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Neuer Pisa-Schock: Schule mit Ausschlussprinzip
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Ein Fünftel der 15-Jährigen scheitert im Alltag - das ist das drängendste Problem, das Deutschlands Schulpolitiker zu lösen haben. Doch sie wollen lieber das Gymnasium reformieren.

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klaus meucht 01.04.2014, 18:21
210. Schuldfrage der Eltern führt nicht zur Lösung

Zitat von monolithos
Völlig richtig! Man kann und darf nicht alles auf die Schule(n) abwälzen. Ich bin dafür, dass der Begriff "Erziehungsberechtigte" in "Erziehungsverpflichtete" umbenannt wird, um den Eltern, von denen die Vernachlässigung ausgeht, zu verdeutlichen, was zum Kinderkriegen alles dazugehört. Angesichts dessen, was Eltern heutzutage so alles "produzieren", können Schulen nur noch Katastrophenhilfe leisten. Ihrem Bildungsauftrag können sie allein deswegen oftmals schon gar nicht mehr gerecht werden.
Was soll die Schuldfrage an die Eltern? Kinder können sich ihre Eltern nicht aussuchen. Diese Schuldfrage ist nicht lösungsorientiert oder wollen wir eine Elternpolizei?

Übrigens Kinder werden nicht nur von den Eltern erzogen. Sondern auch über Freunden, Nachbarn und all denjenigen mit denen sie häufig Kontakt haben.

Folgendes könnte helfen. Eine Kindergartenpflicht, die aber nicht so streng wie die Schulpflicht gehandhabt wird. Kinder die sich gut entwickeln müssen nicht zwingend täglich kommen.

Ganztagsschulen gerade im Hauptschulbereich.

Des weiteren sollten wir durch Wohnungsbau der Ghettoisierung entgegenwirken. Kinder mit Eltern aus prekären Verhältnissen sollte es erleichtert werden Freunde aus anderen Schichten zu finden.

Ich möchte heutzutage bemerken dass heutzutage Eltern immer weniger Einfluss auf die Kinder haben, da die Eltern arbeiten und die Kinder in Schulen und Vereinen sind.

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adolfo1 01.04.2014, 18:22
211. Elternhaus muß zuerst reformiert werden

Die Armut nimmt ständig zu, Eltern rutschen ab, wie soll man so die Kinder für ihr Leben motivieren.
Schafft die Armut ab (leicht gesagt) und unterstützt die
Eltern entsprechend.

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dechi61 01.04.2014, 18:23
212. intelligenz erblich?

ja und nein. unter absolut gleichen bildungsvoraussetzungen (die allerdings nicht herstellbar sind) wird das kind mit der intelligenteren mutter sich durchsetzen. was ist aber wenn die mutter zwar intelligent, aber ungebildet ist und das kind nicht gefördert bzw. gefordert wird?

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eslebederschwachsinn 01.04.2014, 18:26
213. ja genau..

Zitat von eunegin
Alle Verantwortung bei Staat und Schule? Ich lebe in Berlin und man kann wunderbar beobachten, wie Kinder ohne Erziehungshintergrund mit dem normalen Leben (inkl. Schule) nicht zurechtkommen. Traurig, wenn man in der S-Bahn junge Eltern sieht und man recht sicher vorhersagen kann, welches Schicksal dem Kind blüht.
.. und da sich diese Kinder ihre Eltern nicht aussuchen durften, sind wir alle für deren Bildung mitverantwortlich. Oder gehen Sie an der S-Bahnstation her und erziehen die Eltern um? Was können denn die Kinder für ihre Eltern, haben Sie sich das mal überlegt oder denken Sie nur in Blutsippenkategorien?

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FrederikMore 01.04.2014, 18:31
214. PISA-Bluff

Der PISA-Test testet nur vermeintlich die Fertigkeiten der Schüler. In Wirklichkeit testet PISA, wie willig Schüler in den Teilnehmerländern sind, den Test zu lösen. Hauptschüler sind, warum auch immer, oft höchst unwillig, schriftliche Arbeiten zu erledigen. Hausaufgaben werden einfach nicht gemacht oder wenn, dann mit minimalstem Aufwand. Auch deswegen schneidet diese Gruppe so schlecht ab bei PISA. Mit dem Smartphone umgehen können Schüler jedenfalls - unabhängig von Alter und Schulzweig.

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relief 01.04.2014, 18:32
215. Das ist Bildungspolitik der - insbes. ROTGRÜN regierten Länder.

Zitat von stefan_sts
oder zumindest wird er wohlwollend geduldet,denn dieser 20 % Anteil verschwindet mit zunehmendem Alter in der Gruppe der Nichtwähler , so sichern sich die etablierten Parteien und Gruppierungen ihre Macht!
Bad.-Württ., nach Fukushima Grün-Rot hat die "Bildungsempfehlung" abgeschafft. Folge: (Beispiel) über 70 % der Freiburger Schüler drängen ins Gymnasium. Die Hauptschule, bisher in Bad.-Württ. bei der Einstellung von Lehrlingen in Handwerksbetrieben anerkannt und ein Erfolgsmodell, stirbt UND dem Gymnasium geht es schlecht. Eine Absenkung der Anforderungen des Abiturs wird kommen.

Aber was sich die Regierung stolz auf die Fahnen schreibt: zunehmende Zahl an Abiturienten, wenngleich diese am Ende von der Berufswelt gar nicht aufgenommen werden.

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Kontra 01.04.2014, 18:36
216. Hinterhältige Abzocke

Die Aussage das die Jugendlichen angeblich keinen Fahrkartenautomaten bedienen können macht mich stutzig, wo man doch genau weiß, das eben genau diese Generationen mit dem iphone/ipad/Handy bestens umgehen können und die Funktionen beinahe schlafwandlerisch beherrschen.
Die sind mit dieser Technik aufgewachsen und haben vieles auch spielerisch erlernt(Spielekonsolen).

Ich vermute mal, das die Bahnadministratoren die Menüführung kalkuliert komplex gestaltet haben um mehr Schwarzfahrer zu generieren.
Zutrauen tue ich es denen auf jeden Fall.Ist alles Buissiness.

Wir werden ständig mit perfider Abzocke konfrontiert, auch von Institutionen von denen man es nie erwarten würde.

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hikaru 01.04.2014, 18:41
217. optional

Das Problem in D ist doch nicht die Schule. Zwar gibt es viele (fachlich und/oder kommunikativ) unfähige Lehrer, das Problem ist aber doch die Tatsache, dass in einigen Schichten sich das Underdog-sein und das Ablehnen von Leistung als Statussymbol etabliert hat. Hinzu kommt, dass von sozialen Problemen eine ganze Sozialindustrie lebt und ihre Existenzberechtigung bezieht. Eine Legion von Beamten verdient ihre Brötchen mit sozialem Elend. Von daher gibt es kein Interesse, die Verhältnisse zu bessern.

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Miss Mary 01.04.2014, 18:56
218. Als Mutter dreier Schulkinder ....

... kann ich nur feststellen: Die Schüler, deren Eltern am lautstarksten über Lehrer lästern, sind die, die oft zu spät kommen und/ oder krank sind, die häufig verhaltensauffällig sind, schlecht Deutsch sprechen (und da müssen die Eltern nicht mal einen Migrationshintergrund habe), deren Eltern keinen Elternabend besuchen und die die Hausaufgaben unregelmäßig erledigen.

Es wäre einfach mal interessant, diesen Anteil der Schülerschaft aus dem Ergebnis herauszurechnen.

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Kontra 01.04.2014, 19:04
219. Einer muss doch auch die Drecksarbeit machen

Zitat von dechi61
ja und nein. unter absolut gleichen bildungsvoraussetzungen (die allerdings nicht herstellbar sind) wird das kind mit der intelligenteren mutter sich durchsetzen. was ist aber wenn die mutter zwar intelligent, aber ungebildet ist und das kind nicht gefördert bzw. gefordert wird?
Die Frage beantwortet sich doch quasi von selbst.

Ein überdurchschnittlich intelligentes Kind wird in Deutschland gerne in die Dummheit getrieben.

Würde die Elite nicht schon früh systemisch selektieren, so hätten sie doch später viel mehr Konkurrenz.Das wäre nicht im Sinne der Elite.Keineswegs.

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