Forum: Leben und Lernen
Nationaler Bildungsrat: "Einige wollen es einfach nicht"
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Erst stieg Bayern aus, dann Baden-Württemberg: Der Nationale Bildungsrat scheint am Ende zu sein, bevor er überhaupt gegründet wurde. Hamburgs Bildungssenator kritisiert das als Politik "nach Gutsherrenart".

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c.PAF 25.11.2019, 14:18
1.

Zwei der drei größten Geberländer des Landesfinanzausgleichs steigen aus...

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Weltfinanzexperte 25.11.2019, 14:19
2. Das Problem ist, dass das Thema "Bildung" eines der wenigen ist,...

Das Problem ist, dass das Thema "Bildung" eines der wenigen ist, bei denen sich die jeweilige Landesregierung so richtig profilieren kann. Nach dem Motto "Was, das hat jetzt 10 Jahre funktioniert? - egal, nach der Wahl machen wir das anders.". Hauptsache, irgendeine dümmliche Aktion durchgedrückt.

G9/G8/G9, Schulämter zusammenlegen um dann an den alten Standorten wieder Außenstellen zu gründen, Inklusion ohne ausgebildetes Personal, Ganztagsschulen aber ohne Mittagsverpflegung, gemeinsames Lernen in Klasse 1+2 aber die Hälfte des Personals streichen, etc. pp.

Meine Frau ist als Schulleiterin tätig - die merkt sich mittlerweile die Namen der zuständigen Schulräte gar nicht mehr, weil die eh alle halbe Jahre wechseln.

Bildung funktioniert in Deutschland mittlerweile nur noch trotz der Politik.

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frank57 25.11.2019, 14:24
3. Apropo Kramp Karrenbauer

wenn sie sich als CDU-Chefin in solche Dinge einmischt und am WE um den CDU-Vorsitz kämpft, wer ist dann Verteidigungsminister währenddessen?
Oder bekommt sie jeden der zwei Jobs nur anteilig bezahlt?
Oder sind beide Jobs nur die Hälfte wert?

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arvenfoerster 25.11.2019, 14:32
4. Herr Rabe mit Krokodilstränen

Das Interview ist insofern unfreiwillig komisch, weil Ties Rabe als Hamburger Bildungssenator ja selbst die Noten im „bundeseinheitlichen“ Mathematik Abitur (und im Vorabitur) „nach Gutherrenart“ willkürlich verbessert hat. Die Hamburger Schüler haben ihm halt zu schlecht abgeschnitten. Aber einige wollen den bundesweiten Vergleich der Schulsysteme halt einfach nicht - nicht wahr, Herr Rabe?

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Msc 25.11.2019, 14:32
5.

Ich kann das Fazit des Beitrags wirklich nicht teilen. Es ist ja eben nicht so, dass die CSU "mal so, mal so" regiert in Bildungssachen. Dort ist die Situation seit Jahrzehnten stabil und das Ergebnis spricht für sich: Legt man den bayerischen Standard an die anderen Bundesländer an, so fehlen denen teilweise ganze Schuljahre an Bildung. Kinder aus Bayern werden dementsprechend nie Probleme haben sich in anderen Bundesländern durchzusetzen, denn eine 1 aus Bayern ist eben weitaus mehr wert als eine 1 aus Bremen.
Das Schlimmste daran ist aber: Auch in Bremen gibt es schlaue Schüler, die selbst in Bayern eine 1 gehabt hätten. Die müssen sich dieses Prädikat aber mit sehr viel mehr, weniger starken Schülern teilen.
Nicht die starken Bundesländer müssen sich kleinmachen, sondern die schwachen müssen sich am Riemen reißen. Gerade dort wo seit Jahrzehnten experimentiert wird in der Bildungspolitik, sinkt das Niveau ständig. Grundschülern wird heutzutage ja nichtmal mehr richtiges Schreiben beigebracht (Niedersachsen). Absolute Katastrophe.

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peter-11 25.11.2019, 14:41
6. besser jetzt als später

Die Länder werden aus den unteschiedlichsten Gründen (auch ideologische) keine Einigung finden. Eigentlich schade, denn die Wirtschaft braucht gut ausgebildete junge Menschen. Aber nur Kompromisse finden zu wollen ist ja auch nicht der bessere Weg. Sehr schwierig, weil diese Situation schon seit Jahrzehnten verfahren ist.

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19flu60 25.11.2019, 14:44
7. #1 // #2

@c.PAF, Sie lassen offen, wie Sie Ihre eigene Feststellung bewertet wissen wollen. Ergänzt werden sollte, dass Bayern nach dem Krieg über Jahrzehnte unter den NEHMERländern war. Was das nun wiederum mit der Bildungspolitik zu tun hat, wäre gesondert zu diskutieren.
@Weltfinanzexperte, Sie beschreiben baden -württembergische Verhältnisse? (In Bayern kenne ich mich nicht wirklich aus.) Dann haben Sie leider den Nagel auf den Kopf getroffen. Dass ausgerechnet Baden-Württemberg, bei dem Desaster der Bildungspolitik - nein, nicht erst seit grün-rot, vielmehr bereits seit dem Jahr 2000 unter Erwin Teufel begonnen -, sich so aufführt, als sei es irgendeinem Bundesland noch in irgendeiner Sache voraus, das ist ein Treppenwitz, eine Lachnummer, ein Hohn. Und ich drücke es noch sehr zivilisiert aus.
(Ich unterrichte dort...)

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vox veritas 25.11.2019, 15:02
8.

Immerhin müssen sich die Schüler aus Bayern und Badem-Würtemberg keine Sorgen um Studien- und Arbeitsplätze machen. Selbst deren Hauptschüler liefern im Schnitt bessere Ergebnisse als die Hauptschüler aus den meisten anderen Bundesländern.

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Elementar 25.11.2019, 15:11
9. Bundesbildungsministerium gleich mit abschaffen

Nationale Bildungsrat - war das nicht dieses Gremium, bei dem nach einem Jahr noch nicht einmal ein Treffen standgefunden hat und von der derzeitigen Amtsinhaberin ins Leben gerufen? Nun - nachdem Bildung ja eh Ländersache ist und offensichtlich einige Bundesländer nun komplett ihr eigenes Ding machen, könnte man eine Menge Kosten sparen und das Ministerium auf Bundesebene abschaffen, vor allem kein Verlust bei der derzeitigen Besetzung...

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