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Neue Zahlen zu Drogenkonsum: Wird auf dem Schulhof wirklich mehr gekifft?
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Die Drogenkriminalität ist auf deutschen Schulhöfen teils drastisch gestiegen, zeigen offizielle Zahlen. Der Suchtforscher Theo Baumgärtner warnt vor voreiligen Schlüssen.

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mkalus 23.01.2017, 19:46
1. Ah?

"Dabei könnte inzwischen jeder wissen, dass der regelmäßige Cannabiskonsum psychische Schäden anrichten kann, insbesondere bei Jugendlichen."

Könnte das auch mal belegt werden? Das klingt ja alles doch sehr nach "Reefer Madness". Wie wenig sich doch geändert hat.

Übrigens: Weniger Panikmache und RICHTIGE Aufklärung (und vor allem Forschung) wäre die bessere Herangehensweise.

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ole#frosch 23.01.2017, 20:04
2. Alkohol- und Tabakwerbung eingeschränkt?

Das Zeug steht zusammen mit Süßigkeiten an der Kasse und füllt genauso viel Regalfläche wie Obst und Gemüse.
Der Spielfilm am Abend oder die Sportübertragung wird von Alkoholwerbung begleitet.
Ja, wir sind bigott, weil die Gesellschaft genau weiß wie schlimm Alkohol und Zigaretten sind, dass daran tausende Menschen jährlich sterben und Alkohol auch psychische Erkrankungen auslöst. Trotzdem verkaufen wir es zusammen mit Brot, Milch und Wurst im Lebensmittelladen.
Aber wenn man cannabis legal in Apotheken verkaufen könnte, würde das Land untergehen, so wie die Niederlande.

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Negira 23.01.2017, 20:16
3.

Könnte auch an der Einführung der Ganztagesschule liegen.... Die Schüler befinden sich einfach länger auf dem Schulgelände. Früher haben Sie halt irgendwo gekifft, jetzt halt eher auf dem Schulgelände....

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auto.schilling 23.01.2017, 20:20
4. Eher weniger

Also ich kiffe nun erheblich weniger auf dem Schulhof als früher. Jetzt als Lehrer hat man ja auch eine gewisse Vorbildfunktion.

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Johannes Reindel 23.01.2017, 20:30
5.

In Baden-Württemberg und Sachsen hat sich die Zahl der Drogendelikte an Schulen verdreifacht, in Nordrhein-Westfalen und Sachsen verdoppelt, frisch-frecher Aufhänger, nach so was will man mehr :D

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ninobepresent 23.01.2017, 20:34
6. warum?

Warum ist Cannabis überhaupt illegal in Deutschland? Die Niderlande, die Schweiz und Kalifornien sind beileibe keine unzivilisierten Weltgegenden.
Es gibt Länder auf der Welt, da ist Alkohol verboten. Dort kann man ähnliche Artikel lesen, nur dass Bier das Thema ist.
Der Spiegel sollte lieber geistig vorangehen und sich Kofi Annan anschliessen, der die Legalisierung aller Dogen fordert.
Die psychischen Probleme bei Kindern und Jugendlichen waren zuerst da und dann verschaffen sich die jungen Leute Linderung durch kiffen.
Das gesamte deutsche Schulsystem ist noch immer ein Zulieferbetrieb für die Wirtschaft.
Bekifft lässt sich das besser aushalten.

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kleinsteminderheit 23.01.2017, 20:35
7. Die Mischung machts

Es ist ja leider nicht mehr das alte Canabis, sondern deutlich potentere Neuzüchtungen. Dazu eine Vielzahl von Partypillen etc. was in den Statistiken nur unzureichend erfasst wird, sind die THC Derivate, die ständig weiterentwickelt werden, teilweise extreme und unkalkulierbare Wirkungen entfalten und die der Gesetzgebung immer einen Schritt voraus sind. So lange die Verbindungen nicht genau im Gesetzestext erfasst sind, gelten sie als legal handelbar. Da Drogentests auf die Verbindungen meist nicht ansprechen stehen Polizei und Notärzte hilflos da. Für Schüler ist das ein spannendes Räuber und Gendarm Spiel mit bisweilen tödlichen Folgen. Aber auch Eltern verharmlosen die "Legal Highs", die unter den irreführenden Bezeichnungen wie "Kräutermischung" daher kommen Und es gibt mittlerweile auch die Mehrgenerationenkiffer, bei denen Opa, Mama und Enkelchen die Tüte kreisen lassen.

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retterdernation 23.01.2017, 20:39
8. So lange das Gehirn wächst ...

ist Kiffen schon eine Gefahr für den Jugendlichen. Zumal in diesem Alter viele Eigenschaften wie zum Beispiel Disziplin und bewusste Zurückhaltung noch nicht ausreichend verankert sind. Wird das Kiffen pathologisch, kommt es oft zu einem Stillstand in der geistigen Entwicklung. Dazu neigen Jugendliche oft zu übertreiben und genau das kann zu einer psychischen Abhängigkeit führen in einem sozialen Umfeld, was sich gegenseitig zum Konsum motiviert. Und last not least - das Lernverhalten wird massiv beeinflusst. Auf der anderen Seite gehört der Rausch zur Kulturgeschichte der Menschheit. Deshalb geht also auch die Welt nicht unter - wenn in den Sommerferien ein paar Tüten die Runde machen. Die Betonung liegt auf ...

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fundador 23.01.2017, 21:27
9. Prohibition hilft nicht!

Eigentlich ist es doch ganz einfach: Die restriktive Drogenpolitik hat in keinem Land der Erde Erfolg - wahrscheilich sogar nicht einmal in Indonesien, wo der Präsident die Anzahl der (vermeintlichen) Drogenkonsumenten immerhin durch Todesschwadronen reduziert (!). Auf der anderen Seite sehen wir am Beispiel des Tabaks, wie man erfolgreich und ohne lethale Gewalt die Anzahl der Raucher wirkungsvoll reduzieren kann: Durch kontrollierte Abgabe nur an Erwachsene, durch hohe Steuern auf das Produkt, flankiert durch Aufklärungs- und Präventionsmaßnahmen. Das ließe sich alles so oder so ähnlich auch bei anderen Drogen realisieren. Tatsächlich ist es mir ein Rätsel, warum es immer noch Befürworter der restriktiven Drogenpolitik gibt - angesichts der vielen Toten durch den "Krieg gegen die Drogen", den die US-Amerikaner im eigenen Land und in Mittel und Südamerika führen, könnte man sich sogar zu der These hinreißen lassen, dass eine totale Freigabe wahrscheinlich weniger Schaden anrichten würde als die brutale Verfolgung von Drogenkonsumenten in aller Welt. Ich sage das wohlgemerkt als nüchterner Beobachter, der außer gelegentlichen Zigarillos und Rotweingläsern keine andere Drogenerfahrung hat. Legalize it!

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