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Neue EU-Studie: Junge Männer sind Nesthocker
Corbis

Zu Hause bei Mama und Papa: Fast jeder zweite Europäer zwischen 18 und 29 Jahren lebt noch oder wieder bei den Eltern - oft unfreiwillig. Besonders betroffen sind junge Männer in den Krisenstaaten.

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widower+2 25.03.2014, 18:27
10. Wie kommen Sie denn darauf?

Zitat von karl.kunze76
Spiegel-Artikel: "Am höchsten sind die Zahlen in Malta (85 Prozent), Italien (79 Prozent) und Ungarn (76 Prozent). Am wenigsten finanziell abhängig vom Elternhaus sind dagegen die jungen Erwachsenen in Finnland (15 Prozent), Dänemark, Österreich und Deutschland (jeweils 23 Prozent)." ...Das laesst voellig unberuecksichtigt, dass die Zahlen in der suedlichen Peripherie immer schon sehr hoch waren. Das liegt jedoch an einer traditionell staerkeren Familienbindung, Katholizismus und vielen weiteren Gruenden. Mit der Krise hat das herzlich wenig zu tun.
Das hat mit der Krise nichts zu tun, meinen Sie? Die Zahlen waren sicherlich im Süden Europas schon immer etwas höher, sind aber erheblich angestiegen. Mir wäre neu, dass der Katholizismus in Spanien und Italien gerade besonders boomen würde.

Früher hat man zum Beispiel in Spanien relativ jung geheiratet und dann von den Eltern die eigene Wohnung zur Hochzeit bekommen. Das war so üblich. Heutzutage kann sich das bei enorm gestiegenen Immobilienpreisen, gesunkenen Einkommen und rasant steigender Arbeitslosigkeit aber kaum noch einer leisten.

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Drobstar 25.03.2014, 18:31
11. Famile

Ich finde es falsch, junge Männer als Nesthocker zu bezeichnen. Die Bezeichnung ist negativ behaftet und deshalb auch benutzt worden. Ist es nicht normal, dass junge Menschen noch bei ihren Eltern wohnen, gerade im Alter von 18-24? Hier wird etwas normales, was vor Jahrzehnten noch gang und gebe war, als etwas untypisches dargestellt.

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luckyfrank 25.03.2014, 18:46
12. Danke!

Zitat von Drobstar
Ich finde es falsch, junge Männer als Nesthocker zu bezeichnen. Die Bezeichnung ist negativ behaftet und deshalb auch benutzt worden. Ist es nicht normal, dass junge Menschen noch bei ihren Eltern wohnen, gerade im Alter von 18-24? Hier wird etwas normales, was vor Jahrzehnten noch gang und gebe war, als etwas untypisches dargestellt.
Ganz meine Meinung. ich halte den Auszieh-Wahn sowieso fuer uebertrieben.
Heute soll moeglichst jeder mit 18 ausziehen, die Eltern wollen sich "selbst verwirklichen" usw
Frueher war es ganz normal, dass mehrere Generationen unter einem Dach gewohnt haben und ich halte das auch ein gutes Konzept fuer die Zukunft statts der ganzen Singlehaushalte.
Ich habe mir z.B. zusammen mit meinen Eltern ein Haus gekauft, wir haben auch genug Platz fuer die naechste Generation...

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user124816 25.03.2014, 18:46
13.

Zitat von Drobstar
Ich finde es falsch, junge Männer als Nesthocker zu bezeichnen. Die Bezeichnung ist negativ behaftet und deshalb auch benutzt worden.
vielleicht wollte die spon redaktion das kind nur nicht bei einem viel schwerwiegenderen namen nennen: junge leute werden duch die politik (der bankenboni mehr bedeuten als menschenrechte) *genötigt* bei den eltern wohnen zu bleiben.
ein eklatanter verstoß gegen den (sinnlosen) amtseid dem volke gutes zu tun und schaden abzuwenden, und ein verstoß gegen art1.1 des grundgesetzes - die würde des menschen sei (sic) unantastbar und das gesamte handeln des staates solle daraufhin ausgerichtet sein.

ich persönlich konnte erst zuhause ausziehen als mein vater starb und ich eine halbwaisenrente bekam… im zarten alter von 26. toll wars nicht daheim wohnen zu müssen, wirklich nicht.

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winkdon 25.03.2014, 18:50
14. ...

Zitat von sysop
Zu Hause bei Mama und Papa: Fast jeder zweite Europäer zwischen 18 und 29 Jahren lebt noch oder wieder bei den Eltern - oft unfreiwillig. Besonders betroffen sind junge Männer in den Krisenstaaten.
Bei der männerfeindlichen Politik in Europa ist das kein Wunder. Ich frage mich, wie lange es dauert, bis diese Generation der Betrogenen sich da einmal wehrt.

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peterbruells 25.03.2014, 18:54
15.

Zitat von hirlix
Dafür gibt es WGs, da kann mir keiner erzählen, dass das zu teuer ist. WGs sind im übrigen auch nicht nur etwas für Studenten...
WG sind aber nicht für jeden was. Ich war zwar auch Jahr in einer, aber ich hatte auch extremes Glück mit den Mitbewohnern. Dennoch war es öfter mal notwendig, das dreckige Geschirr wegzuwerfen, wenn man wieder nicht gespült wurde.

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mali123 25.03.2014, 19:31
16. Nun ja,

wenn ich mir meine Situation ansehe, so muss ich sagen, dass ich gerne früh ausgezogen wäre. Ich konnte es mir während des Studiums einfach nicht leisten. Nun bin ich ausgezogen dank Hartz4. Meine Situation hat sich knapp ein Jahr nach dem Studium nicht verbessert. Es ist immernoch knapp und die Wohnung ist immernoch mies. Soviel zum Studium in Deutschland und diesem Land ansich.Die Kraft ist weg und die ersten Depressionen stellen sich bei mir langsam ein. Und wo ist noch die Rente???

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Krakz 25.03.2014, 19:31
17. Etwas mehr Sachkunde udn Mühe

täte bei so einem Thema Not. In Ländern ohne Mietmarkt zogen junge Leute schon immer später aus, weil sie kaufen müssen. Die Frauen müssen mit dem Anteil älterer Lebenspartner (mit eigener Wohnung) abgeglichen werden.

Die Zahlen müssen in Relation gesetzt werden zu "Wohnen bei weiteren Angehörigen". Anteil und Versorgung Behinderter oder Kranken wollen berücksichtigt werden. Wichtiger Faktor: Entspricht die Meldeadresse auch der Wohnadresse - hier dürften die größten Abenteurer (irgendwo in Vietnam) als "bei Mutti" einsortzoert werden. Vrecshiebung des Ehe bzw Feste-Bindungsaltes nach hinten

etc etc etc aber klar statt Arbeit an der Statistik gibt es in jedem Satz das Wort "Nesthocker"

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Herr voragend 25.03.2014, 19:38
18. Vielleicht hilft hier die Quote auch...

aber anders herum. Es sollten genau so viele Määner wie Frauen von Daheim ausziehen dürfen. Wo es halt nicht geht muss der Staat helfen. Ach so war bloß wieder ein Artikel wo, wenn Männer schlechter abschneiden die dann als Schwächlinge abgestempelt werden.....

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insomnium 25.03.2014, 20:03
19.

Ich kenne viele Studenten, die im Alter von 20+ noch zu Hause wohnen - insbesondere in München, da man hier keinen Anspruch auf einen Wohnheimsplatz hat, wenn die Eltern im MVV-Einzugsbereich wohnen und alles andere kann sich halt nicht jeder leisten. Finde ich auch völlig in Ordnung, solange man sich mit seinen Eltern versteht. Ausziehen kann man immer noch, wenn man selber vernünftig verdient/mit dem Partner zusammen ziehen möchte/die richtigen Leute für eine WG-Gründung gefunden hat.

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