Forum: Leben und Lernen
Neue Bildungsministerin: Karliczek will Grundgesetz vor dem Sommer ändern
DPA

Geht es nach Anja Karliczek, wird das Kooperationsverbot von Bund und Ländern schnell kippen: Dafür braucht sie eine Zwei-Drittel-Mehrheit in Bundestag und Bundesrat.

Seite 1 von 2
96alteliebe 23.03.2018, 10:53
1. An falscher Stelle

Das ist ja alles schön und gut, aber es gibt viel schlimmere Defizite, als fehlende Smartboards. Wir haben bei uns an der Schule jetzt die paradoxe Situation, dass sämtliche Räume mit Smartboard und sonstigem schischi ausgestattet wurden, während Einer unter der Decke hängen um das durchtopfende Wasser aufzufangen, es durch geschlossene Fenster eiskalt zieht und die Aula aufgrund von Einsturzgefährtet gesperrt ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Europa! 23.03.2018, 10:55
2. Da stimmt was nicht

3,5 Millionen? Und deswegen will sie das GG ändern? Die Zahl dürfte noch nicht mal ein Witz sein.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
verspiegelung 23.03.2018, 11:01
3. Kurzes Rechenexempel

… es gab 2016/2017 ca. 33000 Schulen in Deutschland (sagt statista.com), davon ca. 15000 Grundschulen.
3,5 Millionen geteilt durch 33000 ergibt … satte 106 Euro pro Schule.
Da kann man sich ja zumindest ein Billig-Tablet leisten.
Ich bin … unbeeindruckt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bart_haar 23.03.2018, 11:13
4. Kaum da, schon Aktionismus

Höchst spannend, wie sich eine Quereinsteigerin eines so umfassenden Themas annimmt. Wird die Verwaltung schon schaukeln. Ich muss immer wieder säuerlich lachen, wenn ich von dem tollen Digitalpakt lese. 3,5 Milliarden sollen da zur Verfügung stehen. Dabei ist noch nicht einmal klar für was das ausgegeben werden soll. Welche Systrme soll es in den Schulen geben, wie Open-Source sollen die sein? Tablets kaufen reicht da nicht! Und überhaupt: es fehlt das Personal, das Geld schnell, aber sinnvoll an die richtigen Stellen zu platzieren. Planlos. Aber Hauptsache die Schlagworte „Bildung“ und „Digitalisierung“ in einer Aussendung untergebracht. Schöne Aussichten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
deppjones 23.03.2018, 11:17
5. Ist zwar wenig

Ist zwar wenig Geld aber ein geändertes GG bezüglich der Schulpolitik vielleicht der richtige Schritt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
heinrichhaine 23.03.2018, 11:32
6. Der falsche Weg

Man sollte unfähige Regierungen, wie z.B. Berlin, nicht auch noch für ihre Inkompetenz belohnen...indem der Bund die Defizite ausgleicht. Die bekommen schon über den Länderfinanzausgleich, m.E. zu unrecht, genug Geld. Man sollte sie viel lieber zur Selbständigkeit erziehen. Mich wundert schon lange, dass Länder wie Bayern, BW oder Hessen das immer noch mitmachen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Sibylle1969 23.03.2018, 11:45
7.

Frau Karliczek kann nicht das Grundgesetz ändern, das können nur Bundestag und Bundesrat jeweils mit einer Zweidrittelmehrheit. Steht zwar im Artikel später so drin, aber die Überschrift sollte doch besser lauten: Neue Bildungsministerin will Grundgesetzänderung auf den Weg bringen. Davon mal abgesehen, denke ich, dass diese Änderung zwar hochgradig sinnvoll ist, aber trotzdem nicht durchsetzbar sein wird, weil die Länder ihre Kompetenz in Sachen Bildung nicht abgeben oder teilen wollen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pressionist reloaded 23.03.2018, 14:28
8. Na da sind wir ja alle mal gespant ...

... wie die gute Ministerin die Kleinstaaterei wegblasen will. Das geht nun schon Jahrhunderte ... Wünschen würde ich mir aber, dass Bildung endlich zentral über den Bund geregelt wird. Die Länder haben es seit Jahrzehnten vergeigt. Da muss endlich mal die Reißleine gezogen werden. Leher und Schüler kommen doch im Ansatz mit der ganzen Misere nicht mehr klar. Viel Glück!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
haresu 24.03.2018, 00:18
9. Ein so kleiner Schritt, dass ...

... er fast schon wieder falsch ist. Die ganze Länderhoheit über die Bildungspolitik ist völlig überkommen. Um wirklich Verbesserungen für alle zu erreichen braucht es nicht nur ein paar Millionen vom sondern vor allem Gestaltungsmöglichkeiten durch den Bund.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 2