisen? und das in kombination mit handelsrecht, internationalem recht etc.

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roterschwadron 17.12.2010, 12:11
4. Wir sind Narzisst!

Wenn man den Artikel genauer liest, spürt man dahinter nicht nur die Raffinesse, die geradezu typisch für einen kalkulierenden Narzissten ist, sondern sieht auch das Anliegen: es soll Glauben gemacht werden, die Gesellschaft brauche künftig an jeder Ecke einen Coach, der die unabhängigen Schäfchen auf ihren psychischen Irrwegen gnädig einsammelt und dem Staatsziel "Produktivität" wieder zuführt.

Und genau hier liegt das Problem: im System selber, das längst zu einem großen Irrenhaus geworden ist, in dem psychisch Gestörte das Sagen haben und die Normalen entweder gegenüber ihrer Ausbeutung keine Gegenwehr leisten, also als gesellschaftskonform und damit psychisch gesund gelten, oder aber in irgendeiner Weise "behandlungsbedürftig" sind.

Kaum jemand schafft es besser, seine eigene psychische Störung auf seinem Mitmenschen abzwälzen, als der Narzisst. Und die "Perversion" ist der Mechnismus, der hierbei zur Anwendung kommt: immer ist jemand anderer schuld, wenn etwas schiefläuft, immer hat der andere ein "Defizit" oder eine "Störung", wenn etwas nicht nach dem unreflektieren Weltbild des Narzissten läuft. Und immer wird jeder noch so sachliche und vernünftige Versuch, gegen die pervertierte Weltsicht des Narzissten anzugehen, von diesem sofort als Ausdruck dieser "Störung" interpretiert.

Wir alle kennen solche Leute nicht nur in höchsten Spitzenämtern in Politik und Wirtschaft. Überall in dem seit vielen Jahren wie ein Krebsgeschwür wuchernden System der Ausbeutung menschlicher Arbeitskraft, sind solche Leute an strategisch wichtigen Positionen auch "weiter unten" positioniert. Der "Sachbearbeiter" beim Arbeitsamt, der einem einzureden versucht, daß Arbeitslosigkeit immer nur selbstverschuldet sein kann, gehört genauso dazu, wie der Therapeut oder Coach, der außer seinem eigenen wirtschaftlichen Interesse mur das Anliegen verfolgt, den Klienten wieder "fit" zu machen, "Fitmachen", das heißt, ihn solange schleifen und feilen, bis die dadurch zerstörte Persönlichkeit wieder ins System passt. Der Coach als Aufseher im geistigen Arbeitslager des globalisierten Narzissmus'.

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Lampenluft 17.12.2010, 12:21
5. Personen mit narzistischen Persönlichkeitsstörungen - Problemfälle der Universitäten

Neben anderen fachlichen Ungenauigkeiten setzt der Artikel Personen mit stark narzistischen Zügen nahezu gleich mit intellektueller, hoher Begabung. Das sind jedoch zwei paar Schuhe.

Ein wesentliches Problem von Hochschulprofessoren mit narzistischer Persönlichkeitsstörung ist es, fast jegliche Wissenschaft an einem Institut zu töten, da nichts z.B. "höher" oder "anerkannter" sein darf als sie. Das heißt in solchen Strukturen gibt es kaum bis gar keine Habilitationen, wenige fertig gestellte Doktorarbeiten in Instituten mit authoritärem Führungsstil auf der Basis von Angst und Kontrolle. Das Wesentliche, dass viel dieses Glanzes auf der Basis von wissenschaftlichem Diebstahl, d.h. auf der Arbeit anderer unter Weglassung deren Namen entsteht wird, wie so oft, verschwiegen. Es bleibt daher zu hinterfragen, wer wirklich die Leistung erbracht hat, mit denen eine Person mit narzistischer Persönlichkeitsstörung in universitären Kreisen glänzt. Dieses Thema wird gesellschaftlich gänzlich tot geschwiegen.

Studentische Evalutationen sind ohne Belang und bieten keine Kontrolle, da Studenten oftmals dem Glanz des Narzisten in den kurzen Begegnungen im Hörsaal erliegen und dies keine Diskussionsplattform ist. Aufgrund des authoritären Führungsstiles sind offene Mitarbeiterbefragungen wertlos. Maßstabkriterien bieten Krankenstand, Personalfluktuation und Personalratseinschaltungen sowie die Anzahl der wirklich wissenschaftlich tätigen Mitarbeiter, die bleiben.

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Mulharste 17.12.2010, 14:15
6. -

Zitat von sysop
Narzissten sind oft klug, noch dazu charmant - und mit penetranter Eitelkeit auch eine Heimsuchung für ihre Mitmenschen. Das Hochschulmagazin "duz" zeigt, warum Narzissmus die Leitneurose der Gegenwart ist. Und wann kreative Quälgeister in Uni-Führungspositionen auch ihr Gutes haben.
öhm, ein bisschen pauschal der Artikel und egtl am Thema vorbei. Schade.

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olive4 17.12.2010, 14:53
7. Negativselektion der Universitätskliniken.

Vor wenigen Tagen habe ich meine Stelle an der Uni in Zürich gekündigt, hauptsächlich wegen der schweren narzistischen Persönlichkeitsstörung meiner 40-jährigen ledigen kinderlosen aber habilitierten Oberärztin.

Selbst das heranziehen krimineller Methoden zur Vertuschung der eigenen Inkompetenz (lebensbedrohliche Kunstfehler) wurden von der obersten Heeresleitung gedeckt: nur weil die Dame offenbar regelmässig publiziert und der Chef dann mit drauf stehen darf.
Willkommen in der Negativselektion der Universitätskliniken.
Danke für diesen Artikel!

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Bogeyfox 17.12.2010, 18:04
8. Lernunfähigkeit

Ich kann Lampenluft nur zustimmen, dass die Gleichsetzung von Narzissmus = erfolgreich und intelligent eine Augenwischerei ist. Es sind zwar in vielen Fällen, die die das Sagen haben, aber treffen Sie wirklich die besseren Entscheidungen oder sind es diejenigen, die Fehlentscheidungen besser kaschieren? Letztlich führt Narzissmus dazu, dass die Kritikfähigkeit sinkt und darüber hinaus dann die Möglichkeit sich zu verbessern. Und wenn ich die ganzen Akkreditierungskommissionen und deren Koryphäen ansehe, so war da viel Zustimmung und Monate später waren unstudierbare Bachelor auf den Weg gebracht... Danach war aber keiner Schuld, oder immer die anderen... Als Narzisst sind es immer die anderen. Das führt genau dazu, dass man keine Fehler mehr macht, oder der Apparat immer größer wird, der dafür sorgt, dass die Fehler weiter verschleppt werden. Wie war das mit Herrn Murdoch? Oder Herrn Schröder etc. Aber auch das System trägt dazu bei, denn Unikarriere lässt keine Fehler zu. Ich muss publizieren, auch wenn ich falsch lag. Dann werden die Daten zurecht geschnitten oder einfach gefälscht. Die Konsequenz, z.B. bei der Deutschen Forschungsgesellschaft, man bekommt eine schriftliche Rüge und darf ggf. die nächsten 3 Jahre keine Anträge stellen und das bei erwiesener Datenfälschung und Ungeständigkeit des "Überführten" (vgl. aktuellen DFG Bericht). Ich bekomme als Spitzenforscher und Uni-Prof. gleich Angst, bei solchen weitreichenden Konsequenzen... Was ist ein Gelöbnis bei einem Doktortitel Wert, wenn ich danach unter dem Deckmantel der Wissenschaft Lügen und Betrügen darf ohne Konsequenzen? Solange Fehler nicht erlaubt sind, sind Narzissten, die Fehler gerne vertuschen am erfolgreichsten, aber nicht unbedingt die Besten...

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zoramail 18.12.2010, 13:23
9. .

Zitat von Lampenluft
Neben anderen fachlichen Ungenauigkeiten setzt der Artikel Personen mit stark narzistischen Zügen nahezu gleich mit intellektueller, hoher Begabung. Das sind jedoch zwei paar Schuhe. Ein wesentliches Problem von Hochschulprofessoren mit narzistischer Persönlichkeitsstörung ist es, fast jegliche Wissenschaft an einem Institut zu töten, da nichts z.B. "höher" oder "anerkannter" sein darf als sie. Das heißt in solchen Strukturen gibt es kaum bis gar keine Habilitationen, wenige fertig gestellte Doktorarbeiten in Instituten mit authoritärem Führungsstil auf der Basis von Angst und Kontrolle. Das Wesentliche, dass viel dieses Glanzes auf der Basis von wissenschaftlichem Diebstahl, d.h. auf der Arbeit anderer unter Weglassung deren Namen entsteht wird, wie so oft, verschwiegen. Es bleibt daher zu hinterfragen, wer wirklich die Leistung erbracht hat, mit denen eine Person mit narzistischer Persönlichkeitsstörung in universitären Kreisen glänzt. Dieses Thema wird gesellschaftlich gänzlich tot geschwiegen. Studentische Evalutationen sind ohne Belang und bieten keine Kontrolle, da Studenten oftmals dem Glanz des Narzisten in den kurzen Begegnungen im Hörsaal erliegen und dies keine Diskussionsplattform ist. Aufgrund des authoritären Führungsstiles sind offene Mitarbeiterbefragungen wertlos. Maßstabkriterien bieten Krankenstand, Personalfluktuation und Personalratseinschaltungen sowie die Anzahl der wirklich wissenschaftlich tätigen Mitarbeiter, die bleiben.
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

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